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ewig das Volk zusammenzuberufen. Wären wir römischeBürger, hätten wir Sklaven, gehörten alle Besitzungen derRepublik einer einzigen Menschenklasse an, gäbe es eine andereKlasse, welche alle häuslichen Verrichtungen, alle Geschäftedes Handels und alle Arbeiten des Landbaues zu besorgenhätte, dann würde auch ich sagen, man solle das Volk in allenVerrichtungen der Volksvertreter zu Rathe ziehen; ich würbedie Errichtung von Forums in allen Städten, Flecken undselbst im kleinsten Dörfchen beantragen. Allein befinden wiruns wohl in einer solchen politischen Stellung? Und wennman diese allzuhäufigen Versammlungen des Volkes in Antragbringt, sieht das nicht fast aus, als wollte man die Vernach-lässigung des Handels und des Landbaues und folglich denRuin des Staates beantragen?" ')
Rousseau, der nur auf Sparta blickt und seinen Gesell-schaftsplan in seiner Schreibstube entwirft, hält sein Systemunerschrocken aufrecht. Was das Princip und die Ausführunganlangt, so fordert er solche in ihrer ganzen klassischen Voll-kommenheit. Keine Gewerbsbetriebsamkeit, keinen Handels-verkehr mehr, die mit den Funktionen des Bürgers unverträg-lich sind. Selbst und nicht durch Bevollmächtigte soll das Volkseine Macht ausüben, das Wohlergehen der Republik hängtdavon ab. Der Bürger soll, wenn anders er der Freiheitin der That werth ist, seine persönlichen Interessen ganz ver-nachlässigen, um sich mit den Staatsangelegenheiten zu be-fassen.
„Sobald der öffentliche Dienst," sagt er, „aufhört, diehauptsächlichste Angelegenheit der Bürger zu sein, und dieselbenlieber ihre Börse als ihre Person verwenden lassen wollen, soist der Staat schon dem Untergänge nahe. Müssen sie in denKampf gehen, so besolden sie Truppen und bleiben zu Hause.Sollen sie in die Rathsversammlung gehen, so senden sie Ab-geordnete und bleiben zu Hause. Durch Trägheit und mit
1) Moniteur vom 27. April 1793.