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währt, und mit festem Vertrauen auf Jenen, welcher der Tu-gend unvergänglichen Lohn verheißen hat."
Die Wahrheit ist — wir sind glücklich, es sagen zu können— daß Mably, als er sich in Todesgefahr erblickte, die hei-ligen Sakramente verlangte und sie mit Erbauung empfing.Er starb zu Paris am 23. April 1785.
Der Abbo Brizard verfaßte die Leichenrede, welche vonder Akademie der Inschriften gekrönt wurde. Wir erwähnendieses Umstandes und citiren das Debüt des Redners, alseine neue Probe des Geistes, der in der Literatur des acht-zehnten Jahrhunderts allgemein herrscht. Brizard drückt sichfolgendermaßen aus: „Fünfzehn Jahrhunderte lang breiteteeine dichte Finsterniß ihren Schleier über die ganze Natur;alles Licht war erloschen: man vergiftete die Quellen der Mo-ral; die Tugend war nur mehr ein hohler Name, und dieSitten, der Vergessenheit verfallen, schiene» ein Gegenstandder Verachtung und des Gelächters. Ein Mann ist gekommen,welcher, aufgewachsen bei der Lectüre der Alten, in ihrenSchriften die Züge dieses himmlischen Typus, dieser Schön-heit, für welche wir den Sinn verloren hatten, wiederfand."
Seit dem Sturze des Heidenthums bis zur Renaissanceherrscht die Nacht über Europa, alles Licht ist erloschen, dieQuellen der Moral sind vergiftet; die Welt erwartet, um ausdieser Barbarei erlöst zu werden, einen Mann, der in derSchule der Heiden aufgewachsen ist; dieser neue Messias re-generirt die Nationen, die das Evangelium in den Abgrundder Verderbniß und des Irrthums hat sinken lassen, indem erihnen die Schriften Lykurg's und Plato's erklärt, jener Be-wahrn der himmlischen Schönheit, für welche die christlicheWelt den Sinn verloren hatte: was soll man zu einer so er-staunlichen Verirrung sagen? wie soll man sich die erschreckendeOffenheit erklären, mit welcher sonst achtbare Männer solche
1) I,evesaus, I, Zg Z2.
2) LIo§e kistottgus, S. 4 u. 5.