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jedoch je seinen Tacitus zu vergessen, dessen leidenschaftlicherVerehrer er war.') Seine mathematischen Schriften sind ohneZweifel das wahre Fundament seines Ruhmes, und reihenihn mit Euler unter die berühmtesten Mathematiker seinesJahrhunderts. Im Jahre 1754 öffneten sie ihm die Pfortenzu der französischen Akademie, und d'Alembert nahm den durchden Tod des Bischofs von Vence erledigten Sitz ein. Inseiner Aufnahmrede, in welcher er Veranlassung findet, vonCicero, Demosthenes, Pompejus, Cäsar, Mithridates, denLacedämoniern, von allen seinen Erinnerungen aus dem Collegzu sprechen, findet er auch Gelegenheit, ein Gesuch zu Gunstender Philosophie gegen die Religion zu stellen.
In der Lobrede auf seinen Vorgänger sagt er: „Er warbesonders weit entfernt von dem blinden und barba-rischen Eifer, welcher die Gottlosigkeit sucht, wo sie nichtist, und, weniger Freund der Religion, als Feind der Künsteund Wissenschaften, die in ihrem Leben und ihren Schriftentadellosen Männer schmäht und anschwärzt... Die Re-ligion verdankt den Wissenschaften und der Phi-losophie die Befestigung ihrer Principien, dieSouveräne die Befestigung ihrer in Jahrhunder-ten der Unwissenheit erkämpften und geraubtenRechte, die Völker jenes allgemeine Licht, dasdie Herrschaft sanfter und den Gehorsam bestän-diger macht." 2 )
Die Collegerziehung, welche den Geist d'Alembert'sgegen den Unglauben nicht gewaffnet, hatte sein Herz nochviel mehr wehrlos gegen die Anfechtungen der Wollust ge-lassen. Weder in den Hirtengedichten Virgil's, noch in derAeneide, noch in den Poesien des Horaz oder Ovid's, noch
1) Nemoires äs ä'Hmbert eerits lui-meine; ki'Sßinent äe lsxvilosoxlns äii äix-Iiuiiisme üieele, ps? 1s Hsrxe. 15. Theildes Oours äe litisrstiire.
2) Schlußzeilen.