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alle freie Zeit widmete, welche ihm die Beschäftigungen in derKlasse ließen. ') Seine Lehrer waren fanatische Jansenisten,welche ihn für ihre Partei zu gewinnen suchten und sich be-mühten, ihn zu überzeugen, daß die Poesie das Herz aus-trockne. D'Alembert brachte sechs Jahre bei ihnen zu, undAlles, was sie von ihm erhielten, war ein Commentar überden Brief an die Römer, welchen er im ersten Jahre seinerphilosophischen Studien schrieb.
Das Herz des jungen d'Alembert war bereits eingenom-men und der Jansenismus seiner Professoren hatte ebensowenigErfolg bei ihm, als die katholische Lehre bei Voltaire undHelvetius. Kaum aus dem Colleg ausgetreten, verbindet sichd'Alembert eng mit diesen beiden Philosophen, sowie mit Con-dorcet und Diderot. Hier fragt man sich, wie können jungeLeute, welche so entgegengesetzten Einflüssen ausgesetzt waren,aus so verschiedenen Kollegien kamen, ohne Mühe und gleich-sam wie von selbst in ihren Gefühlen und Gedanken Harmo-nien? Gleich und gleich gesellt sich gern. Man sieht leicht,daß, ungeachtet der sich widersprechenden Lehren ihrer geist-lichen Professoren, ihre Erziehung dieselbe war; daß sie diegroßen Männer des Alterthums lieben und bewundern, sie alsihre Lehrer und Orakel betrachten; daß sie nur wenig oderkein Vertrauen auf das Wort ihrer Repetenten, keine Achtungund Zuneigung für ihren Geist und ihre Person hegen. Sieselbst werden nicht zögern, alle diese Gefühle zu bethätigen,und ihr ganzes Leben wird nur eine beständige Lobrede aufdas heidnische Alterthum, seine großen Männer und seinegroßen Begebenheiten ausdrücken, und eine nicht weniger be-ständige Verachtung für die Jesuiten, die Jansenisten und dasChristenthum selbst.
Nachdem er Advocat, sodann Arzt gewesen, gab sichd'Alembert mit Eifer den mathematischen Studien hin, ohne
t) Nemoires ä'XIsmbert sci-its pur lui- meine, am Eingang seinerWerke, 1. Thl. S. XXVIII. Ausgabe in 8. 1805.