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Homer's. Laßt uns anbeten die Tugenden eines Titus,Trajan, Antonin, Julius."*)
Als Schüler des heidnischen Alterthums bis zum Aeußerstenrechnet v. Holbach den Selbstmord zu den Ansprüche» aus Un-sterblichkeit; er ruft aus: „Die Griechen, die Römer undandere Völker, bei denen Alles zusammentraf, sie muthig undgroßherzig zu machen, betrachteten Jene, welche ihren Lebens«faden freiwillig abschnitten, als Heroen und Götter....*)Ei, mit welchem Recht will man Jenen schmähen, der sichaus Verzweiflung tobtet? Der Tod ist das einzige Mittelfür die Verzweiflung. Alsdann ist ein Stahl der einzigeFreund, der einzige Tröster, der dem Unglücklichen bleibt.Wenn Nichts mehr in ihm die Liebe zum Dasein aufrecht er-hält, ist das Leben das größte Uebel und Sterben eine Pflichtfür den, der sich ihm entziehen will." ^)
Diese trostlose Lehre darf euch nicht empören; wisset, daßsie die Lehre weiserer Männer ist, als ihr seid und insbeson-dere des tugendhaften Seneca: „Unglücklich leben ist ein Uebel;allein Nichts zwingt uns dazu, unglücklich zu leben; tausendkurze und leichte Wege stehen uns offen, uns in Freiheit zusetzen." 4)
Herr v. Holbach beschließt diesen, dem griechischen undrömischen Alterthum wörtlich entnommenen Religionscursusmit folgender Anrufung, von der man glauben sollte, daß sievor zweitausend Jahren niedergeschrieben sei: „O Natur! Be-herrscherin aller Wesen, und ihr, ihre anbetungswürdigenTöchter, Tugend, Vernunft, Wahrheit! Seid stets unsereeinzigen Gottheiten! Euch gebührt der Weihrauch und
1) äe 1a natnre, Thl. I. Abschn. 1. Kap. IV u. V. S. 298.
2) Das. S. 303. - 3) Das. S. 306.
4) Asturn est in neee8sitate vivere; ssä in neeessitats vivere, ns-eessitss nutla est. Huiäni nulla? Dstsnt unäi'Hue aä tiber-iatein viae inultas, dreves, Teiles. Lxainus Oeo xratisa, guoNnemo in vita leneii possit. Lpist. XII.
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