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[2. Band.]
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despotisch gleich der Sonne, welche den Erdballin Bewegung bring t."

Unter dem Fackelscheine des Evangeliums die regenerirteMenschheit auf die Bahn des wahren Fortschritts leiten, Ge-setze einflößen und Institutionen ins Leben rufen, die mitdiesem erhabenen Zwecke in Beziehung stehen; alle Wissen-schaften, alle Künste und selbst die Volksfeste auf denselbenzurückführen, alle christlichen Reiche zu einer gegen die Bar-barei stets gerüsteten Familie machen — dies war für dieVölker des Mittelalters die erste Wohlthat der christlichenPolitik. Den Frieden in ihrem Schooße aufrecht, die zweigrößten Plagen der Menschheit, das Schisma und die Häresie,von ihr fern halten, und soweit dies möglich, ihre Streitig-keiten mit Vermeidung von Blutvergießen schlichten — dieswar die zweite Wohlthat.

„War es," so fährt der bereits angeführte Schriftstellerfort, „nicht etwas Wunderbares, einen deutschen Kaiser inder Fülle seiner Macht, gerade im Augenblicke, da er seineSoldaten vorwärts schob, um den Keim der italienischen Re-publiken auszurotten, plötzlich inne halten zu sehen und nichtmehr weiter rnarschiren zu können, Tyrannen mit ihrer Rüstungbedeckt, von ihren Soldaten umringt, Philipp von Frankreichoder Johann von England ihre Rache verschieben und sichmit Ohnmacht geschlagen zu sehen?... Auf wessen Stimme?frage ich. Auf die Stimme eines in einer fernen Stadt woh-nenden armen Greises mit zwei Bataillonen schlechter Truppen,der nur ein ihm streitig gemachtes Terrain von mehreren Stun-den Umfang besitzt! Ist ein solches Schauspiel nicht ganzdazu geschaffen, um das Gemüth zu erheben, ein Wunder,seltsamer als alle, von denen die Legendengeschichte ange-füllt ist?" 2)

Die Beispiele, welche der Verfasser mit einer so berech-tigten Bewunderung anführt, sind keine allein stehenden That-

1) kevisv, Jahrg. 1842 rc. — 2) lä. ibi.