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schüttelt ihr es auch im Fürsten, im Adeligen und im Bürger.Dieser Punkt unterliegt seit 1789 keiner Frage mehr.
Statt seinen Fehler anzuerkennen, birgt sich Philipp,von seinen Höflingen getrieben und von seinen Juristen auf-gemuntert, hinter die Principien des Cäsarismus und erklärtsich in weltlichen Dingen für unabhängig vom Papst-thum. In zahlreichen Briefen, welche eine wahrhaft väter-liche Güte, zugleich aber auch die Willensfestigkeit des Nach-folgers Petri bekunden, warnt der Papst seinen theueren Sohn,in sich selbst einzukehren. ') Statt ihm zu gehorchen, wie esgleichzeitig sein Interesse und seine Pflicht erheischte, setzt derKönig sein Beraubungssystem fort. Jetzt droht ihm der Stell-vertreter Christi, von dem von seinen Vorfahren ausgeübtensouveränen Rechte gegen ihn Gebrauch zu machen. Stattjeder Antwort ruft Philipp die Generalstaaten seines Reicheszusammen, bespricht die Frage vor ihnen nach seinem Gesichts-punkte und vom Gesichtspunkte dessen, was man in unserenTagen antiphrastisch die Nationalwürde nennen würde,und erwirkt drei Gegenvorstellungen (romontrsnees)von Seiten des Klerus, des Adels und des dritten Standes.Das geschah im Jahre 1302.
Der Klerus, zwischen seine Pflicht und die den Mächtenschuldige Ehrerbietung gestellt, richtet die seinige an den Papstund beschwört, ohne das Wesen der Frage zu berühren,Se. Heiligkeit, die Harmonie zwischen der Mutter und ihrerälteren Tochter aufrecht zu erhalten, eine für das allgemeineBeste und seit so langer Zeit schon bestehende Harmonie.
Der Adel sendet die seinige an das heilige Colleg. Stolzsagt er ihm, der König sei in weltlichen Dingen nur Gottunterworfen; der Adel des Königreiches sei bereit, diese Lehre
1) Es wird jetzt allgemein anerkannt, daß man einen Briefwechsel zwi-schen dem Papste und dem Könige absichtlich fabricirt hat, um denErsteren gehässig zu machen. Dennoch hat sich der Franzose Pithounicht gescheut, diesen Briefwechsel aufs Neue zum Abdruck zu bringen.