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daß mit einem Worte in allen Gesetzbüchern Europa's derKönig erst nach Christus, der Mensch erst nach Gott kommt.
Sie ist so wahr, daß selbst am Vorabende des Tages,da der Strom des Paganismus Alles Hinwegschwemmen sollte,im Augenblicke, da das fünfzehnte Jahrhundert zu Ende ging,die päpstliche Suprematie bei vier denkwürdigen Gelegenheiteneine neue Huldigung der größten Fürsten Europa's erhielt.
Pins II. beschwert sich bei Ludwig XI. wegen der Acte,durch die Karl VII. die pragmatische Sanction erneuert hatte,und Ludwig XI. legt diese Privilegien dem heiligen Vater zuFüßen, indem er ihm am 27. November 1461 schreibt: „Han.delt künftighin in unserm Reiche, wie ihr geson-nen seid/")
Heinrich VII. von England erbittet nach glücklicher Be-endigung des Krieges der beiden Rosen und nachdem er durchseine Heirath Aork und Lancaster miteinander vereinigt, vonJnnocenz VIII. die feierliche Bestätigung seiner Rechte underhält im Jahre 1487 eine Bulle, welche das Anathem überJeden verhängt, welcher sich unterstehen würde, ihn oderseine Erben des Thrones zu berauben.
Christoph Kolumbus hat die neue Welt entdeckt und imNamen des Königs Ferdinand und der Königin Jsabella vonihr Besitz ergriffen. Diese mächtigen Monarchen beeilen sich,den Stellvertreter Christi um die Bestätigung ihrer Rechte zubitten. Als Antwort schickt ihnen der Papst nebst einer Welt-karte,^ auf der er selbst eine Demarcationslinie entworfenhat, die Bulle, deren Wortlaut hier folgt:
„In der Fülle der apostolischen Macht, der Auto-rität, die Uns Gott in der Person des heiligen Petrus undunserer Eigenschaft als Stellvertreter Jesu Christi, dessenFunctionen Wir auf Erden verrichten, verliehen hat, geben,
1) liiere Ueineeps in reg^no nostro potesists tun ut vole«. Am27. Rov. 1461.
2) Diese Karte existirt noch im Museum der Propaganda.