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Was in Frankreich geschah, fand in ganz Europa statt:Spanien ist wegen seiner tuoros berühmt. Noch bewundertman den feierlichen Ausspruch, den der Großgerichtsherr vonAragonien im Namen der Cortes an den König von Spa-nien am Tage seiner Krönung richtete: „Nos guo vale-mos tanto eomo vos, ^ yno poäomoo wss grreV 08 , V 08 tiÄ86mv8 nn68tro re^ ^ 8sssor, eoirtalgns Arlor(l6i8 nus8tro8 kuoro8: 8« no, no. (Wir,die wir so viel wie du gelten und die wir sogar mehr ver-mögen als du, wir machen dich zu unserm König und Herrn,unter der Bedingung jedoch, daß du unsere Freiheiten hütest,wenn nicht — nein.)"
Eben die Einfachheit der Gesetzgebung, ein offen-bares Zeichen der gesellschaftlichen Vollkommen-heit, wie Tacitus sagt, machte die Processe sehr selten undihre Entscheidung überaus leicht. Weil die Kenntniß desRechtes keine ausländische Wissenschaft war, so war der Standder Advokaten und Procuratoren ein unnützer; man kannte ihngar nicht. Einige schöne Seiten des Kanzlers de l'Hospital schil-dern uns die Gerechtigkeitspflege jener barbarischen Zeit,und er hat dabei, gleich uns, die Geschmacklosigkeit, dieselbezurückzuwünschen.
„Erstlich," sagt er, „müssen wir glauben, daß unsereVater in einer so großen Eintracht, Freimüthigkeit und Offen-heit lebten, daß es fast gar keineProcesse und Strei-tigkeiten zwischen ihnen gab. Der sicherste Beweis fürdiese Behauptung ist die geringe Anzahl von Richtern, welchesie hatten, um ihre Processe zu schlichten.
„Karl der Große sendete in alle Orte und Provinzenseines Reiches gewöhnlich rechtschaffene und erprobte Leute ab,um Recht zu sprechen und die Gerechtigkeit zu verwalten, dieMißbrauche, Unbilden und Beschwerden, Unterdrückungen und
d. h. bis zu der unter Karl VII. befohlenen und unter Heinrich III.vollendeten schriftlichen Zusammenstellung der Gebräuche.