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[2. Band.]
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Soderim's gegen die Medicäer, wird verhaftet und vor Ge-richt gestellt; allein er macht kein Geständniß; die Medicäerbegnadigen, beschützen und veranlassen ihn durch ihre Wohl-thaten, die Geschichte von Florenz zu schreiben.

Er macht sich aus Werk. „Allein," so sagt er selbst,„indem ich für Florenz schrieb, hatte ich die Augen aus TitusLivius geheftet." Die berühmten Tyrannenmörder des Alter-thums rauben ihm seinen Schlaf. Er läßt sich in eine neueVerschwörung ein, deren Zweck die Ermordung des CardinalsJulius von Medici war, desselben, der später unter dem NamenClemens VII. auf den päpstlichen Stuhl erhoben wurde. VonNeuem verhaftet, konnte man ihm nur die beständigenLobpreisungen, die er Brutus und Cassius spen-dete, vorhalten. War dies auch nicht hinreichend, um ihnzum Tode zu verurtheilen, so war es doch mehr als das, umihm seine Jahrgelder zu entziehen. Dieser neue Unfall stürzteihn ins Elend. Er ertrug es mehrere Jahre lang und starbim Jahre 1527 in Folge eines zur Unzeit genommenen Heil-mittels. Nach dem Berichte des Spizelius war sein Tod dereines ächten Heiden oder, wenn man will, der eines Frei-denkers, wie die Renaissance deren so viele hervorgebracht hat.Wie die Erziehung, so das Leben, und wie das Leben, soder Tod. Die Bewunderung für die großen Männer desAlterthums, die er in den Vorlesungen seiner ersten Lehrergeschöpft hat, bewährt Macchiavel bis zu seiner letzten Stunde.Von Gewissensbissen gefoltert, ruft er aus: „Alles betrachtet,will ich lieber mit den Lichtern der Welt, Aristoteles, Plato,Alexander und den andern großen Männern des Alterthumsin der Hölle sein, als mit den Heiligen, von denen die Mehr-zahl verächtliche Geschöpfe waren, im Himmel." *)

1) Llalo in illternum äeseenäers eum iltis et illustribns viris,HULM oum rnürnis isti8 et vilis eonäitionis doininibus In eoeloclevere. Lxirel., Lerutin. süreisrn. x. 132. Vgl. Artaud deMontor, Macchiavel, sein Geist rc. 2 Bde in 8.; und die Encyclop.Art. Macchiavel rc.

Taume, Revolution. Vl.

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