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urtheilten, finden wir in der Thatsache, daß er bei So-derini und den Republikanern von Florenz inhoher Achtung stand.... Macchiavel war Christ, alleinChrist nur in der Weise, wie es alle Vernünftigen')der damaligen Zeit zu sein pflegten, d. h. er theiltedie Ansichten jener Secte, die sich mit Ausnahme Frankreichsüberall rasch und im Verhältnisse zu dem Fortschreitender Philosophie und der Künste 2) verbreitet hatte, jenerSecte, welcher Lelio Socin in Italien bald nachher seinenNamen gab. Auch verfehlten die Inquisitoren nicht, in ihremIndex der verbotenen Bücher den Mann, welcher ein eben-so großer Feind des Aberglaubens als der Tyran-nei war, mit den Worten zu charakterisiren: NicolausMacchiavell, Florentiner, Atheist, obgleich er einChrist hat scheinen wollen. Dieser Vorwurf wirdverhalle», der Name des weisen, des tugendhaften Macchiavelwird in die Jahrbücher der Vertheidiger der Vernunft undder Freiheit eingetragen werden."
Von Macchiavel redend, sagen die andern Revolutions-männer: „Unser Aller Meister °)," und Camille Desmou-lins ruft ihn nebst Brutus als den letzten Beweisgrund derWahrheit an. „Gestützt auf die Beispiele der Geschichte,"sagt er, „und aus Autoritäten wie Thrasybulus, Brutus undMacchiavel, habe ich schriftlich meine Ansichten über den bestenModus des Revolutionirens ausgesprochen... Bin ichein Heimtücker gewesen, so war ich es nicht nur mit Tacitusund Macchiavel, sondern auch mit Loustalot und Marat, mitThrasybulus und Brutus."
1) Die Schriftgelehrten.
2) Welcher Philosophie und welcher Künste?
3) Nioolaus lVlaeetuavellus, k7orentinu8, stkeus, ^unmvis visussit voluisss viäers ovristisnus.
4) Morning-Chronicle vom 12. Oktober 1792.
5) Im alten Kapuziner rc. — 6) Ebendas. Nr. 5. S. 125.