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Die mit ihren Ahnen besser als sonst Jemand bekannte Re-volution läßt keine Gelegenheit, die Werke Macchiavel's zuverbreiten, unbenutzt verstreichen. Sie ermuthigt Jene, welchedieselben übersetzen, und die Doktrinäre von 1792 verfehlennicht, dem Meister und seinen Schriften Lob zu spenden.„Macchiavel, dessen Name sicherlich kein Schimpf sein darf,Macchiavel, der weit besser ist als sein Ruf, hatReden über die erste Dekade des Titus Livius geschrieben." 0Aus Befürchtung, man möge nicht Zeit und Sorgfalt genugauf das Studium der trefflichen heidnischen Schriftsteller ver-wenden, welche Macchiavel, Buchanan, Hobbes, Gravina,Montesquieu, Febronius, Rousseau und der Revolution zuLehrern gedient, heißt es in der Dekade: „Wir wollenhoffen, daß man in unserer Erziehung die Sprache so vielergroßen Männer, der Cicero, der Brutus rc., welche geschaffensind, um die Liebe zum Vaterlande, zur Freiheit und zu allenTugenden einzuflößen, nicht unbeachtet lasse/")
Zu den Zeugnissen treten auch Thatsachen, durch die wirden Einfluß Macchiavel's kennen lernen. Die erste Thatsacheist die Zahl der Ausgaben dieses Schriftstellers von der Re-naissance bis auf die Gegenwart. Wir dürfen behaupten, daßkein aus der Feder eines Renaissant hervorgegangenes bedeu-tendes Werk so oft abgedruckt wurde als die Staatswissen-schaft Macchiavel's. Obgleich unvollständig, beweist doch fol-gende Aufzählung der in den verschiedenen Ländern Europa'sveranstalteten Ausgaben das ungemeiue Ansehen, welches derflorentinische Publicist genoß, und folglich den socialen Ein-fluß, den er seit vier Jahrhunderten ausübt.
Die ersten Uebersetzungen Macchiavel's erschienen auf Be-treiben hochstehender Personen und mit der offenkundigen Ge-nehmigung mehrerer Dichter der Zeit in Frankreich. SeineWerke wurden als Schätze der Weisheit angepriesen.^)
1) Philosophische Dekade B. III- S. 96. — 2) Ebendas. S. 104.3) Uebersetznng des Principe von Capel, 1553.