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Heerführern, den Bewohnern der Städte, Gesetzgebern undandern Bürgern und Freunden ihres Vaterlandes vollzogenenerhabensten und tugendhaftesten Handlungen eher bewundertals nachgeahmt — was sage ich? von Jedermann dergestaltverachtet werden, daß von jener antiken Tugend keineSpur mehr übrig bleibt, so kann ich nicht umhin, in Erstau-nen zu gerathen und zu seufzen.
„Dazu bin ich um so mehr berechtigt, da man sich beimehreren Gegenständen, wie z. B. in der Arzneikunde und beiden bürgerlichen Gesetzen auf das Alterthum beruft; wenn essich dagegen darum handelt, die Republiken zu constituiren,die Staaten zu erhalten, die Reiche zu regieren, die Heere zuerrichten, das Kriegswesen zu verwalten, Gericht über die Unter-thanen zu halten, die Staaten zu vergrößern: so findet manweder einen Fürsten, noch eine Republik, noch einen Heer-führer, noch einen Bürger, der zu den Beispielen der Altenseine Zuflucht nimmt.
„Dies rührt nach meiner Ueberzeugung nicht sowohl vonder Schwachheit her, in welche unsere gegenwärtigeErziehung die Welt versetzt oder von dem Uebel,welches eine als das höchste Glück betrachtete Ruhe in vielenchristlichen Ländern und Städten angerichtet hat, als vielmehrvon dem Mangel einer eigentlichen Geschichtskenntniß, dieuns abhält, aus dem, was wir lesen, den innersten Sinnund den Saft, welchen es enthält, zu ziehen. Daher kommtes, daß eine ungeheuere Anzahl von Lesern mit vielem Ver-gnügen die große Mannigfaltigkeit von Thatsachen, aus denensie besteht, durchgehen, ohne Verhaltungsregeln darin zu suchen,indem ste die Nachahmung des Alterthums nicht nur für schwer,sondern sogar für unmöglich halten. Als ob der Himmel, dieSonne, die Elemente, die Menschen ihre Bewegung, Beziehun-gen und Macht verändert hätten und heute nicht mehr die-selben wären wie ehemals.
„Ich habe sie aus diesem Irrthum ziehen wol-len. Deßwegen habe ich es für nothwendig gehalten, mittelst