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[2. Band.]
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die Erfüllung der Bedingniffe blieb, bewahrt sich das Recht,ihn zu widerrufen oder ihn zu ändern. Der König ist nurihr Beauftragter; er besitzt nicht das Recht, Gesetze zu geben,sondern er hat die Verpflichtung, jene anzunehmen, welche dieGemeine für gut befindet, ihm aufzuerlegen. Der König,welcher den Vertrag bricht, ist ein Tyrann. „All das," sagtBuchanan, „wird uns gelehrt von den alten Autoren und insBesondere von Homer." *)

Hier kehrt die Frage vom Tyrannenmord wieder. Diechristliche Politik gab, indem sie einen obersten Richter überdie Zerwürfnisse zwischen den Königen und den Völkern ein-setzte, die einzige Gottes und des Menschen würdige Lösungdieses schrecklichen Problems. Wie alle cäsarischen Juristen,will Buchanan weder christliche Politik, noch sociale Supre-matie des päpstlichen Stuhles; und die Macht der Dingeführt ihn stracks zur Lehre von der Suprematie des Volkes,der Moral der Revolution und der Theologie des Dolches.Er spricht sie mit einer Kühnheit aus, welche Macchiavel selbstnie sich zu erlauben wagte. Es ist überflüssig, zu sagen, daßer sich dabei auf die großen Beispiele des klassischen Alter-thums stützt.

„Ich will," sagt er, „daß die Masse der Erklärer derGesetze und der Rath der Fürsten sei. In der That gibt esbei der Masse mehr Aufklärung und Weisheit, als bei einemeinzelnen Manne, hätte er auch an Klugheit und Genie nichtseines Gleichen. Die Masse urtheilt über Alles besser, alsjedes ihrer Glieder im Besonderen. Jedes Individuum

1) Metellanus. Ich glaube das in der That, da es sowohl derOrdnung der Natur entspricht, als auch beinahe von allen Geschicht-schreibern aller Völker bestätigt wird (Und die heilige Schrift unddie Kirchenvater!); auch Homer entwirft uns ein Bild dieses wildenund rohen Lebens zu den Trojanischen Zeiten auf Sicilien. —Thl. H. S. 14.