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[2. Band.]
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sich zu bessern, wird er in Freiheit gesetzt; er benutzt dieselbe,um nach Paris zurückzukehren, wo er bei dem Marschaü deBrifac das Amt eines Erziehers seines Sohnes annimmt.Fünf Jahre später kehrt er nach Schottland zurück, wird mitder Erziehung Jakob's VI. betraut und tritt öffentlich zumProtestantismus über.

Ein würdiger Sohn der Renaissance, lebt und stirbt Bucha-nan als Freidenker. Ein alter Autor erzählt, daß, als dieMinister sich bei seinem Sterbebett einfanden und ihn ermähn-ten, Gott seine Seele in einem Gebete zu empfehlen, er ihnenantwortete: „Ich habe nie ein anderes gewußt als dieses:

Cynthia's schelmisches Aug' hat zuerst mich Armen gefesselt,

Der ich von Neigungen frei früher bewahret mein Herz." ')

Kaum hatte er zehn oder zwölf Verse dieser ausschwei-fenden Elegie von Properz hergesagt, als er starbt) Sowahr ist das Sprüchwort: Wie erzogen, so gelebt, und wiegelebt, so gestorben.

Sein großes politisches Werk ist betitelt: vs guro roZuispuck 8eotos und erschien 1579. b) Das Buch ist, dem altenGeschmack zufolge, in Gesprächform geschrieben: Buchanan undMetellanus sind die Sprechenden. Die ersten der Ausein-andersetzung der Principien gewidmeten Kapitel lassen sich inFolgendem zusammenfassen: Das menschliche Geschlecht hatmit dem Naturzustände begonnen. Die in den Wäldern zer-streuten und in Hütten wohnenden Menschen fühlten das Be-dürfniß, sich zu einer Gesellschaft zu vereinen. Sie wähltenden Geschicktesten zu ihrem Oberhaupt. Mit diesem schloffensie einen Vertrag ab. Die Gemeine, welche Richterin über

2) voelr. cuo. vom ?. Garrsse, S. 50.

3) Man besitzt es nachgedruckt in den Ausgaben von Genf, 1583, undvon Leyden, 1643.