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„Herr Manin wird uns vielleicht erwidern, daß er nicht alleItaliener angeklagt habe, sondern nur eine kleine Anzahl,welche er für die feilen Anhänger der austroclericalen Parteihält. Allein dem ist nicht so. Wir im Gegentheil, wirsagen ihm, daß es unter Jenen, welche sich in Italiendes Messers bedient haben, Männer gibt, welche dieFreiheit aufrichtig lieben, deren Leben rein und deren Sit-ten ehrenwerth sind. Sie haben geglaubt, daß man,wenn man kein Schießgewehr besitzt, sich nicht erheben undmit dem Gewehr schlagen könne, und daß es, um solchevon den österreichischen Schildwachen zu erhalten, nicht genüge,sie zierlich und galant darum zu bitten, wie man seine Ge-liebte um eine Blume bittet; sie haben geglaubt, daß es keinMeuchelmord sei, mit dem Dolche Verbrechen zu bestrafen,welche die Gewalt der heiligen Gerechtigkeit der Gesetze ent-riß; sie waren der Ansicht, daß, wenn ein Mensch sich außerStand gesetzt hat, anders als durch einen Mord bestraft zuwerden, der Bürger der Vollstrecker der öffentlichen Ge-rechtigkeit wird, und daß das Verbrechen alsdann einAct des Heroismus ist.
„Ob mit Recht oder Unrecht — sie dachten wie Mon-tesqieu; wenn sie sich getäuscht haben, wenn sie sich durcheine falsche Vaterlandsliebe haben hinreißen lassen, welche in-deß jene des Brutus, Chereas, Aristogiton und Ti-moleon war, so haben sie geglaubt, daß, was bei dengrößten Völkern der Erde als Heroismus galt, beiuns keine Schande sein konnte."
Die übrigen socialistischen Journale von Piemont bildendas Echo der „Gazette des Alpes". Der „Vesillo" von Vercelliführt folgende Sprache: „Wenn eine unterdrückte und zusam-mengedrückte Nation, der Widerstandsmittel beraubt, verlassen(oder Schlechteres noch) von den Mächtigen, welche die Mis-sion haben oder zu haben vorgeben, sie mit den Waffen wiederzu erkaufen, und nicht die Kraft besitzen, das Recht anzu-erkennen, um sich zu vertheidigen, eine vernichtende Hand über