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Denkungsweise von seinem Landsmanne Pomponius, der sichdurch das Studium der heidnischen Autoren in dem Maßefanatisirt hatte, daß er die heidnische Religion der christlichenvorzog, und der, nachdem er dem Romulus einen Altar er-richtet hatte, auf dem Punkte stand, ihm Opfer zu schlachten,da das Christenthum, wie er sagte, nur für Barbaren gutsei." -)
Voller Enthusiasmus für die alte Literatur und Politikbegab sich Gravina, fünfundzwanzig Jahre alt, nach Rom; erbrachte den Rest seines Lebens nicht in der Stadt der Päpste,sondern in der Stadt der Cäsaren zu. Als Professor desRechts an der Sapienza entwickelt er vor der Jugend dieTheorien, welche wir bald analyflren werden, indem er sie inantiken Tragödien darstellt wie: Palamedes, Andro«meda, Appius Claudius, Papinianus und ServiusTullius.
Gravina wollte, da er diese Tragödien verfaßte, ohneZweifel die Regeln in Anwendung bringen, die er selbst auf-gestellt hatte; denn er ist der Verfasser einer ^rs xoetics.Die Ragione poetica ist ein vollkommen heidnisches Werk,in welchem Gravina sich bemüht, darzuthun, daß die platonischeLiebe keine Chimäre sei. „Sie ist," sagt das Journal lit-teraire, „von der raffinirtesten Metaphysik und nur für sehrwenig Leute zu gebrauchen!"
Um sich selbst zu überbieten und dem antiken Geschmack,
lichen Rechts, Kap. XV. Wir werden eine Analyse dieserSchrift Gravina's gleich nnten geben.
1) I'enebat -koe sentienäi eaeoetlre8 komponium oliiu I,aetuiu,ip8urngus ut äiximus Ooirseniinum, aäsoqus eiveiu Krsvinas,gui leoUoni seriptorum paASiroruru aäso assusverai, ut, Ultraxroxre88U8, etiam sacra paKsua saeris el>r>8tiauis xraeierrst, stguuiu Romulo aram conäiäisset, paruiu adsrat, guin LoinuloIiostiag iunnolaret, ciiri8tiauam eerts reiigionem 8oli8 varvarisreliguenäam oxinaretur. — Vit. S. XIX.