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Ermuthigt durch diesen neuen Beweis der Schwäche, läßt derneue Cäsar, um die Bullen, welche der Papst den ernanntenBischöfen verweigert, entbehrlich zu machen, diese, mit Außer-achtlassung der Concilien, von den betreffenden Capiteln zugeistlichen Administratoren ernennen; dann verbietet er denBischöfen, Etwas ohne die Erlaubniß seines Kanzlers druckenzu lassen, die Autorität des tridentinischen Concils zu ihrenGunsten anzuführen und die geringste Bewegung zu machen,ohne von Seiten des Königs dazu ermächtigt zu sein.
Fleury lamentirt und sagt: „Man nimmt den Bischöfendie Kenntniß Dessen, woran ihnen zumeist gelegen ist, dieWahl würdiger Diener zum Dienste der Kirche unter ihnenund die treue Verwaltung ihres Einkommens.... Wenn einFremder eine Abhandlung über die Knechtschaft der gallicani-schen Kirche schreiben wollte, so würde es ihm nicht an Ma-terial fehlen ... und er würde sich über unsere Palast-Autorensehr lustig machen, welche bei allem dem stets das WortFreiheit erschallen lassen und selbst bei dieser Knechtschaftderen Existenz behaupten."
Und Boffuet, so hochmüthig dem Papste gegenüber, wirftsich der Frau de Maintenon zu Füßen und schreibt seufzendan den Cardinal de Noailles: „Es ist Zeit, daß Ew. Eminenzalle Kräfte aufbietet zur Vertheidigung der Religion und desEpiscopats..Als nnan dem Kanzler sagte, daß es dochsonderbar sei, den Bischöfen es zur Pflicht zu machen, nurvermittelst der Priester zu lehren, und sich einem Examen imGlauben zu unterziehen, antwortete er, daß man aufmerksamsein müsse auf Das, was sie gegen den Staatschreiben könnten. Allein die Bischöfe sind bekannte undso zu sagen wohl ansässige Männer; und es liegt ein eigen-thümlicher Druck darin, daß man ihnen die Hände bindet inSachen des Glaubens, der doch das Wesentliche ihres Amtesund das Fundament der Kirche bildet.... Ich flehe die
1) dlouv. oxuse. S. 171, 173, 182.