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Jahre sah. Diese Thatsache frappirte schon selbst Bossuet.„Man zeigt es uns klarer, als der Tag ist, daß, wenn maneinen Vergleich anstellte zwischen der Unterordnung der welt-lichen Macht der Souveräne unter die Päpste und jener unterdas Volk, diese letztere Partei, welche durch die blinde Wuth,oder die Laune, oder die Unwissenbeit, oder die Uebereilungzumeist beherrscht wird, ohne Zweifel am Meisten zu fürchtenwäre. Die Erfahrung hat die Wahrheit dieser Anficht be-stätigt, und unser Zeitalter allein hat bei Jenen, welche dieSouveräne den grausamen Einfällen der Masse überantworteten,mehr und tragischere Beispiele des Angriffes auf die Personund die Macht der Könige gezeigt, als man deren währendsechs oder sieben Jahrhunderten bei den Völkern findet, welchein diesem Punkte die Macht Roms anerkannten." ')
Die letzte Folge des Eäsarismus besteht in den Aus-schweifungen und Mißbräuchen in der religiösenund socialen Ordnung, welche sich seit dem sechzehntenJahrhundert und besonders unter der Regierung Ludwig'sXIV.entwickeln und zu der schrecklichen Rückwirkung hinführen,welche die französische Revolution genannt wird. Fenoloncharakterisier dieselben mit folgenden Worten: „GallicanischeFreiheiten: der König ist in der Praxis in Frankreich mehrOberhaupt der Kirche als der Papst: Freiheiten dem Papstegegenüber, Knechtschaft unter dem Könige. Die Autorität desKönigs über die Kirche Richtern aus dem Laienstande anbeim-gegeben: die Laien regieren die Bischöfe. — Enorme Miß-bräuche die Appellation gegen Amtsmißbrauch und die königlichenGerichtssälle. — Mißbrauch, die Provincialconcilien nicht zudulden. — Mißbrauch, die Bischöfe nicht Alles mit ihremOberhaupte verabreden zu lassen. — Mißbrauch, zu wollen,daß Laien in Dingen des Glaubens Bullen verlangen undbeurtheilen. — Mißbrauch der Versammlungen des Klerus,
1) Vertheidigung der Geschichte der Variat. N. 35.
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