Glücklich entging die Stadt gegen das Ende des XlV. Jahr-hunderts mehrern Versuchen Oesterreichs , die Leitung der öffent-lichen Angelegenheiten in seine Hand zu bekommen, worin esselbst von Magistraten unterstützt wurde. Zürich erwarb sichnun durch Ankauf die Herrschaft über die Umgegend, und durchschnelle Benutzung der Umstände nach der Achtserklärung HerzogFriedrich's von Oesterreich (1415) die Landeshoheit über das freieAmt jenseits des Albis, so wie von Kaiser Sigmund 1424 die großeGrafschaft Kyburg, wodurch es seine Botmäßigkeit bis an denRhein ausdehnte. 2m Zahr 1423 trat Zürich mit Bern in einenewigen Bund. Zu dieser Zeit suchte der Bürgermeister StüßiVergrößerung seines Eantons, und begann deshalb im Zahr 1431Unterhandlungen mit dem Grafen Friedrich von Toggenburg, dknender Landammann Ztal Reding von Schwyz entgegenwirkte. Nachdem Tode des Grafen im Zahr 1435 brach über die Erwerbungeines Theils seiner Herrschaften zwischen Zürich und Schwyz offe-ner Krieg aus, und ungeachtet im Zahr 1439 die Pest den viertenTheil der Einwohner Zürich's wegraffte, minderte sich die Wuthder Leidenschaft nicht. Das Land wurde von den verbündeten Eid-genossen verwüstet, und als vollends Zürich im Zahr 1442 mitFriedrich von Oesterreich in ein Bündnis trat und österreichischeHauptleute zu Führern nahm, so erreichte die Erbitterung derEidgenossen den höchsten Grad. Schwyz erklärte 1443 den Kriegan Zürich und Oesterreich, verheerte daö Land und brachte Zürich durch die Niederlage bei St. Zakob an der Sihl und eine (MägigeBelagerung beinahe zum Falle. 2n diesem Kriege zeichneten sichdie sogenannten Böcke von Zürich durch ihre kühnen Unterneh-mungen und durch Tapferkeit aus, und Stüßi fand hier seinenTod. Erst im Zahr 1450 wurde der Friede wieder hergestellt undder Bund mit Oesterreich vernichtet, aber nur langsam heiltendie tief geschlagenen Wunden. Durch einen Kauf, wozu das ganzeLand willig beitrug, mit Ausnahme der Herrschaft Wädenschweil,welche nur durch schiedsrichterlichen Spruch dazu gebracht werdenkonnte, erwarb sich Zürich das bis dahin immer noch österreichischgesinnte Winterthur . — Auf der großen und glänzenden Tag-satzung zu Zürich im Zahr 1474 wurde der burgundischc Kriegbeschlossen, indem die Eidgenossen mit Oesterreich einen ewigenFrieden machten. Nunmehr glänzte (1433) Zohannes Waldmannals tapferer und geschickter Anführer, als beredter und gewandter
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Buch
Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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4
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