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Nach der Ansicht des, die Stadtverhältnisse genau kennendenehemaligen Stadtpräsidenten, Hrn. Rittmeister Bürkli soll sich beirichtiger Rechnungsstellung für 1839 bloß ein Deficit von 1570 fl.ergeben.
III. Zürich s geographische und topographische Lage
und Klima.
Nach sorgfältigen astronomischen Bestimmungen der HerrenHofrath Hörner, Oberst Pestalozzi und Ingenieur Eschmann liegtZürich cdie ehemalige Sternwarte beim Blindeninstitut) unter47° 22' 30" nördlicher Breite und 6° 11' 15" östlicher Länge vomPariser Meridian.
Am nördlichen Ausfluß des Zürichsee's, auf beiden Usern derLimmat in dem lieblichen Thäte zwischen dem Zürich - und Hütli-berge, in einem durch Kunst lind unermüdlichen Fleiß auf's Vor-trefflichste angebauten Gelände gelegen, gleichen seine Umgebungeneinem großen, weit ausgedehnten Parke. Die ferne Kette derAlpen, nähere Berge von rauherem, andere von sanfterem Cha-rakter, liebliche Hügel, eine schöne Ebene, ein klarer Strom, diefreundlichen Ufer des Sce's und das waldige, wild romantischeThal der Sihl bieten einen unerschöpflichen Wechsel der angenehm-sten Ansichten und Spaziergänge.
Nach einer mehrjährigen Reihe täglicher Barometerbcobach-tungcn und Vergleichung mit gleichzeitig angestellten zu Genf , IenaUnd Paris liegt der Nullpunkt des Pegels im See beim Stadt-haus 1242,7, nach Eschmann 1250,3 Pariser Fuß über demmittelländischen Meer.
Der mittlere Barometerstand ist im Durchschnitt auS 13jäh-rigen täglichen Beobachtungen 26,8147 Pariser Zoll auf -h 10°Reaumur reducirt; aus 3288 von Hrn. Hofrath Hörner ange-stellten Mittagsbeobachtungen (von 1812—1820) ist dieser mittlereBarometerstand 26,816 Par. Zoll.
Aus eben so vielen Beobachtungen ergibt sich die mittlereTemperatur zu 8°,71 Reaumur.
Maximuni der Barometerhöhe 27,395 (am 31. Ian. 1810).
Minimum 25,858 (am 3. März 1814).
Maximum des Thermometerstands P 27°,5 (am 13. Illli 1807und 6 — 8. Juli 1819).