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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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28
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Minimum des Thermometer-stands 17°,0 Reaumur (am22. Februar 1810"».

Wegen der feuchten Lust, den häufigen Nebeln, den scharfenund kalten Nordwinden und den oft bald darauf folgenden war-men, erschlaffenden Südwinden, folglich auch häufigem, plötzlichemund bedeutendem Temperatur-wechsel ist das Klima von Zürich ,wenn auch nicht ungesund, doch zarten Constitutionen nicht sehrzuträglich zu nennen.

IV. Umfang und Größe Zürich s in verschiedenenPerioden. Einwohnerzahl.

Die älteste feste Begrenzung der Stadt Zürich oder des lla-slrum 'plniriaiinin» mag ungefähr folgende gewesen sein : Am rech-ten Ufer der Limmat von dem Hause (ehemals Tlmrin) Nr. 235oberhalb der fetzigen Zunft zur Zimmer-leuten, welches damalsvielleicht dicht am Wasser gestanden haben mag (da der Quai undfrüher schon die alte Wübre als künstliche Einbauten in den Flußerst später entstanden), von da an die Römer-gasse (damals Kilch-gasse genannt) aufwärts bis zum Haus zur alten Winde (Nr. 221),längs der Münster -gasse bis zum Großen Erker (damals Mancssen-,später Schwcndenthurm), von da die Napfgasse hinauf bis zumBrunnenthurm (Escherthurm), die Steingasse abwärts bis zumGrimmenthurm und zum Thurme neben der Schuhmachern (Bil-gerithurm) am Wolfbache, diesem entlang bis zur großen Brunn-gasse , von da durch dieselbe bis zum Wellenbergthurm (Biber-und später Göldlinthurm) und hierauf die Rosengasse (früherdie weite Spitalgasse) abwärts bis zum Glentnerthurm an derLimmat . Auf der linken Seite des Flusses mochte der weit klei-nere Theil zwischen dem Schwert (Mültnerthurm), einem Theilder Strehlgasse über die Pctershofstatt bis zur Schlüsselgaffe(früher St. Petersgasse) und voll da in gerader Richtung bisan die Limmat enthalten gewesen sein. Thore waren zwi-schen dem Grimmenthurm, dem Dilgerithurm im Rindermarkt,beim Wellenberg oder Göldlithurm, beim Haus zum Thor in derStorchengasse und wahrscheinlich noch einige andere kleinere. Diealten Bezeichnungen Oberdorf und Niederdorf" geben ausdrücklich an, daß diese fetzigen Stadttheilc sich außerhalb der eigentlichen