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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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VII. Wissenschaftliche Vereine, Sammlungen undHülfsmittel zum Studium.

Die naturforschende Gesellschaft (gestiftet im 2.4745durch den berühmten Naturforscher 2oh. Geßner und BürgermeisterHeidegger) halt ihre Sitzungen auf der Meisen, in der Regel monat-lichem Winter auch häufiger. 2hr Zweck ist gegenseitige Mittheilung,Beförderung und Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisseund Erfahrungen. Derselben verdankt man eine Menge vonPreiSaufgabcn und Abhandlungen über landwirthschaftliche undandere Gegenstände, und die sogenannten Bauerngespräche, wesent-liche Mitwirkung zur Verbreitung der Blitzableiter und Belehrun-gen des Volkes über dieselben, viele Vorarbeiten zur Erleichterungder Einführung gemeinsamer Maße und Gewichte in der Schweiz ,kräftige Unterstützung deü Unternehmens am Lungernsee u. v. a.;außerdem die Anlegung vieler kostbarer Sammlungen, von denennunmehr die meisten an den Staat übergegangen sind. So hat siedaS, früher von ihr gesammelte und in neuern Zeiten mit bedeu-tendem Aufwande beträchtlich vermehrte, Naturalien-Cabinet im2ahre 4.837 der Regierung überlassen (s. zoologisches Museum).Der von ihr besorgte botanische Garten wurde durch den neuen,vorzüglich zum Behuf der Hoch- und EantonSschule angelegten,überflüssig, weshalb sie im Jahre 1835 daS Inventar desselben eben-falls an die Regierung käuflich abtrat, zumal daS bisher benutzteVocal StaatS- Domäne war. Die dürftige 2nstrumentensammlungwurde gröfitentbeilS an die EantonSschule verkauft. Alle diese Ver-äußerungen geschahen theils darum, weil die FondS der Gesellschaftnicht hinreichten, gleichzeitig alle diese kostspieligen Sammlungen,den fortschreitenden Forderungen der Wissenschaft gemäß, zu äuf-nen, theils weil sie die nöthigen Räume zur Aufstellung und Er-weiterung nicht besaß. Sie vereinigt nunmehr alle ihre ökonomi-schen Kräfte zur Vermehrung und Vervollständigung ihrer kost-baren Bibliothek, welche bereits über 8000 Bände zählt, wor-unter sich die bedeutendsten Werke über alle Zweige der Natur-wissenschaften befinden. Die schönsten Zierden derselben sind: daSgroße Humbold'sche Werk (dessen Kosten allein sich auf «<000 fl.belaufen), die schönen Pflanzen-Abbildungen von Redoutö, dieRcisewerke von Roß, Parry, Franklin, Beechey, Freycinet, Du-mont d'Urville, Duperrcy, Laplace rc. rc. in Originalausgaben,

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