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die (fast vollständige) kostbare Sammlung der I'lülo8«>>>>iie:ck '1'ra»8-»<a!oii8, die Abhandlungen der Französischen, der Petersburger,der Berliner Akademie u. s. f. Jährlich erscheint von ihr einNeujahrsstück naturwissenschaftlichen Inhalts für die Jugend,und ein Bericht ihrer Verhandlungen für die Mitglieder, so wieauch die Resultate sorgfältig angestellter meteorologischer Beobach-tungen. — Präsident: U>. und Professor R. Schinz; Bibliothekar:2. Hörner. — Jahresbeitrag der Mitglieder: 8 fl.
Die Dibliotheksgesellschaft, aus sämmtlichen, die Ein-standsgebühr von 1(> und einen Jahresbeitrag von 4 Fr. entwichtenden, maiorennen Stadtbürgern bestehend. Sie hält jährlichwenigstens Eine Versammlung, und beschenkt die Jugend amBerchtoldstag mit einem Neuiahrsstück, meist geschichtlichen oderbiographischen Inhalts. Die Mitglieder derselben haben jederzeitcSamStags ausgenommen) freien Zutritt zu der Bibliothek;andern Stadtbürgern steht die Benutzung gegen einen jährlichenBeitrag von 1 Fr., Nicht-Stadtbürgern gegen 12 Fr. und schrift-liche Personal-Bürgschaft eines habhaften Stadtbürgcrs offen.Der vorübergehende Zutritt ist gegen ei» kleines Geschenk an denAbwart (im Buchbinder-Laden auf dem Helmhans) jederzeit leichterhältlich. Ein aus der Mitte der Gesellschaft erwählter Ausschuß(der Bibliothek-Convent) besorgt die Unterhaltung und Aeufnungder Stadtbibliothek auf der Wasscrkirche, einer der schönstenZierden unserer Stadt. Sie wurde am 7. Februar 1029 durchDalthasar und Hs. Felix Keller, Hs. Müller und Ioh. HeinrichUlrich gegründet. Gegenwärtig enthält sie gegen 50,000 Bände.Ihre wichtigsten Zweige sind classische Literatur und Geschichte;bemerkcnswerth sind die (jedoch nicht mehr besonders aufgestellten)Literatur-Erzeugnisse von Zürcher » (über 2500 Bände); eine ausVodmer's Nachlaß herrührende Sammlung der wichtigsten bisdamals erschienenen Schriften über Deutsche Sprache und Literatur,ferner: An Manuscriptcn, eine der besten Handschriften des Quin-tilian, eine uralte Handschrift der Psalmen auf violettem Perga-ment (bis dahin unter dem Namen Uoüvx vaiwnmis bekannt), dasOriginal - Manuskript der Chronik des Ioh. Vitoduran, derDultingerischen und der Edlebachischen Chronik; drei (auch derzierlichen Handschrift wegen sehenswerthe) lateinische Briefe derunglücklichen Johanna Gray an Bullinger, eine nicht unbedcutende Sammlung von Originalbriefen Zürchcrscher Gelehrten und