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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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Das Mineraliencabinet des Hrn. »r. Lavater (Nr. 36!» großeStadt, hinter Zäunen). Sehr reich an Versteinerungen des Jura,Fischabdrücken aus dem Plattenberg (Eanton Glarus), Versteine-rungen von Oehningen und schönen Quarzkristallen.

Das Mineraliencabinet des Hrn. Regiernngsrath Hirzel-E scher (gegeinvärtig bei Hrn. Dir. Römer vor dem Renmvegthor).Es enthalt unter andern ausgezeichnet große und schön kristallisirteApatite vom St. Gotthard, vorzüglich schöne Kristalle von Roth-knpfererz n. s. f.

Ein sehr schönes oryktognostisches Cabinet, vorzüglich vonSchweizer -Mineralien, in ausgezeichneten und seltenen Exempla-ren, bei Hrn. Fr. Dav. Wiser (Münsterhof Nr. 113, kl. Stadt).

DaS schöne Mineraliencabinet des Hrn. Direetor Römer(bei der Trülle, Nr. 376, kl. Stadt).

Einzelne ausgezeichnet schöne Mineralien finden sich bei Hrn.C. Stecker in Stadelhofen: Mesotype (aus der Auvergne), Datolithe (von Andreasberg), Manganit (von Älefeld), lose Kristallevon Antimonglanz mit Endflächen, vorzüglich schöner Vleiglanz(aus Harzgerode ), ausgezeichneter Arragonit (aus Böhmen ), sehrschöner Bournonit u. s. f.; bei ebendemselben findet man auch einesehr reichhaltige mineralogische Bibliothek und eine geognostischeKartensammlung.

Der botanische Garten auf und bei der ehemaligen Bastionzur Katze, seit 1837 gröfitentheils auf Kosten der Stadt angelegt,mit einem schönen Gewächshause, Gärtnerwohnung, Hör,aale rc.

Schon im Zahr lu50 richtete der berübmtc Arzt und Natur-forscher Cour ab Geßner eine Bittschrift an den Rath »regen Errichtung eines öffentlichen Gartens (vorzüglich zu medicinischenZwecke»), es wurde ihm aber nicht entsprochen. Erst 1717 legtedie natnrforschende Gesellschaft, auf Betreibung des großen Botanikers 3oh. Geßner, einen botanischen Garten an (wo jetzt derZeller'sche Garten in der Walche sich befindet) und besoldete eineneigenen Gärtner. Dieser Garten wurde aber im Zahre 1770 auf-gegeben, und bald darauf ein neuer auf dem etwas abgelegenen Gutezum Schimmel (einer Staatsdomäne) in Wiedikon angelegt, derspäter durch die Bemühungen der Herren l>>. Römer und PflegerSchultheß in, Lindengarten zu bedeutender Ausdehnung gelangteund alle Ansprüche in vollem Maße befriedigte. Dieser liefertenun bei der Gründung der neuen Anlagen, mit circa 5000 Pflan-