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äußerst interessante und anziehende Sammlung von MartinUsteri'ö genialen Handzcichnungen bei Herrn Oberst Oeri (kl.St. Thalegg Nr. 9.) Eine schöne Sammlung von Bas- undHautreliefs von dem Zürcherschen « taubstummen > Bildhauer Mar-tin v. Muralt bei Hvn. Oberst Usteri-Wegmann (im Neuen-host Einzelne vortreffliche Bilder von Robert, Chaix, Huber u. A.bei Hrn. Dir. Esther (auf dem Hirsthengraben «; von Wetzet, Zieg-ler, Diday u. A. bei Hrn. Dodmer-Stocker (kl. St. Thalacker); bei denGeßnerschen Erben (auf der Schuhmachern gr. St. Nr.319.) beson-ders vom Pferdemaler Conr. Gcßncr; und außerhalb der Stadt beiHrn. .Zelter (im Balgrist) von dessen Sohn Eonrad Zelter, v. Wol-sensberger, Guter, Conr. Gcßner, Dlle. Pfenninger, sowie einigevortreffliche Gemälde älterer italienischer Meister. Einige ausgezeich-nete Glasmalereien bei Hrn. Hol, Kunsthändler (kl. St. MlinsterhosNr.ll2.) u. s. f. Einige der bcmerkenswerthesten Sammlungen sindin den letzten Jahren leider zerstreut worden. Die wichtigstenKunsthandlungen findet man im X. Abschnitte und im Ragionen-verzeichnisse aufgeführt.
Das Münzkabinet auf der Wasserkirche ist im Vll. Abschnitterwähnt. Bemerkenswerth ist ferner das Münzkabinet bei Hrn.Altrathsherr Schinz, dasjenige bei Hrn. Quartiermeister Schinz(auf dem Fröschengraben'kl. St. Nr. 422.), eS enthält Münzen ausallen europäischen Reichen; bei Herrn Hauptmann Pestaluzz (zumSteinbock gr. St. Nr. 321.) antike griechische und römische Mün-zen; bei Herrn Spitalpfleger Ziegler im Egli, Schweizcrmünzen;bei Herrn Altrathsherr Landolt (im Lindenthal gr. St. Nr. 037.)Schwcizermünzen; bei Hrn. Oberst Schulthefi (im Rechberg) neuereMünzen aus allen Reichen Europa's , das reichhaltigste Kabinet inZürich .
Die allgemeine Musikgcsellschaft bildete sich im Jahre1.312 durch die Vereinigung zweier älterer Gesellschaften. Die ersteMusikgesellschaft entstand im Jahre 1013 und erhielt im Jahre 1033von der Regierung das jetzt noch benutzte Local „zum Musiksaale"beim Kornhaus; die andere bildete sich im Jahre 107!» und erhielt imJahre 1702 von der Regierung den Musiksaal auf der deutschenSchule. Die ältere Gesellschaft hatte in der zweiten Hälfte desverflossenen Jahrhunderts angefangen, regelmäßig jeden WinterConcerte zu geben, die jüngere dagegen gewöhnlich nur einigeMale des Jahres geistliche Concerte aufgeführt. Seit der Derei-