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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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66
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von seinem mildern und freigebigern Vater, Berchtold Vl., diealS ReichSkastenvögte über Zürich herrschten, gestiftet. 3m 2. IMwurde ein neues Krankenhausdie Sammlung" in der Nähe er-baut, in welche die bis dahin in dem ehemaligen Dominikaner -Fraucnklosterdie Sammlung in Drunngassen" (Froschau) Be-herbergten untergebracht wurden. Zm Z. 1554 wurde dann daSehemalige Dominikanerklostergebäude selbst, nach Aufhebung dcSOrdenS, theils zum Aufenthalt für Pfründcr, theils zur Wohnungfür die Svitalmeister eingerichtet, und im Z. 158» der sogenanntePrestenberg auf der Stelle, wo fetzt daö Unterhaus steht, auf-geführt. 3m 3. 1596 wurde der sogenannte Mushafen, eineSuppenauStheilungSanstalt für Arme, in eines der Spitalgcbäudeverlegt (das ungefähr da steh befand, wo fetzt die EantonSapothekesteht), daS aber 1732 abbrannte und seither nicht wieder aufgebautwurde. So vermehrte sich die Zahl und der Umfang der Spital-gebäude fortwährend bis 1813 1817 , wo das vortrefflich ein-gerichtete ZrrcnhauS, nach einem von Hrn. Casp. Escher im Felsen-hof entworfenen Plane, erbaut wurde. DaS Spital zählt durch-schnittlich 533 Versorgte, nämlich: 14» Patienten (heilbare Kranket,336 HauSkinder (unheilbare Krankt, Verstümmelte, Blinde, Ver-lassene, Elende aller Art ohne Vermögen), 29 Kostgänger (ebensolche, welche eigenes Vermögen besitzen), und 28 Pfründcr (4!eutc,welche sich in einen Pfründcrplatz einkaufen, um den Rest ihrerTage in Ruhe und ohne NabrungSsorgen zuzubringen); er istnicht nur allen CantonSangehörigen, sondern auch fremden Hand-werksgesellen und armen erkrankten Reisenden geöffnet.

DaS Krankenhaus (Sammlung) enthält in 10 Stuben 116Paticntenplätze (51 weibliche und 65 männliche), in welchen dieKranken, theils nach den Geschlechtern, theils nach den Krankheiten,so viel möglich gesondert sind. Außer diesen befinden sich noch14 Zellen im 3rrenhause für Geisteskranke, und 13 Plätze fürSchwangere und Gebärende in der eigens für solche errichtetenAnstalt.

Außer diesem Spitale besteht noch eine zweite, nunmehr unterderselben Verwaltung stehende Anstalt, daS Krankenhaus ander Spannweid, mit circa 76 das ganze 3ahr hindurch Ver-sorgten, nämlich: circa 31 Pfründcr (CantonSbürger, welche theilsgratis, theils gegen Erlegung einer Summe von 4»o fl. auf-genommen wurden), 32 HauSkinder (unheilbare syphilitische und