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15 heilbare syphilitische Patienten). Außerdem werden im Sommerin dem damit verbundenen Röslibad circa 400 sogenannte Bader wahrend ungefähr 10 Wochen verpflegt.
Das schöne Vermögen des Spitals (circa U/? Millionen Gulden,mit Inbegriff der Fonds des Krankenhauses an der Spannweid)wurde zum Theil gebildet aus den Gütern und Gefallen der ehe-maligen Schloßkapelle auf dem Lindenhof, nach dem Tode desletzten Zähringers (1218), hierauf durch Vergabungen (von denendie der Rnnmühle, durch Rudolf Gebi und seine Gattin Bcrtha1253 die erste war), dann durch Ankauf des Kirchenjahres zumSt. Peter im Z. 1361 (von den Erben des Bürgermeister Brun).Die Fonds der wohl erst im XV. Jahrhundert gestifteten Spann-weid wurden vorzüglich durch das Legat des Chorherr StephanMeyer (1406), durch die Gefalle des 1526 aufgehobenen Nonnen-klosters (vom St. Lazarus-Orden ) im Gfenn und durch andereVergabungen vermehrt. — Der Gesammtbetrag der von Stadt-bürgern dem Spital gemachten Legate belauft sich während derPeriode von 1680—1810 auf 385,750 Frkn., derjenige von Land-bürgern in demselben Zeitraum auf 3044 Frkn.
Die gegenwärtige Organisation der gestimmten Krankenanstaltenist ungefähr folgende: die Hauptdirection liegt in den Händen derSpitalpflegc. Präsident: Hr. Staatsrath Hegetschweilcr, Kell. II,-.Sie theilt sich in ein äußeres und inneres Departement.
Die Besorgung des Haushaltes liegt dem Spitalverwalter(gegenwärtig Hr. Fäsi-Keßner) ob.
Die ärztliche Verpflegung wird von 3 Dircctoren mit ihren5 Assistenten besorgt; Director für die innerlichen Krankheiten:Dr. Luc. Schönlein, Prof. (Hauptdirector der gestimmten Anstalt);für die chirurgische Klinik: Dr. Locher-Zwingst, Pros.; für diegeburtshülfliche Abtheilung: Dr. Spöndli, Prof. Der Assistentdieses letzter« besorgt auch den Hebammenunterricht. Außerdembesteht eine ambulatorische Klinik (außerhalb des Spitals) unterLeitung des Hrn. Dr. Locher-Dalber, Prof., und die Cantonal-Armenapothekc mit 1 Apotheker und 1 Gehülfen.
Ueber die Aufnahme von Kranken in das Spital entscheideteine eigene Aufnahms-Commission, deren Präsident Prof. D,>.Schönlein ist.
Laut amtlichem Berichte des Gesundheitsrathes an die h. Regie-rung 1838, wurden im 3. 1837 in der Abtheilung der innerlichen