2m Kellergeschoß des MittelgcbäudeS nimmt die Kuchen-einrichtung den Hintern Rundbau ein, und erhält durch einen den-selben umgebenden, eben so tief gelegten Küchenhof, genügendesLicht und mannigfache Bequemlichkeit. DaS ganze übrige Keller,ae schoß dcS Mittelgebäudes wird von gewölbten Kellern für Vor-räthe aller Art eingenommen. DaS Souterrain unter den Seiten-flügeln enthält einzig die Avparate derLufthcizung und die Zugängezu denselben.
DaS Ab sonderuugöhauS (für Contagiöse) hat eine Längevon 188 Fuß, mit 2 Stockwerken, und enthält in der Mitte daSVorzimmer der Aerzte mit den Cabineten, und auf jeder der fürbeide Geschlechter abgesonderten Seiten, 2 Krankensäle zu 6 undzu 4 Betten. Küche, Waschküche, Dadeeinrichtung, Abtritte u. s. f.sind in einem in der Mitte angehängten Hintcrbau angebracht.Die Krankenzimmer werden mit erwärmter Luft geheizt.
DaS Anatomiegcbäude wird enthalten: einen Hörsaal für circa15(1 Studenten, er ist von oben und von der Seite erhellbar, einengroßen Saal für die Sammlungen mit GlaSschränken, einen Saalfür Leichenzergliederung, ein Zimmer für die Sectionen der Aerzte,ein Zimmer nebst Cabinct für den Professor, ein Zimmer für denProsector, eine Leichen- und Macerirstubc u. s. s. — Außerdemin einem Anbau die Wohnung deü AnatomicdienerS. Der Hofder Anatomie wird von drei Seiten durch die Gebäude und von dervierten durch eine Mauer abgeschlossen.
Ueber daS BadehauS sind noch keine Beschlüsse gefaßt, jedochläßt sich die Quelle des RöSlibadeS, da sie circa 80 Fuß höher liegtals daS neue Cantonsspital, leicht dahin leiten. Von den Oeko-nomiegcbäudcn bedürfen nur die Waschküche, der Räuchersaal fürdie insicirten Kleider, die Trockenkammern und die Räume fürBrennmaterial eines besondern Gebäudes, daS rechts vom nörd-lichen Flügel angebracht ist.
Ringsum werden freundliche Anlagen diese herrliche Schö-pfung noch mehr verschönern, und kaum wird irgend eine Kran-kenanstalt sich einer gesündern Lage und großartigern Aussieht zuerfreuen haben. Dank den edlen Beförderern dieses gemeinnützigenWerkes, über daS nur Eine Stimme ertönt, die der Freude undder Bewunderung. Vorzügliche Verdienste um diesen Bau erwarbsich die Spitalpflege. Die Architekten, denen man Plan und AuSführung zu verdanken hat, sind: A. Wegmann und L. Zcughcer,beide auS Zürich .