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hindurch nach dem Walde, der dich gegen die Strahlen der bren-nenden Sonne schützt. Zuletzt führt dich dein Weg durch einegrünende Holzwiese, an deren Ende du die schöne Brücke über dieEihl erblickst, und dann steigst du durch daS obengrnannte Wäld-chen bergan. Zwischen gewaltigen Eichen trittst du aus demselbenhervor und in geringer Entfernung winkt dir der Höcklcr, das er-freuende Ziel deiner Reise. Willst du dem Staube der Landstrasseausweichen, so gehe durch die Brantschcnke, hinter dem Freuden-berg hindurch nach dem Kratz und von da zum Stege der Papier-mühle; oder dn kannst auch von der Sihlbrücke her, zuerst demKanale der Sihl und sodann der wilden Sihl entlang hieher ge-langen. Ehemals setzte dich da, wo dich nun der Steg hinüberleitet, ein von erfahrener Schiffern, gesteuerter Kahn hinüber; alleinbisweilen ereignete es sich, dass, wenn das Schiffchen zu stark be-laden und der Fluss etwas angeschwollen war, ihr obgleich starkerArm der Strömung nicht widerstand und das Schifflein sammtseiner Last stromabwärts gerissen ward. Zwar geschah niemals einUnglück; dennoch schreitest du setzt besser und sicherer über denSteg, ausgenommen du fallest durch die weiten Ocffnungen deSGeländers in den Fluß, wozu für kleine Leute Raum genug vor-handen ist.
Ueber die Sihlbrücke zu gehen und der wilden Sihl ent-lang »ach der Papiermühle zu wandern, möchte ich dir nicht an-rochen; dagegen wenn du den angenehmen Kontrast zwischen demreichen, belebten Seeufer und dem einsamen, wildromantischen Sihl -thalc recht lebhaft empfinden willst; so entferne dich von der ge-