Band 
[Zweiunddreissigster Theil. - Achtunddreissigster Theil.]
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I

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Leben Tibek'».

Hund — das Haus und den Tag. Oft saß sie in langen Winter-jabenden, nur vom finstern Sturme und vom krackenden Waldeumgeben, unter Thieren allein und zog sich nur durck Vorarbeitendes Morgens in die schwarze Nackt einen kleinen lichten Raum..Schnaubte freilich ihr Vater srostroth und trinkroth endlich ein,so kam Lenz und Morgenroth in die Stube, und alle Hunde,sprangen. Jeder Bericht von ihm war ihr ein Roman aus derLeihbibliothek und jedes Zankwort blos ein Verirzug, der ihrInstrument stumm machte. Wie sanft thut einer Einsamen Abends!ein Mensch, wenn sie den ganzen Tag keine menschliche Stimmegehört als ihre singende und kein Gesicht gesehen als ihres! —>Jst's daher ein Wunder, daß wir uns unter einander nicht vielinniger lieben als Wölfe und Spinnen, wenn man bedenkt, daßwir Alle ganz verschwenderisch mit Menschen übersättigt werden,daß der Eine in der Mittelstadt 10,000 Menschen zu lieben vor-bekommt, der Andere in der Residenzstadt gar 50,000, und vollendsein Kerl in Paris? Werft aber einen Pariser Egoisten nur einVierteljahr in einen einsamen Hunger-oder nur Leuchtthurm, undseht dann nach, wenn Ihr ihm wieder aufmacht, ob er nicht alsweicher Menschenfreund heraufkommt!

Als der wartende Gotthelf am offnen Fenster saß und dieHunde bewirthete, ergriff ihn eine Hand von draußen an denHaaren — die vollrosige Drotta guckte unter ihren großen Augen-brauen herein und sagte: „Will Er mit einbeeren? — Gute»Abend!" und hob eine Hand voll Vogelbeeren sür die Drosjeln-schneuß empor.

Er war sogleich dabei und draußen. Er ließ sie rathen, washeute für ein Tag sei. „Peters -Tag," sagte sie. „Noch ein anderer,sagte er. Er bat sie, seinen grünen Plüsch zu betrachten — er gabihr 1 Loth gemahlnen Kaffee — sie errieth nichts. Er ließ sie dasBeereneis trinken; sie wurde nicht klüger. Endlich sagte er: „1, 2,3," und zählte bis 15. „Was denn?" versetzte sie. — „Wenn Er aberetwa Seinen Geburtstag meint, so hat mir ihn die Mutter scho»vorgestern gesagt, und unser Herrgott wird gewiß für Ihn sorge»,nicht allein dieses Jahr, sondern auch die folgenden, was ich vo»Herzen wünsche." — Sie gab ihm hastig das Vogelbeerdrittcl in»der Bitte, zu eilen, damit sie sich zu Hause vernünftig setzen könnte»und ein Wort reden. Aus daß er sich nicht im Walde verlause,schlug sie ein geistliches Lied zu singen vor, sie einen Vers, da»»er einen. Sie wählte das Abendlied: Der lieben Sonne Lia»und Pracht rc. Aber sie sangen sich bald aus einander, weil er d»Gegensängerin näher glaubte, da er (vielleicht aus Einsalt) nia»wie sie seine Stimme zugteich mit der Ferne verdoppelte. Die Finke»,