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Leven Met'».
der Student. Kaum war der Lustbaum eingekeilt, so fingen Geigenund Tänzer an. Die Nachtkühle lud zum Tanze; — ein Tanz amhellen Mittag ist Tarantelstich — die gelassensten Bursche wollteneinen Vorschmack und Imbiß vom morgendlichen Johannistagenehmen und thaten's. Die Wildmeisterin näherte — Freundinnenwaren die Sprossen der Jakobsleiter — sich dem scheuen Helf,der ihr bisher mit nichts nachgegangen war als mit Blicken. Ihreoffene Freundlichkeit sogar in der väterlichen Nachbarschaft setzteihn nicht m nachpnnende Verlegenheit, sondern in trunkenesEntzücken. Ein so schneller Zug aus dem Freudenbecher oder ,Tümmler stieg ihm in den Kopf, daß er Alles sich drehen sah ^und sich selber zu drehen entschloß. Er fragte sogleich nach nichts, ^und wenn hundert VäterDrotta's im Wirthshause säßen, sondernergriff ihre Hand und fuhr ins umlaufende Weltkörpersystemhinein mit allen Schraubengängen älterer astronomischer Systemeoder seines eigenen Körpers. Die Geigenwirbel wurden ihm Kar-tesische Wirbel — auf der Geliebten blassem Angesicht schlugengar zu anmuthig wieder rothe Blüthen aus — ihm war bei demNiederschlagen ihrer Augen, als sei sie ordentlich zu vornehm fürdie Baum-Nonde — aber die kleinen Drucke ihrer Hände gaben ,dem Gemälde seines Glücks gewaltiges Licht — weit flatterte das >rothe Band in den Himmel und über die Tänzer, wie eine Frei- ^heitsflagge des Lebens, wie ein allverknüpfendes Liebesband.Gotthelf wurde ein völliger geschwungener Brand im Feuerrad,das den Baum umlief —zum ersten Mal ermüdete ein Tänzereine Tänzerin.
Das ABC hatte sich tief in seinem Kopfe zurückgezogen; erwar selber einAB C-Hahn mit geschwungenen majestätischenFlügeln.
Sie bat endlich um einen Sitz. Am Wirthshause stand einKirschbaum mit einer schlechten Laube, in welcher man auf einemhölzernen Bänkchen gut verdeckt und ungesehen ins Festgewühl 'cinschauen konnte. In Dörfern dürfen ein Paar warme Menschensich schon hinsetzen und hinbegeben, wohin sie wollen; kein Arg- lwohn verbietet und verbittert die Unsichtbarkeit. In Städtenfreilich erscheint jede Entfernung von den Zuschauern als einevon der Tugend, und kein kostbares weibliches Herz wird allda inWäldern und Feldern oder in Zimmern gesichert und gedeckt ge- ,u»g geglaubt, ohne eine Eh reu-Wache von hundert Hoch- und Nacht-wachtern mit Schnarren, von ^.ckckison's spsotators und Schirm-göttinnen u.s. w., so daß weibliche Herzen von Stand und über-Haupt städtische Damen wegen ihrer Zartheit und Reinheit zuM^'MM^utlichen Mrtkw geschätzt werden, daß man siegänzlich Kunstwerken, z. B. Casanova's und anderer guten Käust-