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nur der gelben Farbe wegen so tauft; es sind gute thatenreineSeelen, welche, so wie man nach Marzial, Lipsius und Bayle*)sehr wohl unzüchtig schreiben kann, ohne im Geringsten so zuleben, mit ähnlicher Unschuld die Krastsprache ohne schädlichenEinfluß ins Leben reden, wie Briten die französische ohne fran-zösische Gesinnung. Freilich sieht sich zuletzt Mancher für einDonnerpferd an, der nur ein Donneresel ist. Auch der guteArndt findet beinahe Alles um sich her klein und gemein,wenn er es mit seinem großen Leben vergleicht; dieses besteht,seinem Buche zufolge, jetzt darin, daß er sich seiner Jugend-zeiten erinnert, in welchen er sich großer Ritter- und Nömerzeitenerinnerte, wenn er die halbe Nacht in den Rheingegenden und inItalien mit guten Freunden spazieren gegangen und getrunken. —
Um zu Fibeln zurückzukommen, so giebt es sogar unterden Literaturzeitungen jetzt nur wenige, welche durch unschuldigeBosheit und Einfalt Schriftsteller zu guten Streitschriften sporn-ten, und es thut mir leid, daß ich dem Universitäls-Tetrarchatvon literarischen ökumenischen Konzilien, Heidelberg, Halle, Jena ,Leipzig , jenes Lob nicht geben kann (höchstens ist ihre Tinte zu-weilen offizineller 4-Räuber-Essig); aber von der fünften Literatur-zeitung (ein schönes fünftes Rad, das erträglich rädert), von derOberdeutschen, behaupten sogar Feinde, daß sie mit ihrenBasiern jene erhabene Uissv-Vaobs für die untenstehenden KöpfeNiederdeutschlands sei und recht als Tropjbad, unterwegs ver-stäubend, so wenig ausfalle.
— Es ist Zeit, endlich der Pelzischen Antikritiksitzung bei-zuwohnen. Der Schulmeister Flegler war im Wirthshaus diegelehrte kritische Anstalt jeden Sonntag nach der Abendkirche undnach der Sitzungszeit. Er durfte freilich ein langes Gesicht dabeimachen, daß er so lange berühmter Schullehrer mit dem Wappen-schild des ABC-Hahns, der einen Prügel hält, und der selberFibeln unterrichtet und geprügelt hatte, nun von seinem jungenJünger sich Schulbücher mußte in die Hand geben lassen; seinHahngeschrei im Wirthshause sollte den verleugnenden Petrus wenigstens ins Bereuen hineinkrähen. Da Pelz mit dessen Rüge»und Hahnkämpfen mehr als eine Sitzung bestreiten konnte, sotrank er gern nach dem Gottesdienste im Wirthshause sein Glasund holte vermittelst des Widersprcchungsgeistes, gleichsam w>emit einem Stechheber, aus dem Schulmanne alles Sauere gegenFibel heraus, was er in der nächsten Sitzung aufzutischen undabzusüßen hatte.
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