1425 Eurymedusa
Gr. Litt. 2, 2 3 S. 733), in diesem Palle wohlsich eine willkürliche Neuerung erlaubte, wurdeHera , als sie in ihrer Jugend bei ihren Elternaufwuchs, von Eurymedon überwältigt undgebar den Prometheus; aus diesem Grundeliefs Zeus Prometheus fesseln und — dürfen wirwohl die Überlieferung ergänzen — vernich-tete aus gleicher Eifersucht den Giganten-könig. — 2) Kabir, Sohn des Hephaistos undder Kabeiro, Bruder des Alkon, Norm. Dion.25, 14ff., nimmt mit seinem Bruder von Lem-nos aus .aufbrechend am indischen Peldzugeteil, kämpft von Bruder und Vater beschützt,mit dem Inderkönige Morrheus, id. 30, 44ff.
— 3) der ursprüngliche, von der Mutter ge-schöpfte Name des Perseus , Apollod. Bhod. 4,1514. — 4) Sohn des Minos von einer NymphePareia, der mit seinen Brüdern Nephalion,Chryses, Philolaos die Insel Paros bewohnte,Apoll. 3, 1, 2, 5. 2, 5, 9, 3. Mit ihm gerietHerakles bei seiner Landung auf Paros inStreit, der dadurch entschieden wird, dafszwei Enkel des Minos, Söhne des Androgeos,mit Herakles ziehen und auf Thasos angesie-delt werden. Die durch die Minossöhne an-gedeutete Verbindung mit Kreta spricht sichauch in dem alten Namen der Insel Minoa(Steph. Byz. Mivcoa-, vgl. Plin. N. H. 2, 22)aus, vgl. Apoll. 3, 15, 7, 4: Opfer des Minos auf Paros. — 5) Wagenlenker Agamemnons ,Hom. A 228, in Mykenai zeigte man sein Grab-mal, da er nach der Heimkehr von Aigisthosmit seinem Herrn getötet und begraben wor-den sei, Paus. 2, 16, 5. — 6) Diener Nestors,© 114, A 620. — 7) Heros auf einer Weihin-schrift aus demPeiraieus stammend, A&yvaiov8 p. 403. — 8) Beiname des Hermes, Hesych.s. v. [F. A. Voigt.]
Eurymedusa (Evgvfisäovea), Amme der Nau-sikaa, Od. y 8. [F. A. Voigt.]
Eurymenes (EvQvyevyg), Sohn des Neleusund der Cliloris, Bruder des Nestor u. a.Apoll. 1, 8, 9. [F. A. Voigt.]
Eurymides (EvQvyiäyg), Sohn des Eurymos,Patronymikon des Sehers Telemos, der demKyklopen die Blendung durch Odysseus weis-sagt, Hom. i 509. Theoikr. 6, 23. Ov. Met. 13,770. [F. A. Voigt.]
Eurymnos s. Eurymos.
Eurymos (Evqv yog, wohl Koseform für Ev-Qvyce%og [vgl. den Namen des Sohnes vonEur. 1 Tylsyog = Tylsyaxog], wie schon dasSchol. TheoJcr. 6,23 Ahrens anzudeuten scheint:Fick, gr. Personennamen S. 32; daher dieunten zu erwähnende Nebenform Evqvyag·.Fick S. 37), 1) Kyklop, Vater des Sehers Te-lemos, des Eurymiden: Hygin. fab. 75, p. 106,17. 128, p. 112, 6 Schm.·, Etym . M. 397, 6;vgl. Od. v 509 u. Theocr. 6, 23 mit Schol. —2) Eurymos ( EvQvyvog Ps.-Plut. prov. 1, 74,p. 332 Gott. = Zenob. cod. L. Vind.; Evgiy-vog im Athous 3, 105 in Millers melanges;die unerklärliche Namensform ist jedesfallszu korrigieren) oder Eurymas (Evgvfiag Phere-kydes fr. 92 bei lies. s. v. = FHG. 1, p. 93),ein Olenier (’Sllsviog tb ysvog, äiäßolog äsPherek.), der den Kastor bei Pollux {Zenob.
— Ps.-Plut .; Plut. frat. am. 11, p. 483C.)
Eurynome 1426
verleumdete. Pollux strafte ihn, indem er ihnmit einem Faustschlage tötete {o&sv άνρρέ&ρνπο Πολνδενκονς Pherek.·, o Πολνδενκης τονκαταιρι&νρίξοντα τον αδελφόν προς αντον κον-δύλια παίΰας άπέκτεινεν Flut.). S. ob. S. 1157.Diese wohl auch bei Pherekydes vorauszusetzendeFassung der wenig bekannten Sage ist offenbar ursprünglicher als die das Verhältnis um-kehrende des Libanios ep. 389 . . . διέβαλε τωΚάατορι τον αδελφόν άλλ’ ονχ 6 Κάοτωρ έοί-γηαεν άλλ’ ο μεν εφρααεν , ο δε Πολνδενκ ygάγα&ο g έγένετο πνκτης. Es ist wirksamer,wenn Pollux für seinen Bruder eintritt undden Verleumder έπ’ αντοφωρω bestraft, alswenn er auf die Anzeige des Kastor hin sichselbst rächt.
Zweifelhaft kann es sein, welches OlenosPherekydes gemeint hat. Für das ätolischespricht der Umstand, dafs Leda Tochter desätolischen Königs Thestios sein soll und dafsPherekydes selbst (bei Schol. Apoll. Eh. 1, 146= fr. 29, p. 28M.) diese Abstammung an-deutet. So werden die Dioskuren auch unterden Jägern des kalydonischen Ebers genannt(Hyg. fab. 173.) [Crusius.]
Eurynome (Evgvvoyy, yg f.), die Weithin-waltende. 1) Tochter des Okeanos πολνήρα-τον είδος εχοναα , lies. Theog. 358. 907, vonZeus Mutter der drei Chariten Aglaia, Eu-phrosyne u. Thalia, Hes. a. a. 0., nach einigenauch des Flufsgottes Asöpos, Apollod. 3, 12,6, 4. Als Hera den Hephaistos aus dem Olympverstofsen hatte, nahmen sie und Thetis ihnin ihrem Schofse auf (νπεδέζατο κόλπω, Hom.II. 18, 398 ff.). In einer früheren Zeit hatteEurynome mit dem Titanen Ophion die Herr-schaft auf dem n schneereichen“ Olympos inne,aber sie mufsten dem Kronos und der Rlieaweichen und stürzten hinab in die Wellen desOkeanos, resp. in den Tartaros; jene aber ge-boten nunmehr den Titanen, bis auch sie dieHerrschaft dem Zeus lassen mufsten: so singtOrpheus bei Apoll. Bhod. Arg. 1, 503; vgl. Tzetz.Lykophr. 1192. — Schwenck, Etym.-myth. And.S. 181 leitet Eurynome von ρέω ab im Hin-blick auf ihre Bedeutung als Wassergottheit,(Tochter des Okeanos), richtiger Etym . M.:παρά το ενρέως και μεγάλως νέμειν αντ·ην καιδιδόναι. In Hinsicht auf ihre ursprünglicheStellung als Herrin des Olymp heifst sie mitRecht die Weithinwaltende. Dafs die Okeanos -tochter an Ophions Seite in solcher Stellungerscheint, beruht auf der orphischen Vorstel-lung einer die ganze Welt einst bedeckendenFlut; der Name ihres Gatten weist vielleichtebenfalls darauf hin, dafs das nasse Elementfür das ursprünglich auf Erden herrschendegehalten wurde. Nachkommen dieses Bundeswerden keine genannt; es ist die Periode derUnfruchtbarkeit (άτρύγετορ πόντος) der Erde,so lange das Wasser dieselbe bedeckte. Ausdem Bunde der Eurynome mit Zeus dagegenentstehen die Chariten (s. d.); wie Aphrodite selbst, die Göttin der Schönheit und Liebe,den Wellen entstiegen ist, so werden auchihre Begleiterinnen, die Holden, als Töchtereiner Meergöttin betrachtet, bezeichnend ge-nug für das mit dem Meer aufs engste ver-