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Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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1449-1450
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Fatum

Fatum

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cr(um) etc. ( C. I. L. 5, 5002. Annali delt inst.36, 1864 S. 77 £; vgl. Fatus), während Fatadivina nochauf Zweiinschriften genannt werden:C. I. L. 5, 775 Fatis divinis et barbarici ·und 6, 145 Fatis divinis C. Clod[ius ] etc.; dieÜberreste von sechs Füfsen unterhalb dieserInschrift beweisen, dafs hier ebenfalls drei Per-sonen dargestellt waren. So sind auch bei derInschrift C. I. L. 3, 4151 Fatis etc. drei ver-hüllte Frauengestalten und bei der WidmungC. I. L. 2, 3727 Fatis Q. Fabius Nysus ex votodrei weibliche Büsten abgebildet (über JordansAnsicht bei Preller, B. MJ 2 S. 195, dafs dieseInschriften auf die Fatae zu beziehen sind, vgl.Fatus), und vielleicht haben wir überall, woallgemein von Fata die Hede ist, an dreiFata zu denken. Nach dem Beispiel dergriechischen Moiren fafste man nämlich dieFata in eine Dreizahl zusammen (schon Plautuskennt die Dreizahl: Bacch. 956ff.): dies sinddie Tria Fata (aufser den gleich anzuführen-den Stellen vgl. zu dieser Bezeichnung Auson.Griph. 18 f. Martian. Cap. 7, 733), die nichtsanderes bedeuten als Klotho, Lachesis undAtropos (vgl. Fulgent, myth. 1, 7. Albericus 10.Mythogr. vat. I 110. II 14) und denen mandaher auch die Attribute der Moiren zuerteilt(z. B. Martial 7, 47, 8 f. Juvenal 10, 252. Stat.Theb. 3, 241 f. Apulejus de mundo S. 372 ff. Oud.Claudian. in Bufin. 1, 176 f. Albericus, Isidor,Mythogr. vatie. II a. aa. 00.; verkehrt ur-teilt hierüber Lersch in Jahrbücher des Ver-eins von Alterthumsfreunden im Bheinlande

2, 1843 S. 130 f.). Da auch die drei Parcaemit den Moiren identifiziert wurden, so ergabsich von selbst die Gleichsetzung der drei Fatamit den Parcae ( Varro bei Gell. 3, 16, 9 f.,dazu l. I. 6, 52; vgl. Martian. Cap. 4, 360. Al-bericus und Mythogr. vatie. I a. a. 0.; s. Parca).Die römischen Vorstellungen von dem Waltender Fata bei der Geburt, über dem Lebenslaufdes Menschen und in dem endlichen Schick-sale des Todes (vgl. zu den angeführten Stellenund Inschriften C. I. L. 5, 3143 debita cumFatis venerit hora tribus und 6, 7578 inviditLachesis, Clotho me saeva necavit, | tertia necpassa est pietate(m) rependere matri, 10493[in\vida bis denos Lachesis concesserat annos,Ephem. epigr. 4 n. 376 hanc Atropos rapuitLachesisque et tertia Clotho) entsprechen ganzden Vorstellungen der Griechen von dem Wirkender Moiren (vgl. Preller, Griech. Myth . I 3 S.432 ff.). Standbilder der Tria Fata werdenvon Procop (bell. goth. 1, 25) in Rom auf demForum in der Nähe des Janustempels erwähnt;sie müssen in der späten Kaiserzeit in grofsemAnsehen gestanden haben, da sie, wie esscheint, dem ganzen Forum oder einem Teiledesselben den Namen in Tribus Fatis gegebenhaben (in Tribus Fatis liegt nach Liber pont.vita Honorii I bei Muratori, Her. ital. script.

3, 1 S. 137 A und vita Gregarii IV S. 223 Ddie Kirche S. Adriano, nach Liber pont. vitaHadriani I S. 188 C und S. 192 C die KircheSS. Cosma e Damiano, nach Liber pont. vitaLeonis III S. 209 C die Kirche S. Martina, vgl.Liber pont. vita Stephani III S. 175 B ' Chri-stophorus primicerius alia die aggregans in

lribus Fatis sacerdotes etc.; vgl. Annali dellinst. 8, 1836 S. 270, Bunsen , Beschreibung derStadt Born 3, 2 S. 124 f. Klausen in Zeitschr.f. Alterth.-Wiss. 7, 1840 S. 221 Anm. 13. Becher,Topogr. d. Stadt Born S. 361 f. Horkel in Bull.delV inst. 1844 S. 1 ff. Mommsen in AnnalidelV inst. 16, 1844 S. 308. Bull. delV inst. 1850S. 147. Gregorovius , Gesch. d. Stadt Born l 3S. 367 f. Jordan, Topogr. d. Stadt Bom. 1, 2,

io S. 349. 2 S. 482). Diese Bilder scheinen die-selben zu sein, welche von Plinius (n. h. 34,22) als sehr alte Statuen dreier Sibylleniuxtarostra bezeichnet werden (die Identität nehmenan Bunsen , Becher, Mommsen , Jordan a. a. 0.

1, 2 S. 258 f. und 349; vgl. Preller, II. M. s 2S. 195; gegen dieselbe erklärt sich Horhel S. 7 f.).Die Richtigkeit dieser Annahme vorausgesetztläfst sich die verschiedene Auffassung und Be-nennung dieser Bilder aus der Wesensverwandt-

2 o schaft der Sibyllen und Fata, die auch in denbildlichen Darstellungen ihren Ausdruck ge-funden haben mag, wohl begreifen. Allerdingsbezog auf diese drei Standbilder 0. Jahn (Hermes

2, 1867 S. 246) die γείτονες τριοσαί Τνχαί desCrispus in einem Epigramm des Krinagoras(Anthol. Plan. 4, 40, 1; τύχη sei gleich fatum,Τύχαι also = Fata), indem er meinte, dafsjene Tria Fata als drei Fortunen dargestelltgewesen seien und den Typus abgegeben

30 hätten für die Fata victricia auf den MünzenDiocletians , die als drei Frauen mit Steuer-ruder und Füllhorn abgebildet sind (und zwarhalten zwei von ihnen zusammen öin Steuer-ruder, die dritte ein solches für sich; Eckhel ,Hoctr. numm. 8 S. 6. Cohen, Med. imp. Hio-cletien 21 Taf. 11, dazu Henzenin Annali dell inst. 36, 1864S. 78; vgl. Schulz in Annalidell' inst. 11,1839 S. 118. Lersch

io a. a. 0. S. 131. Gerhard, Pro-dromus S. 105 Anm. 156); aberda auf einer anderen MünzeDiocletians (Cohen, Biocl . 20Taf. 11) und auf einer Münze desMaximianus Hercules (Cohen,

Maximien Hercule 27) die Fata

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Fata Victricia(Aureus des Dio-cletian).

victricia als drei Frauen dargestellt sind, die,ohne alle Attribute, in einer Reihe stehend sichdie Hände reichen, so ist wohl auf jene andere50 Darstellung nicht solches Qewicht zu legen;überdies hat Zangemeister (Hermes 2 S. 469 f.)die zQiacai Tv%ui sehr ansprechend auf dievon Vitruv 3, 2, 2 erwähnten tres Fortunaebezogen (vgl. dazu Jordan in Arch. Zeitung1871 S. 77f.; Fata victricia nennt auch Clau-dian. in II cons. Stil. 127 f.; Fortuna ist eigent-lich der Gegensatz von Fatum, wie z. B.Martian. Cap. 2, 89 und Isidor a. a. 0. richtighervorheben, denn sie ist die Personifikation60 des Zufalls; doch ist sie als Lenkerin der Ge-schicke den Fata vergleichbar).

Widmungs-Inschriften an die Fata sind nichtnur in Italien , sondern auch in den Provinzenin nicht geringer Anzahl vorhanden; vgl. aufserden bisher angeführten z.B. C. I. L. 6, 2188/2189mit den Widmungen Somno Orestilla filia aufder rechten und Fatis Caecilius Ferox filiusauf der linken Seite (näher besprochen unter