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Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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1465-1466
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Faustulus (Bildwerke)

Faustulus (Bildwerke)

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Taf. 33 Pompeia nr. 1. Monum. delT inst. 11,1879 Taf. 3 nr. 6; vgl. Urliehs im N. Rh. M.4, 1846 S. 528 ff. Klügmann in Ann. delV inst.51, 1879 S. 44). Der Zuname des Monetars,Fostlus d. i. Faustulus, steht in offenbaremZusammenhänge mit dem Münzbilde und zeigt,dafs dieses die Auffinduug der Zwillinge durchFaustulus darstellt. Mit gutem Recht bezeichnetman im Hinblick auf diese Münze in ganz ent-

steht, das Gesicht dem liegenden Jüngling zu-wendend, eine verhüllte Frau mit einem blatt-förmigen Fächer (?) in der Hand ( Klügmann,Jordan·. Schattenbild der Rea Silvia ); zurrechten Seite der Wölfin steht ein Mann mitstruppigem Haupthaar, ein Ziegenfell, das denVorderkörper nackt läfst, um die Schulterngeknüpft, mit Stiefeln an den Füfsen und inbeiden Händen einen kurzen, keulenartigen,

sprechenden Darstellungen derselben Scene den io an dem einen Ende gekrümmten Stab haltend;

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die Knaben auffindenden Hirten alsFaustulus (vgl. Fr. Wieseler,

Die Ara Casali, Göttingen 1844 S. 54); so auf dengeschnittenen Steinenbei Tulken, Erklä-rendes Vers, derantik, vertieft ge-schnitt. SteineS319 nr.76—78.

Rippert, Dac-tyl. 2 nr. 450;auf dem ge-schnittenenSteine beiCades, Im-pronte gem-marie, Cen-twr. 2 nr. 65ist Roma derGruppe hin-zugefügt [vgl.auch das in derWinekelmanns-sitzung des röm.

Instituts vom Dezbr.

1885 besprocheneopus sectile aus demBesitz der Colonnas (inder Mitte ein Baum mitpicus und parra, danebenFaustulus, links Dea Roma thronend, rechts die Wölfin mit denZwillingen, oberhalb derselben einAltar, über welchen ein Vogel fliegt);Münchener Attg. Ztg. 1885 S. 5182.R.];ein unbärtiger behelmter Kopf (desMars oder ebenfalls der Roma?) er-scheint neben der säugenden Wölfindem Hirten gegenüber bei Policen S.

319 nr. 79. Millin, Gal. myth. Taf. 178nr. 655 nach Gori, Mus. Florent. 2Taf. 54 nr. 4. Rippert _ a. a. 0. nr. 452.

Ferner läfst sich auf einem noch nichtin allen Einzelheiten sicher gedeutetenSpiegel aus Bolsena mit Sicherheit Faustuluserkennen (abgebildet nach Monum. delT inst. a.a. 0. Taf. 3 nr. 1, besprochen von Klügmannin Ann. delT inst. a. a. 0. S. 38 ff., kurz er-wähnt von Jordan zu Prellers Röm. Myth . 32 S. 347 Anm. 3): in der Mitte des Bildessäugt die Wölfin die beiden Knaben; ober-halb derselben liegt auf einem Felsen voreinem Baume, auf welchem ein Specht undeine Eule sitzen, ein jugendlicher Mann mitHut und Mantel bekleidet, die linke Hand anden Baum legend ( Klügmann, Jordan·, derBerggott des Palatinus); neben dem Baume

auf ihn blickt der auf dem Felsengelagerte Jüngling; von derLinken her kommt zu derScene ein mit kurzemRock und Stiefeln be-kleideter Mann mitgeordnetem Bartu. Haar, mit derRechten auf dieKnaben deu-tend, in derLinken eineLanze hal-tend: dieserist jeden-falls Faustu-lus (so auchKlügmannv.Jordan),wel-cher, wennder auf deranderen Seiteder Wölfinstehende Ma,nneiner seiner Hir-ten ist, durch seineäufsere Erscheinungdiesem gegenüber gutcharakterisiert ist (vgl.

_ Klügmann S. 39; Jordansieht in dem Mann mit demZiegenfell Faunus in der TrachtLuperci). Wo dagegen sonstzwei (meist ganz gleich oder dochnur in nebensächlichen Dingen ver-schieden gebildete) Hirten bei derAuffindung der Knaben dargestelltsind, kann man nicht ohne weiteres,wie öfter geschieht (vgl. z. B. Wie-seler, Ara Casali S. 45. 52. 55. Bach-ofen in Ann. delT inst. 39, 1867S. 187), Faustulus mit einem Hirtenannehmen, vielmehr liegt die Ver-mutung eben so nahe, dafs dieseBildwerke derjenigen Version derSage, welche die Knaben durch Hirten desFaustulus aufgefunden werden läist (s. oben),sich anschliefsen (vgl. Wieseler S. 54f.); z. B.folgende:

co 1) Ara Casali, vierte Seite, vierter Streifen,S. 1467 abgeb. nach Wieseler Taf. 4, dazu S. 51 ffFriederichs, Berlins ant. Bildw. 1 nr. 791—794S. 492 == C. Friederichs, Bausteine zur Geschichteder griechisch-römischen Plastik. Neu bearbeitetvon P. Wolters. Berlin 1885 n. 2141 S. 812 f.R. Kekule, Das akad. Kunstmus. zu Bonn nr.488 S. 122.

2) Relief im Vatikan : Monumenta Matthaei-

Faustulus

(nach Monum . dell' Inst XI(1879) Taf. 3. Nr. 1).