1G93
Glypbios
Gore
1694
vornan. Landschaften des röm. Reiches p. 397),und es mögen daselbst die Schlangengott-beiten verschiedenen Ursprungs mehrfach sichmit einander verbunden haben, wie ja dieBalkan - und Donauländer ein wahrer Hexen-kessel der verschiedensten Kulte waren.
[Drexler.]
Glypliios (Γλνφιος), ein Troizenier, welcherden Teiresias, während dieser ein Weib war,un Bade überfiel, aber von dem stärkerenWeibe getötet ward. Die richterliche Ent-s cheidung hierüber übertrug Poseidon, dessenLiebling Glyphios gewesen, den Moiren, unddiese verwandelten das Weib wieder in denTeiresias und nahmen ihm die Weissagungs-gabe. Sostratos b. Eustath. Horn. 1665, 48 ff.[Stoll.]
Goitosyros ( Γοιτόβυρος Hesych., ΟίτόανροςB&od., Οίτόβκνρος C. I. Gr.), ein mit Apollonulentifizierter Gott der Skythen . Hesych. Hero-dof. 4, 59, vgl. Γογγόσνρυς Orig. c. Cels. 6, 39,661. Mit Albert bei Steph. thes. s. v. ist^ohl Ροιτόϋνρος als ursprüngliche Form zubetrachten. Wahrscheinlich ist derselbe Gottgemeint in der Inschr. C. I. Gr. 2, 6013: ΘεάΟίτοβν,νρα καί ’ΑπάΧΧων(ι) ΟΙτοβκνρω^Ίί&ρα Μ. Ονλχιος Πλόκαμος νίωκύρος άνε-b'irjzsv). Vgl. ebenda Vol. 2 S. 113.
[Steuding.]
Golgia Thios ( ΓοΧγία Θιάς). Eine Weihin-schrift auf dem Stiel einer silbernen Opferkelleans Dali (Idalion) zeigt in epichorischer Schriftdie Widmung an Aphrodite : a-mu-se-ha·
, he ■ ta ■ i · ti ■ o · i ■ ta · i ■ Ko ■ lo ■ hi ■ a ■ i d. i.^h(fi)vs κατέ&ηκε ται &ιώι ταί ΓοΧγίαι. Vgl.V Deeche, Hie griech.-kypr. Inschr. in epi-chorischer Schrift p. 30 nr. 61, R. NeubauerComm. philol. in hon. Th. Mommseni (p. 673Γ® 693) p. 679, der die Ansetzung von Golgoiueim Dorfe Athieno für irrig erklärt und jenebultusstätte der Aphrodite vielmehr mit Alt-Paphos identificiert. [Drexler.]
Golgos ( ΓόΧγος ), Sohn der Aphrodite unddes Adonis, Gründer der Stadt Golgoi aufZypern . Schol. Theocr. 15, 100. Als Sikyoniererscheint er bei Steph. Byz. ΓόΧγοι. Vergl.ii Unsere Zeit 1880, 8. Heft, 290“, wo Statuenuus ägyptischer, assyrischer und phönizischermt, die Cesnola bei der Ausgrabung i. J.[“‘b fand, gegen den griechischen Ursprungc e r Stadt geltend gemacht werden. [Wilisch.Jj Gomares (Γομάηης), einer der sieben Söhne’ Uphets, eponymer Stammvater der Γομαρείς,r le v °n den Griechen ΓαΧάται genannt wurden.-OsepA. arch. 1, 6, 1. [Steuding.]
Gonai Dios ( Γοναϊ Αιός). Eine Münze desde °v/ n - US ^ us von dralles mit dem Typus8 kleinen auf einem Felsen liegenden Zeus,Δ10Γ 0m e * n ^ < ^ er schwebt, trägt die Aufschrift99 , ΓΟΝΑΙ. Cavedoni, Spicilegio numism. p.
< vergleicht damit die Stelle des Lydus de^nsibus p. 96 ed. Schow: ΕνμηΧος δ’ b Κορίν-ß l0 , s τον Λ ία iv rij %a&’ ημάς Λυδία τεχ&ήναιpoiUSTOt, καί. μΰΧΧον άλη&ενει, υβόν εν ίβτορία ·ri γαρ γ αι ν προς τώ δυτιχώ της Σαρδια-τ ^ ν π οΧεως μενει επ’ άχρωρείας τον ΤμωΧονπ »8, ος πάΧεχι μ\ν j 'uvai. Λιος 'Τετίον, νννπ αρκτραχείβης τώ χρόνοι Χέξεως, Αενβιον
χροβαγορεΰεται. Vgl. oben Artikel Deusos
p. 998. Mehrere andere auf die Kindheit desZeus bezügliche Typen auf Münzen von Tralless. bei Cavedoni a. a. O. — Über yovcd derGötter vgl. Bachofen , Versuch über d. Gräber-symbolik der Alten p. 279. [Drexler.]
Gordias und Gordios ( Γορδίας, Γόρδιος),der erste König der Phrygier und Pflüger desLandes, Erbauer von Gordion und der dortigenio Königsburg, wo sich sein Wagen mit dembekannten gordischen Knoten befand. [Überletzteren vgl. Stephani C. r. p. Ta. 1880 p. 47.Drexler.] Er war ein Liebling der Kybele,die ihn mit Segen überhäufte und ihm denMidas (s. d.) gebar. Arrian An. 2, 3. Strab.AiL12, 568. Flut. Caes. 9 (wo Kybele Bona Deagenannt wird). Steph. B. s. ν. Γορδίειον undΓορδίον τείχος. Paus. 1, 4, 5. Hygin. fab.191, 274. lustin. 11, 7. Clausen Aen. Ulf.
20 Preller Gr. Myth. 1, 532. [Vgl. Buhl, Die Sage,:,.!,von Gordios in Zeitschr. f. d. österr. Gymn. 33/,Heft ll.[R.] f [Stoll.] Γ /Uk ,
Gordos (Γόρδος). Das Haupt der pcrsoni-ficierten Stadt Julia Gordos in Lydien er-K»ischeint, mit einer Mauerkrone geziert und / .· ;begleitet von der Beischrift ΓΟΡΔΟΟ oderΙΟΥΛΙΑ · ΓΟΡΔΟΟ (ΙΟΥΛΙ - ΓΟΡΔΟΟ) auüauto-nomen Münzen dieses Ortes, Mionnet % p. 39nr. 199—203; Suppl. 7 p. 346 nr. 136.
30 [Drexler.]
Gordys (Γόρδνς), ein Sohn des Triptolemos,der beim Aufsuchen der Io nach der grofs-armenischen Landschaft Gordyene oder Gordy aiagekommen sein und diese Gegend bevölkerthaben soll, Strab. 16, 747, 750. Steph. B. s.ν. Τορδναία. Vgl. Preller Demeter und Pers.
300 f. [Stoll.]
Gorgas (Γοργά g) = Gor^o (s. d.) Suid. undPhot, unter πΧόχιον Γοργαδος·, η παΧίμφρων40 Γοργάς als Name der Athene (oder Hera ) Ly-cophr. 1349 und Schol. Die Γοργάδες werdenals αλιάδες (Hesych. Γοργάδων αλιάδων. Ααι-δάλομ Ζοφακί/ς , Vgl. Γοργίδες' oci ’£1χεανίδες)oder δέσποινα) (Zop;ar„ S. 448)bezeichnet, erstereswohl wegen di/r : Wohnung der Gorgonen amWestmeer; vglJGorgöhes. [Steuding.]
Gorgasos ( ΤΓόργαβός Sohn des AsklepiadenMachaon und d^r Antikleia, der Tochter desDiokles in dem messenischen Pharai, der mit50 seinem Bruder Nikomachos nach dem Todedes Diokles dort die Herrschaft erhielt. BeideBrüder hatten zu Pharai ein Heiligtum, welchesIsthmios, der Sohn des Glaukos, gestiftethatte. Noch zu Pausanias ’ Zeit wurden ihnenals heilkräftigen Heroen Opfer und Weih-geschenke gebracht. Paus. 4, 30, 2. 4, 3, 2.Gerhard, Gr. Myth. 2. § 839. 841. [Stoll.]Gorge (Γόργη), 1) eine der Danaiden, ver-mählt mit dem Aigyptiden Hippothoos, Apol-60 lod. 2, 1, 5. — 2) Tochter des Oineus , Ge-mahlin des Andraimon, Mutter des Thoas,Schwester des Meleagros, Apollod. 1 , 8, 1 .Tzetz. L. 1011. Schol. II. 9, 584. 15, 281.Hygin. fab. 97. 174. Ovid . Met. 13, 543.
Heroid. 9, 165. Zu Amphissa hatte sie mitAndraimon ein gemeinsames Grab, Paus. 10,
38, 3. Nach (Pseudo-)Peisandros b. Apollod.
1, 8, 5 hatte Oineus mit ihr, der eigenen