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glücklich wieder in seiner östlich gelegenenHeimat an und wurde fortan als Vernichter(IIsQasvg von ■jt.sqQ'co) des gefährlichsten Unge-heuers gefeiert. Die furchtbaren Kräfte desGorgonenhauptes waren nunmehr auf ihn über-gegangen: den abgeschnittenen Kopf, dessenAnblick noch ferner tötete, benutzte er alseine wirksame Waffe gegen seine Feinde (s.Perseus). Die Blutstropfen der Gorgo aberhesafsen die wunderbare Kraft zu heilen undzu vernichten {Eur. Ion 1003 ff. Apollod. 3,10, 3). Später wurde das Gorgonenhaupt (Gor-goneion) das regelmäfsige Emblem der Aigis(s. d.), des Schildes, welchen die Gewittergott-heiten Zeus und Athene (s. d.) führen; die zahl-reichen Abbilder desselben aber benutzte mana ls Apotropaia (Schutzmittel) gegen alles Feind-selige, namentlich aber gegen den bösen Blick{Poscher, a. a. 0.49 f.). [Vgl. über dieVerwendungdes Gorgoneions als Apotropaion auch R. Gaede-°hens, Eberlcopf und Gorgoneion als Amulete,Jahrb. d. V. v. A. fr. i. Iililde. Heft 4G 1869p. ‘26—39, Taf. 5; M. Gaedechens, Eos Medusen-haupt von Blariacum. Bonn 1874. 4°. O.Jahn,Uber ein Vasenbild, welches eine Töpferei vor-stellt, Ber. üb. d. Verh. d. Kgl. Sachs. Ges. d.W- Ph. H. CI. 6 1854 p. 47—49; 0. Jahn, DiePauersforter Phalerae p. 18 — 22; Stephani,Uompte-rendu p. l’a. 1863 p. 85—86. 89; p. Va.
1864 p. 44. 125. 131. 132. 136. 139. 222; p. l’a.
1865 p. 70—71. 89. 147. 169—70. 185; p. Va.
1866 p. 70; p. Va. 1869 p. 129. p. 137 Note 1;P- l’a. 1870 et 1871 p. 204; p. Va. 1876 p. 69.144. 147. 149. 151; p. Va. 1877 p. 20. 225. 235;P· l’a. 1880 p. 36. 38—39. 46; für die unge-meine Häufigkeit des Gorgoneions an Vasenist lehrreich ein Blick auf das Register dergröfseren Vasenverzeichnisse, wie Stephani, DieUasen-Sammlung der Icsl. Ermitage 2 p. 491®· v. Gorgoneion ; Ueyäemann, Die Vasensamm-rf n g des Museo Nazionale zu Neapel p. 906 s. v.Gorgoneion. Vgl. unt. S. 1727. — Nach Paus. 2,‘1> 0 war das Gorgoneion unter einem Erdhügelauf der Agora von Argos begraben. Eine abge-?. c hnittene Locke desselben sollte Athena Po-
iatis dem Kepheus oder (unter Vermittelungues Herakles) dessen Tochter Sterope oderAsterope (s. d.) zum Schutze Tegeas gegebenaben {Apollod. 2, 7, 3. Paus. 8, 47, 5. Suid.hot. Apostol. s. v. nlov-iov PoQydS og [Top-U’i'ijsl; vgl. Koscher a. a. 0. S. 81. Dieseeene (d. Überreichung der Locke an Sterope)Jidet sich dargestellt auf Münzen von Tegea:
Journal of Uellenic Stud. 1886 S. 109. Taf. V.ör. 22 f.].
So ungefähr mag die vollständige Gorgonen-p ln ihrer ältesten für uns erkennbaren, 0 ^ gelautet haben. Der sekundären Vor-ellungen, d. i. solcher, die nicht unmittelbarus der ursprünglichen, zu Grunde liegenden»Behauung entstanden sind, giebt es nur.enr wenige im Gorgonenmythus. Dazu rechnevor allem die eigentümliche schon in deryssee vorkommende Vorstellung, dafs dasorgonenhaupt als furchtbares Schreckbild imestliohen jenseits des Okeanos gelegenentho enre . lc ' le hause und der Persephone unter-n sei {Od. X 634 f.; vgl. auch Aristoph. Kan.lloscHEit, Lexikon der gr. n. rüm. Mythol.
Gorgoues (Deutung; Litteratur ) 1698
475. Verg. Aen. 6, 289). Diese sonderbare An-schauung beruht vielleicht auf uralten Kunst-darstellungen, in welchen allerdings häufig dasblofse Haupt (Maske) der Gorgo ohne denRumpf als Apotropaion erscheint. Ferner ge-hört hierher die erst von Euhemeros (beiHygin P. A. 2, 12) und Apollodor (2, 4, 3) be-zeugte Sage von dem Wettstreit der Gorgo und Athene um den Preis der Schönheit,welche offenbar erst in einer Zeit entstandensein kann, welche die feindselige Gesinnungund den Kampf der Athene gegen die Gorgo psychologisch zu motivieren suchte (vgl. auchOo. Met. 4 a. E. Sen κ zu V. A. 6, 289. My-thogr. lat. 1, 130 f. 2, 112). Zu einer gewissenBedeutung gelangte diese Version durch diespätere Kunst, welche das Gorgoneion häufigals einen herrlichen Jungfrauenkopf von denreinsten, edelsten Formen darstellte, indem siealles Schreckende, Grauenhafte in die diesemschönen Antlitze innewohnende abstofsendeKälte und Herzlosigkeit oder Wildheit legte,„die um so mehr verletzt, je reizvoller dasschöne Antlitz angezogen hat“ (vgl. Cic. Verr.4, 56, 124: 'Gorgonis os pulcherrimum, crinitumanguibus’; s. unten S. 1721 ff.). Weitere hierhergehörige spätere Versionen finden sich beiPindar Pyth. 12, 6 f. — wo der sogen, νόμοςπολυκέφαλος auf das Jammergeschrei der Gor-gonenschwestern bei der Tötung der Medusazurückgeführt wird, welches Athene auf derFlöte nachgeahmt haben soll (vgl. Scho!, z.Pind. a. a. 0. Nonnos Dion. 40, 229. 24, 37.Koscher a. a. 0. 92) — sowie bei Ap. -Kh. 4,1513 u. Schol. Oo. Met. 4, 618 ff. (wonach dieGiftschlangen Inbyens aus den Blutstropfen derGorgo entstanden sind) u. s. w. Später ver-legte man auch den Wohnsitz der Gorgonenin geographisch bestimmte Gegenden (s. d.Stellen bei Roscher a. a. 0. 27 ff.).
Deutung und Litteratur: Die früherenAnsichten von der Bedeutung der Gorgonenfindet man ausführlich dargestellt und beleuch-tet in der namentlich kunstmythologisch reich-haltigen Abhandlung von Gaedechens in Ersch u.Grubers allg. Encylclop., Sekt. I, Bd. 74, S. 397 f.Wir unterscheiden a) euhemeristische Deu-tungen, die schon im Altertum verbreitet· waren(vgl. Tlieokrit [?] b. Fulgent. 1, 26. Paus. 2, 21, 5u. 6. Heracl. fab. 1. Plin. n. h. 6, 200. Diod.Sic. 3, 52. Palaeph. 32. Suidas s. v. Μέδουσα.Alex. Myndius bei Athen . 5, 221). Aus neuererZeit sind hier Böttiger, Furienmaske 108 u. Leve-zoiv, Über die Entwicklung des Gorgonenideals 14 f.zu nennen. — b) Physikalische Deutungen.Sie sind sehr zahlreich, aber gröfstenteils ver-fehlt (vgl. aufser Gaedechens a. a. 0. auch Koscher,Gorgonen 5 ff.). Die bekannteste und verbrei-tetste unter ihnen ist die Deutung der Gorgoi als Mond (vgl. Clem. Alex. Str. 5, p. 676 P.Flut, de fac. in ο. I. 29, 6 und aus neuererZeit namentlich Gaedechens a. a. 0. 400. Prellergr. M. 2 2, 64). Eine ausführliche Wider-legung dieser Ansicht findet man bei Koschera. a. 0. Dieser hat nach dem Vorgänge vonLauer, Syst. d. gr. M. 324; Schwartz, Ursprungd. Mythol. 34. 63. 85; Dilthey , Annali d. 'Inst.1871, 212 ff. den ausführlichen Beweis geliefert,
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