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ttianischen Völkern verbreitete Anschauung vondem Gewitterkampfe eines göttlichen Heldenttut einem schlangenartigen Ungeheuer. Dieauffallende Windstille, welche dem Aus-bruche jedes Gewitters unmittelbar voraus-§eht, ist im Mythus dadurch angedeutet, dafsheifst, Perseus habe die Medusa (nebst ihrenSchwestern) schlafend angetrolfen und ge-tötet (vgl. die Sage vom Gewittergotte Indra u. „—.— -- B —
Koscher a. a. 0. S. 11G Anm. 242 u. S. 129 u. io ehischer Mythen giebt und kaum viel vor dem
Gorgoneion (in d. Kunst b. Homer ) 1702
das Gorgoneion in prophylaktischem und zu-gleich dekorativem Sinne anwandte, nichtdieses, sondern eine unbärtige, rein mensch-liche wahrscheinlich bedeutungslose und nurdekorative Maske erscheint (vgl. Furtwängler,Bronzefunde v. Olympia, 1879, S. 70.f.). Me-dusa und Gorgoneion kommen vielmehr erstin dem Kreise von Kunstwerken vor, der auchbereits die ersten reinen Darstellungen grie-
s · d. Art. Graiai gegen Ende). Die Sage'jon der Geburt des Pegasos" und Chrysaor“ a gegen vergleicht sich mit dem Mythus vonA-thenas Geburt aus dem gespaltenen Hauptedes Zeus, in welchem fast genau dieselbenElemente wie in der Gorgonensage enthalten®ind (Roscher a. a. 0. 119). — Aus mehrfachenZeugnissen geht hervor, dafs man dem Blitze|Ucht blofs eine vernichtende, sondern auch eine
siebenten Jahrhundert seinen Anfang nimmt.
Diesem Resultate der Denkmälerfojschungscheint es zu widersprechen, dafs in der Ilias das Gorgoneion an der Aigis der Athene unddem Schilde des Agamemnon vorkommt. Beigenauerer Betrachtung löst sich jedoch dieserWiderspruch. Zunächst ist es meines Er-achtens evident (wie ich schon früher, Bronze-funde v. Ol. , 1879, S. 59, bemerkt habe; vgl.
der Beschreibung der Rüstung Agamemnons dieVerse A 36 u. 37 ein späteres Einschiebsel sind.Sie unterbrechen in auffallender Weise den Zu-sammenhang und bringen ein fremdartiges Ele-ment, die Darstellung griechischer Dämonen,ohne von dem Wie und Wo etwas zu sagen,mitten in der genauen Beschreibung einer nachder bekannten alten Weise nur dekorativ ver-zierten Rüstung aus kostbarem Materiale. Ent-
feilende und erhaltende Kraft zuschrieb. 20 dagegen Helbig, d. homer. Epos S. 286), dafs iDieser Vorstellung entspricht die eigentümliche - - - -
111 zwei Varianten erhaltene Legende von derUnsterblich machenden oder heilendenWirkung des Gorgonenblutes (S. 1697), aufReiches man auch die merkwürdige, schonHomer bekannte Thatsache des sogenannten11 Blutregens “ (II. A 53 ff. U459; vgl. lies. sc.llerc. 384) bezogen zu haben scheint. — End-llc h lassen sich noch deutliche Spuren der ehe-maligen Bedeutung der Gorgonen als Gewitter- so fernt man die Verse, so sieht man erst, wie^olken in der häufigen Verbindung mit der Aigis - - - " ~ "
des Zeus und der Athene, d eren Beziehung zumGewitter aufser allem Zweifel steht, ferner inder Bezeichnung Aiog rsqag (II. E 742), endlich,n der Beziehung zum Pegasos (s. d.), dem Blitzdod Donner tragenden Leibrofs des Zeus,mit Leichtigkeit erkennen (vgl. auch d. ArtikelPraiai). Einige interessante neugriechische Sa-gen von der Gorgo s. b. Polites, b. n. t. Toq-
jaiffog, Athen 1878 (vgl. die Anzeige in 40 runde Gestalt desselben vorschwebte: allein
störend sie waren; denn die Beschreibung desSchildes ist vollständig ohne sie; er ist mitzwanzig hellen zinnernen Buckeln geschmücktund die Mitte ziert ein Buckel von dunkelblauemGlasflüsse: für Gorgo, Phobos und Deimos istgar kein Platz. Die Bezeichnung Γοργώ ßlo-βνρώπις, δεινόν δερκομένη deutet wohl darauf,dafs dem Dichter das Gorgoneion der Kunstbekannt war; εστεφάνωτο zeigt, dafs ihm die
g e i A nZ ' 1878 S. 1650 ff.). Wenn hier dieGorgonen als Meerdämonen erscheinen, soei )innert das einerseits an Hesych. s. v. Poq-ai ’Shtsuvidsg. Poqyäöcov. cdiääcov. Aai-«Ira Aotpozlijs, anderseits an gewisse untenjl' W25 behandelte Denkmäler der bildenden“-Unst, welche deutlich die Gorgonen als Meer-^esen darstellen. [Roscher.]
Die Gorgonen in der Kunst.
Den erst in neuerer Zeit bekannt geworde-umfangreichen Schichten ältester grie-chischer Kunst ist die Darstellung der Medusauer des Gorgoneions noch fremd. Sie kommtiemals vor in dem reichen Denkmälerschatze. er sog. Mykenischen Kulturperiode, obwohl[eselbe namentlich auf Gemmen mancherleianjonische Wesen darstellt*). Sie erscheintei 'Uer auch nicht auf den Arbeiten des sog.
das Wort ist hier jedenfalls nicht ganz klarund passend gebraucht. Ganz unklar und un-bestimmt ist aber das folgende περί δε Αεΐμόςτε Φόβος τε. Der Dichter, der Material undAussehen aller Teile der Rüstung sonst so an-schaulich schildert, konnte sicherlich, wenn erFiguren beschreiben wollte, sich nicht mit sovagen Andeutungen begnügen. Doch ist dasEinschiebsel immerhin älter als der Künstler50 und Dichter des Kypseloskastens. Denn dieserlas es bereits; das Bild des Kampfes von Aga-memnon mit Koon über Iphidamas (Paus. 5,19, 4) hat zweifellos A zur Quelle; und ausdiesem flofs auch der Schmuck des Schildesdes Agamemnon . Das Gorgoneion aber warihm wohl noch wenig geläufig; er wählte vonden beiden anderen Dämonen den Phobos ausund benutzte für ihn einen Typus, der vonder orientalischen Kunst her, wo er (vgl. assy-
Spometrischen Stiles, der nach dem myke- go rische Denkmäler und das die Verbreitung in
^. s chen zumeist herrschte,
p 1 · ’ dafs ^ er Gruppe von Denkmälern
Dagegen findenin
die unter einem
eren phoinikischen Einflüsse stehen, unds ®?*t dem 8—6. Jahrh. angehören, an den
Stellen, wo die spätere reingriechische Kunst
si, ^ ® or Mit t. 11 Tf. 6, 13 pull. Inselstein“ ist nichtaiter als d. 7. Jahrh.
Vorderasien beweisende kappadokische Relief,Perrot, explor. de la Galatie pl. 48 M) zu Hauseist, sich verbreitet hatte, den des furchtbarenlöwenköpfigen Dämons; freilich mufste er ihndurch eine Inschrift erläutern. Eine typischeGeltung hat diese Bildung nie erlangt, sieblieb wohl ein vereinzelter Versuch (vereinzeltist auch das Bild einer etruskischen Vase, Mus.
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