Band 
Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
Seite
2029-2030
JPEG-Download
 

2029

Hellen

Helliougmounis

2030

lff. und Fr. Wieseler in Gott, gelehrten An-zeigen'18Ti, p. 321 ff., wo die betr. Denkmälerverzeichnet sind.

Helle hat als wesentliche Figur der Athamas-sage, wie man meinte, verschiedene Auslegungenerfahren. Forchhammer, Hellen. 1837, p. 177ff. er-klärt in konsequenter Durchführung seiner Inter-pretation der ganzen Sage den Namen als Aus-druck für „Sumpf“ „feuchten Boden (t'los)“. Daaber von den Linguisten die Ableitung des Na-mens von Sk. svar „glänzen“ und die Verwandt-schaft mit σέλας, σελήνη, sol aufgestellt wurde,so schwankte schon Gerhard, Gr. M. § 688 underklärte Helle für eine nach Sumpf-, Licht-bad Mondglanz benannte Wassergöttin, hältaber Anm. 3 an der Verwandtschaft mit flogOoch fest. Lauer, System, d. griech. Myth.P- 216 deutet Helle als „leuchtende Wolke“,Preller, Gr. M 2 . 2, 311 als Bild des mildenkichtes und bringt den Namen mit εί'λη zu-sammen (analog der tegeatischen Αυγή). Be-stimmter sieht Kuhn, Äbh. d. Berl. Ak. d. W.1873 p. 138 in Helle die Sonne (sk. surjasl,deren Untergang dem Meere den Namen ge-sehen habe; der Mythos habe sich in Klem-men oder einer östlich gelegenen Insel ge-bildet. Diese Deutung unterstützt W. Mann-"■ardt, Zeitschrift für Fthnologie 7 (1875)P· 243 ff. durch die Analogie lettischer Sonnen-märchen. Von der physikalischen Deutung®*}tfernen sich folgende Erklärungen: Nachi- lausen, Aeneas und die Penaten p. 328 istBelle die „Stumme“ (ελλάς); Preller, Gr. M 2 . 2,p 2 Anm. 2 vermutet, es könne der Sage derGebrauch alter Opfer zu Grunde liegen, undet [nnert an das der Amphitrite und den Ne-iden zum Opfer ins Meer versenkte Mäd-“ en i Plut. septem Sap. conv. 20 und die Θέτις? κ 9θενοκτόνος bei Lykophr. 22. Endlich er-ennt Η. Ό. Müller, Mythol. der griechischen1 Jdmme 2, 165 in der Sage einen etymolo-S^chen Mythos: Helle ist nichts mehr als diePonyme Heroine des Hellespontos. Zweifellosat Müller recht; es erklärt sich so am^ Wachsten, warum Helle in der Vliefssageur , T011 nebensächlicher Bedeutung ist. Am( | ^^JSsten dürfen wir Helle als Sonne erklären,au ^ se w der klassischen Mythologie durch-ri)\ S männliches Wesen aufgefafst wird. —derH < i C ^ er ^ es (wohl Xuthos), nach

a Bellas (vgl. Hellen) benannt sein soll; Gram.

W ,i 0xon ■ 2 < 36 °. 18 · [Höfer.] ■ [Seeliger.]der u e 11 (Ελλην), Sohn des Deukalion undp o ByMha (Berod . 1, 56. Thuk. 1, 3. Stroh.Z d · Pjioä. 4, 60. Apolloä. 1, 7, 2, 6) oder des^ er Dorippe ( Apollod. a. a. O., Schol.nach η*, Arg. 1, 118. Eustath. Hom. p. 1644),theus ° c j · Pind. Ol. 9, 68 Sohn des Prome-nach U · ^ e . r ®-lymene, Bruder des Deukalion,selten ein ® r in den myth. Genealogieen nichtseine e S.y ersc ki e bung, s. Ganymedes u. a. AlsWerde« 0ime von der Bergnymphe OrseisPr am Q^?5, ann ^ ^iolos, Doros, Xuthos. Lies."EjC 0 ® i?, Zet , e - «<* Lykophr. 284):

Καιρός τ ^ S * 0V ' Z0 θεμιστοπόλοι βααιλήες

γ 0 τε . ^°νθος ' τε και Αίολος ίππιοχάρμης.ein Sohn 8 ? 1 ® 611 w i l 'd auch Amphiktyon, sonstOes Deukalion und Bruder des Hellen,

unter dessen Söhnen genannt. — Die Gegend,in der er herrschte, war Phthia, zwischenPeneios (bez. Enipeus, Kanon 27) und Asopos,also dieselbe, in der sich Deukalion nach derPlut angesiedelt haben soll. Die Herrschaftin dieser Gegend hinterliefs er dem Aiolos,die\ beiden anderen Söhne wandern aus undsuchen neue Wohnsitze, Doros am Parnafs(Strah. p. 383), und (nach verschiedenen Wan-io derungen im Peloponnes ) Xuthos in Attika(nach Apollod. 1 , 7, 3 im Peloponnes ), währenddie Aiolier sich über ganz Mittelgriechenlandmit Ausnahme von Attika und Doris (Strah. 333)verbreiteten. Wie seine Söhne die Eponymender griechischen Stämme sind, so ist Hellen derEponymos des Gesamtvolks der Hellenen (Apd.1, 7, 3: αυτός άφ’ αν τον τους καλούμενουςΓραικούς προσηγόρευσεν "Ελληνας), ein Name,der nach Thuhyd. 1, 3 noch nicht einmal zur20 Zeit des trojanischen Krieges Gesamtname derGriechen war. Homer nenne nur diejenigen,die mit Achilleus aus der Phthiotis kamen,mit diesem Namen, welche auch wirklichdie ersten Hellenen gewesen seien (Homer nennt Hellenen bez. Hellas: II. 2, 683 f. 16,595. Od. 1, [344], 11, 496. 15, 80.) „NachApollodor bei Strah. p. 370 kommt der NameHellenen als Gesamtname zuerst bei Hesiod und Archilochos vor, also im 8. Jahrhundert30 v. Chr., und es ist sehr wahrscheinlich, dafsin eben dieser Zeit mit dem wachsendenNationalgefühl der Hellenen sich zugleichauch der Glaube an eine gemeinschaftlicheAbstammung von Hellen und Deukalion bil-dete und festsetzte,“ Peter, Zeittafeln der gr.Geschichte S. 8 Anm. 7. Mit Deukalion alsStammvater werden wir aber zugleich auchauf Epeiros (mit den dort vorkommendenNamen Γραικοί, Σέλλοι und Έλλοπια , Arist.40 meteor. 1, 14) als Ursitz der Vorfahren deshistorischen Hellenenvolkes hingewiesen, s.Apd. a. a. 0. Preller, Gr. Mythol. 2, 3 391.

Derjenige Hellen, welcher Sohn des Phthiosund der Chrysippe, der Tochter des Iros undGründer der Stadt Hellas genannt wird (Steph.Byz. s. v. Ελλάς), ist offenbar von dem andernHellen nicht zu trennen, sondern da die Ge-gend, wo der Hellenenname auftaucht, eben diePhthiotis ist, so wurde nach diesem letzteren50 Namen von Späteren Hellen Sohn des Phthiosgenannt (Strabo p. 431, 432); sein Grabmal,nämlich das des Deukalioniden Hellen, derauch die Stadt Hellas gegründet haben soll,befand sich auf dem Markte der früher Pyrrha genannten Stadt Melitaia, 10 Stadien v. Hellas.

[Weizsäcker.]

Helliougmounis deus, aquitaniscbe Gott-heit von offenbar solarer Natur, wie das ju-gendliche, unbärtige, mit Strahlen versehene60 Haupt auf einem Ex-Voto mit der InschriftHELLIOVGMOVNI | HFO \ C- SABMVS ■C-F-\EX VOTO bei Hu Mege, Monumentsdes Volces Tectosages, des Garumni et des Con-venae, p. 193 f. und daraus hei Chaudruc deCrazannes, Lettre ä M. Alfred Maury surVApollon gaulois, Bevue arch. n. s. 1 , 1860,p. 393 beweist. Die Ableitung des Namensdurch Chaudruc de Crazannes von den grie-