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2079 Hera (peloponnes . Kulte)
— Auch in der Korinthischen Kolonie Ker-kyra gab es einen Tempel und Kult der Hera :ThuJcyd. 1, 24. 3, 75. 81. C. 1. Gr. 1840. Vgl.die Münze bei Overbeck, K.-M. 2 [Hera ] S. 102.Cat. of gr. coins in the Br. Mus. Thess. 119 ff.
10) Sikyon u. Phlius . a) Zu Sibyon zweiTempel, einer von Adrastos der ’Αλέξανδρος( Menaichmos b. Schol. Find. Nem. 9, 30), derändere der Προδρομία " Ηρα von Phaikes, demSohne des Temenos , gestiftet: Paus. 2, 11, 1. 2.
— b) Phlius : Heraion b. Phlius, Xen. Hell.7, 2, 1—12. Paus. 2, 13, 4. [Heiliger Grenz-stein mit der Aufschrift Ήρας Bull, de corr.Hell. 6 p. 444 nr. 2. Drexler.]
11) Äigion: ναός mit einem Bilde, dasaufser der Priesterin niemand sehen durfte:Paus. 7, 23, 9.
12) Patrai: Münze b. Imhoof-Blumer u.P. Gardner, Num. Comm. on Paus. (Journalof hell. stud. 1886) S. 80. Cat. of gr. coins inthe Brit. Mus. Beloponn. S. 26.
13) Olympia: Tempel und. Fest mit Jung-frauenwettlauf. Die Jungfrauen liefen mit auf-gelösten Haaren und in kurzem Chiton. DieSiegerinnen erhielten einen Olivenkranz undein Stück von der Kuh, die geopfert wurde.Aller fünf Jahre wurde der Göttin ein vonsechszehn Frauen gewebter Peplos dargebracht.Das Fest galt der Hera als Ehegöttin und solltevon Hippodameia (s. d.) zum Dank für ihreHeirat mit Pelops gestiftet sein {Paus. 5,16 und17, 1; vgl. Weniger, d. Kollegium d. 16 Frauenin Elis. Weimar 1883. [Progr.]). Aufserdemgab es zu Olympia noch einen Altar der Η. ιππία(εν των ίππων τη άφέαεί) neben dem des Posei-don ΐππιος (Paus. 5,15, 5), einen Altar der Hera und Athena ( Herodoros b. Schol. Find. Ol. 5, 10)und einen Kult der '(Ηρα ’Αμμωνία, nach Paus.5, 15, 11 einer libyschen Göttin. Münzen beiOverbeck a. a. 0. S. 101; Cat. of gr. coins in theBrit. Mus. Peloponn. S. 64ff.; vgl. auch d.Münze b. Imhoof-Blumer and P. Gardner, Num.Comm. on Paus. ( Journal of hell. stud. 1886) S.72 u. Imhoof - Blumer , Monnaies grecques 169.Archaischer Kopf (7. J.): Baumeister, Benkm. S.1087ff. (unt. S. 2118). Sauer, Anf. d. Gruppe 11.
14) Elis: Kult der Ήρα 'Οπ,λοσμία nachTzets. z. Lykophr. 858; vgl. zu v. 614.
15) Sparta ; uralter Kult der Hera nachII. 4, 51: a) am Markte Tempel der Hera. —b) Tempel der Ήρα ’Αργεία auf einer Anhöhe,gegründet von Eurydike , der Gemahlin desAkrisios; Paus. 3, 13,8. — c) T. der Η. ' Τπερ -χειρία, nach einem Orakelspruche erbaut beie.Überschwemmung des Eurotas; Paus. a. a. 0.;vgl. Anthol. 6, 271 u. Baumeister, Henkm. 1,589. — d) ζόανον άρχαϊον ’Αφροδίτης Ήρας ·επί δε &νγατρι γαμονμένη νενομίκαβι ταςμητέρας τή &εω &νειν. Paus. 3, 13, 8—9. Hierscheint eine Aphrodite mit dem Beinamen Hera ,d. i. Retterin der verheirateten Töchter (ausKindesnöten? u. S. 2094) gemeint zu sein. —e) T. der Η. αίγοφάγος, so genannt wegen dervon Herakles eingeführten Ziegenopfer: Paus.3, 15, 9. Hesych. s. v. Αίγοφάγος. -— Nach Pam-philos b. Athen . 678 a hiefs ein Kranz, welcherder Hera von Sparta aufgesetzt wurde πνλεών.Derselbe bestand nach Alkman b. Athen . 681 a
(= fr. 15 Bergk) aus Helichrysos und Kypeiros(s. S. 2090). Einen lakonischen Monat Ήρά-αιος (vgl. Βιάαια), offenbar von einem Hera -feste (Ιίράβια) genannt, erwähnt Hesych.
Aus Arkadien sind folgende Kulte zunennen:
16) Mantineia : ναός beim Theater, miteinem Sitzbilde der Hera von Praxiteles , da-neben Athena und Hebe, Paus. 8, 9, 3.
17) Stymphalos. Hier sollte Hera vonTemenos erzogen sein und dieser der Göttindrei Kulte oder Tempel gestiftet haben: a)der Ήρα als παΐς oder παρθένος d. i. dieπαρ&ενία des Pindar Ol. 6, 88 [150], welcheder Scholiast z. d. St. freilich auf das arka-dische Partheniongebirge versetzt (vgl. Bockhz. d. St.); b) der Τελεία als Gattin d<-s Zeus und c) der Χήρα als der mit Zeus entzweitenund von ihm geschiedenen; Paus. 8, 22, 2.Vgl. den ähnlichen Kult von Plataiai n. Hesych.s. v. χήρα - ή μετά γάμον μή συνοικούσα άνδρι·Vielleicht stellt die Münze b. Imhoof-Blunier,Monn. gr. 207 einen Herako'pf dar(?i.
18) Megalopolis: Tempel der Hera Τε-λεία; Paus. 8, 31, 9.
19) Heraia: Tempel; Paus. 8, 26, 2. Vgl·die Münzen b. Imhoof-Blumer u. P. Gardnera. a. 0. S. 103 u. Imhoof - Bl'<mtr, Monnaiesgrecques 190 f. (vgl. S. 197), wo Taf. E 7 einhochaltertümlicher Herakopf mit Stephane undSchleier mitgeteilt ist. Wahrscheinlich ist auchder weibl. mit Diadem geschmückte Kopf dernach Imhoofs Vermutung in Heraia geschla-genen arkad. Münzen, auf deren Revers ständigZeus erscheint, auf Hera zu deuten ( Jmhoof-Blumer, Monnaies gr. 184—186 (Taf. E 6).
Mittel- und Nordgriechenland.
1) Attika, a) in Athen Tempel an derStrafse von Phaleron nach Athen , von J enPersern in Brand gesteckt, mit einem Bilde v°nAlkamenes (f): Paus. 1 , 1 , 5. 10, 35, 2. Ist diesvielleicht die Θελζινία (Θελξινόηϊ) des Hesychiosoder die τελεία des Aristophanes? — b) Ei 11 ®Ήρα εγχ . . . wird in einer Inschrift erwähntC. I. A. 1, 197. — c) Ήρα Είλεί&νια mit 1®"menos s. unten S. 2091. — d) Eine Ήρα τελεί·#erwähnt Arist. Thesm. 973 und Schol. Di eSist wohl dieselbe Hera, welcher das attischeFest des ίερός γάμος (Phot. u. Hesych. s· T ·'galt ( Mommsen , Ileort. 343 f.). — e) Bin eöTempel der Eleusinischen Hera erwähnt Ser®·z. Verg. A. 4, 58. Er soll an den Eleusiniengeschlossen worden sein. Bei der attischenHera (Eileithyia?) pflegte Sokrates zu schwören(s. unt. S. 2093, 52). Attische Herapriesterinnen
bezeugt Plut. de Haed. b. Euseb. pr. ev. 3, bVgl. auch den νόμος bei Demosth. c. Macai ■54 und Plut. Q. B. 112 (Verbot des Epheus)·
2) Boiotien. Den berühmtesten Kult baJ.Hera a) zu Plataiai und auf dem nahen K 1thairon (vgl. Eur. Phoen. 24 λειμών’ ές Η??καί Κι&αιρώνος λέπας [= κώμη Ήρας ^εKephal. b. Malal. ρ. 45] und Schol. ζ· ®· ,,"und zu ν. 1760, wo sie γαμοστόλος heflsi·Hauptstellen über das Daidalenfest, das uzweifelhaft ein ιερός γάμος war (s. u. S. 2109und die daran geknüpften Kultsagen: Plw·
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