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nal. deor. 2, 46, 119: luna graviditates et partusajf'erat maturitatesque gignendi. Arist. an. hist.
7, 2. an. gener. 1,19. 4, 10 und mehr bei Boschera. a. 0.41,91), wie man denn auch die Schwanger-schaft nach Monaten berechnete und annahm,dafs der wachsende oder Vollmond eine leichte,der abnehmende oder Neumond eine schwereGeburt bewirke {Flut. Q. com. 3, 10, 3, 9.Chrysippos b. Schol. II. Φ 483. Euseb. pr. ev.
з, 11, 22). Aus solchen, wie wir bei ihrer iogrofsen Einfachheit und Natürlichkeit voraus-setzen dürfen, gewifs uralten Vorstellungen istes nun zu erklären, dafs wir fast überall dieMondgöttinnen (Artemis , Hekate, Juno, Diana
и. s. w.) als Entbinderinnen auftreten sehenund umgekehrt bei einer Göttin, welche dieseFunktion hat, zunächst Mondbedeutung an-nehmen dürfen.
Deutliche Spuren derselben Funktion habensich nun auch im Kultus und Mythus der Hera 20erhalten. Namentlich kommt hier in Betracht,dafs diese zu Athen und Argos geradezu alsΕίλεί&νια verehrt wurde (ebenso wohl auch aufKreta u. Kypros(?); vgl. oben S. 2085; 2086).Denn von einem τέμενος 'IlPag EIAEWviagredet eine von Vischer, Erinnerungen ausGriechenland 68 publizierte und von K. Keil(Philologus 23, 619) unter Zustimmung vonVischer scharfsinnig ergänzte Grenzsteinin-schrift (aus der Nähe von Thorikos), während 30der argivische Kult von Hesychios (s. v. Είλει-&υίας . . . "Ηρα εν Αργεί) genügend bezeugt wird(vgl. auch ob. S. 2076 u. Schol. zu Find. Ol. 6,149γαμήλιος nal αιτία γενέσε cov). Zum Über-üufs wird letztere Nachricht bestätigt durcheine Stelle der Eudohia ( Villoison, Anecd.Graeca 1 p. 208; vgl. Suidas s. v. "Ιίρα ... τοείδωλον αυτής βαβτάζει ψαλίδα χαλκήν), woerzählt wird, dafs das bei der Geschichte vonKleobis und Biton in Frage kommende Agalma 40der Hera eine eherne Schere gehalten habe,welche schon Welcher, hl. Sehr. 3, 199 ff. aufdie der Juno Martialis (s. d.) entsprechende"Ηρα Είλεί&υια als όμφαλητόμος bezogen hat(vgl. auch Welcher, Götterl. 1, 372. Preller,gr. ΜΑ 1, 171, 2. Overbech, liunstm. 2, 1,{Hera ) 9. 11. 34. 153. 157). [ Oütschhe, Kleobisund Biton, Sarhophagrelief der Marciana zuVenedig , Arch. Kpigr. Mitth. aus Oesterr. 7 (1883)
Γρ. 153 — 167, Taf. 3] p. 164 — 165. Drexler.'J 50Dafs es sich bei dieser Hera Eileithyia nichtetwa um einen erst später entstandenen, sondernvielmehr um einen uralten, aber nach und nachverdunkelten Kult handelt, geht mit Sicherheitaus dem von Homer und Hesiod bezeugtenMythus hervor, wonach die Eileithyien dieTöchter der Hera waren {II. Λ 270: μογοβτόκοιΕίΙεί&υιαι, "Ιίρης θυγατέρες, πίκρας ωδίναςέ'χονααι. Hesiod Theog. 922 ή δ’ (Ήρη ) "Ηβηνκαι ’Αρηα καί Έίλείϋ’νιαν έ'τικτε. Vgl. Pind.Nem. 7, 1 ff. und Schol. Apollod. 1, 3, 1. Paus.
1, 18, 5). Mit sehr grofser Wahrscheinlichkeitläfst sich daraus schliefsen, dafs in frühesterZeit Hera selbst als Eileithyia galt, da nacheiner schon von anderen gemachten Beobach-tung nicht selten alte Beinamen von Götternauf deren Kinder übergehen, welche eine be-stimmte Funktion der Eltern personifizieren
sollen (vgl. Welcher, Götterl. 1, 488. 0. Müller,Proleg. z. e. wiss. Myth . 271 f. Boscher, Studienz. vgl. Myth. 2, 56). Kultbilder einer solchenHera Eileithyia sind höchst wahrscheinlich dar-gestellt auf mehreren archaischen Gefäfsen, da-runter zwei Iovasen (abgebildet bei Overbech,Kunstmyth. 2,1 {Hera ) S. 18), auf welchen ganzoffenbar die (stehende) Göttin in der für Eileithyiaso charakteristischen Tracht (langer, ärmelloserChiton; vgl. a, b, c, d bei Overbech a. a. 0.),mit aufgelöstem Haar (vgl. namentlich a, b, d),einmal (vgl. b) mit den für die Eileithyia sobezeichnenden Attributen der Fackel*) und desBogens (vgl. II. 11, 269 ff. ως δ’ όταν ώδίνουαανεχρ βέλος όξν γυναίκα || δριμΰ, τό τε προιεΐβιμογοστόκοι Είλείϋνιαι, ||"Ηρης θυγατέρες, πίκραςωδίνας εχουααι), namentlich aber mit der beiden Eileithyien üblichen Haltung einer oderbeider Hände (vgl. a und d)**) erscheint (dieeine Hand oder beide werden geöffnet und sovorgestreckt und erhoben, dafs die innere Hand-fläche nach aufsen gekehrt wird***). Offenbarhaben wir in letzterer Gebärde, ebenso wie i»der Lösung des Haares {Ov. fast. 3, 257; Scrv·V. Aen. 4, 518; Soranus ed. Bose p. 240; Gy~naecia Muscionis p. 23 ed. Iiose-, Welcher, hl-Sehr. 3, 188 f. und Taf. dazu) ein die Geburtförderndes Mittel zu erblicken; das Gegenteildavon bedeuteten die digiti inter se pectif eiuncti {Ov. Met. 9, 299. 310) oder pectinatin 1inter se implexi {Plin. h. n. 28, 50), womit ruandie Geburten aufhalten zu können glaubte (vgl·auch Istros b. Schol. II. T 119. Anton. lAb. 29;mehr bei Welcher, hl. Sehr. 3, 191 Anm. 12)·Hinsichtlich der hierfür in Betracht kommendenEileithyiadarstellungen verweise ich auf denArt. Eileithyia und aufserdem auf Müller-Wü'seler, 1). a. K. 2, 393. 227. 228. 729. B aU .'meister, jüenkm. S. 218. Paus. 7, 23, 5. —ihrer Funktion als Geburtsgöttin hängt es fernerunzweifelhaft zusammen, dafs Hera II. I 1.die Geburt des Herakles verzögert, indem siedie Wehen zurückhält, während sie gleicbzeitoi;die Geburt des Eurystheus beschleunigt iß*ayays icqo ψόωοδε %al τ/λιτόμηνον εοντ^ι II’Αλκμην'ης ό* άνέποιναε τόκον , οχέ&ε δ’ εώ £ί
*) Vgl. die Eileithyia von Aigion (Paus. 7, 23, 5), ^Münzen bei Müller-Wieseler 2, 721) und im Nuni. Goun u ^tary on Pausanias (Journ. of hell. stud. 1886) Taf. R βΓ ·sowie die Eackel der Juno Lucina; Brunn , AnnaliS. 432ff. Overbeck a. a. O. S. 153. 6J)
**) Bei Eig. a sind, wie es scheint, nur die Ba«ausgestreckt, die übrigen Einger nicht; übrigens ist fHaltung genau die angegebene. Es fragt sich, ob ^ein Versehen dos Malers (resp. des Restaurators 0Zeichners) oder eine absichtliche Modifikation vorbei^·***) Demnach haben wir wohl auch in dem mit Stra i ^kranz versehenen lvultbild der Chryse (= Bendis; s. d.) * ^der Vase bei Müller-Wieseler 1, 10, welche mit ,Händen (Anth. P. 6, 271) die betreffende Gebärde machU Br-auch die völlig entsprechende Chryse der Vase bei Ger 1Arch, ZI;/. 1845 Taf. 35, 3 und die ähnliche mit E a ckder R. ebenda nr. 2), wie schon 0. Müller [Dorier 0 )vermutete, eine entbindende Mondgöttin (keine Azu erblicken. Selbstverständlich stellte man die Kultder entbindenden Göttinnen in derjenigen Attitu utzwelche den schutzflehenden Erauen Förderung und ^eiversprach. Sonst liegen bekanntlich in der R ß » .^tsden ältesten Schnitzbildern die Hände, wenn sie ntragen, am Leibe ( Müller, Hdb. d. Arch. 68, 3).