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scher a. a. 0. 106) verlegte, den wir schon obenals Festtag der Hera kennen gelernt haben (vgl.Iioscher a. a. 0. 31 ff. 72. 106). Dem ent-sprechend scheinen auch die menschlichenHochzeiten hei den Griechen ebenso wie heiden Germanen und Esthen (Grimm, d. Myth . a676; Wuttlcc, deutscher Volksabergl. 65) vor-zugsweise auf den Neumond und die folgendenTage verlegt worden zu sein (Schol. lies, ί'ργα780 Gaisf. Hut. Hemetr. 25; Genaueres b.Iioscher a. a. 0. 33 u. 72). Daneben galt auchder Vollmond für einen passenden Hochzeits-tag; vgl. d. Stellen b. Lübeck , Agl. 433 u. Her-mann, Privatalt. 31, 4. — Das Fest nun, anwelchem die Griechen die Hochzeit der Hera und des Zeus und die Stiftung der Ehe feierten,hiefs namentlich in Athen ιερός γάμος (Phot.103, 20. Etym . M. 468, 52. Hesych. s. v.; vgl.die mythologisch und archäologisch reichhal-tige Schrift von B. Förster, die Hochzeit desZeus und der Hera. Breslau 1867, wo S. 16auch die frühere Litteratur angeführt ist). NachSchol. zu Hes. έργα 780 Gaisf. nannte man dasFest auch &εογάμια oder Γαμήλια (vgl. d.Monat Γαμήλιων)·, und zwar scheint dasselbein erster Linie der Hera, weniger dem Zeus gegolten zu haben, da es nur dem Kultus derHera, nicht dem des Zeus angehörte, wie auchaus den in Argos, Samos , Elis und anderwärtsüblichen Bezeichnungen Ηραία, ’Ηράοια, ’Ηρόχιαerhellt; vgl. Plut. Hem. 25. Paus. 2, 24, 2.Huris und Asios bei Athen . 525 e u. f. Plut.Lys. 18. Paus. 5, 16, 2. Hesych . 'Βρόχια (cod.ήρύχια). C. I. Gr. 2556, wo Förster a. a. 0.S. 18 Anm. 13 u. A. Ήροχίοις lesen. Der Name’Ηράοια ist aus dem Monate 'Ηράαιος zu er-schliefsen, ebenso wie Γαμήλια aus Γαμήλιων(vgl. Iioscher a. a. 0. 73 A. 218). Sicher nach-weisbar ist das Fest aufser an den schon ge-nannten Orten noch in Plataiai und Knossos ( Euseb. praep. ev. 3, 1—2. Paus. 9, 3. Hiod. 5,72), mit Wahrscheinlichkeit dürfen wir es aufEuboia , zu Hermione, Priansos, Hierapytna(Steph. Byz. s. v. Κάρυοτος. Soph. fr. 401 ed. N.Schol. Ar. Pac. 1126. Steph. Byz. s. v. Έρμιών.Aristot. b. Schol. Theocr. 15, 64; ü. I. G. 2556;s. Bescher a. a. 0. 74 A. 220) und überhaupt davoraussetzen, wo Hera als Τελεία, Παρ&ένος( Παίς ) oder Νυμφευόμενη verehrt wurde (Paus.
8, 22, 2. 31, 9. Ar. Thesm. 973 u. Schol. Paus.
9, 2, 7), oder wo es einen nach ihrem Feste(' Ιΐραία, Ηράβια, Γαμήλια) benannten MonatΊίραίος, 'Ηράαιος, Γαμήλιων gab (Κ. Fr.Hermann, Monatshunde 60. Iioscher 74 A. 222).Seine weite Verbreitung seit ältester Zeit läfstdarauf schliefsen, dafs die Feier des ιερός γάμοςursprünglich allen hellenischen Stämmen ge-meinsam war ( Förster a. a. 0.17). Diese Feierbestand nun, der oben entwickelten Bedeutungdes ιερός γάμος als Prototyps aller Hochzeitenentsprechend in einer Nachahmung der himm-lischen Hochzeit, wobei alle diejenigen Cere-monien vorkamen, welche bei menschlichenHochzeiten üblich waren (Hion. Hai. Iihet. 2, 2:Ζευς και ΙΙρα πρώτα ξενγνύντες τε και αυν-δνάξοντες. lliod. 5, 73: προ&ΰουαι πρότερον(d. i. vor der Hochzeit) άπαντες τώ Αιι τφτελείω και Ηρα τελεία διά τό εν τουτοις άρχη-
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γονς γεγονέναι και πάντων ευρετάς. Aeschyl.I). Schol. Find. Isthm. 6, 10 = fr. 54 N. Lex.rhet. p. 670, 28 Pors. ot γαμουντες ποιοϋαι τωΑιι και τή'Ήρα ιερούς γάμους). Im Folgendensoll der Versuch gemacht werden, alle über-lieferten Einzelheiten dieser Feier zu einemeinigermafsen vollständigen Gesamtbilde zu-sammenzufassen.
Weil in Attika die Hochzeiten meistens inio einem bestimmten Wintermonate, dem davonbenannten Γαμήλιων stattfanden (Olympiod. adArist. Met. 1, 6, 8 fol. 13 b ; Aristot. de republ.7, 14, 7), so verlegten die Athener auch diegöttliche Hochzeit (ιερός γάμος, Θεογάμια oderΓαμήλια genannt) in diesen Monat (K. Fr.Hermann, Monatsh. 51. Berglc, Beitr. z. gr. Mo-natsh. 36. Mommsen, Heort. 343) und weihetendenselben der Ehegöttin Hera (Hesych. s. v.Γαμήλιων). Wahrscheinlich fiel das Fest derso Athener auf den ersten Tag des Gamelion (vgl.auch Bergh a. a. 0., nicht, wie A. Mommsen,Heort. 343 annimmt, auf einen der letztenTage des Monats), wofür auch die oben an-geführte Thatsache spricht, dafs die Feste derHera ebenso wie die der Juno an Neumond-tagen gefeiert wurden (Boscher a. a. 0. 76).Wie ferner am Tage der Hochzeit vom Braut-paar ein Bad im Wasser einer Quelle odereines Flusses genommen werden mufste (λου-30 τρόν νυμφικόν), das Knaben oder Mädchen(λουτροφόροι) zu holen hatten, so werden auchim platäischen Kult der Hera Teleia TritonischeNymphen erwähnt, welche bei der Hochzeitder Hera als Wasserträgerinnen aufgetretensein sollten (Plut. b. Euseb. pr. ev. 3, 2, 1 ivgl. Paus. 9, 3, 7) und bei dem am Dädalenfestestattfindenden Hochzeitszuge wahrscheinlichdurch böotische Mädchen — vielleicht 'Ηρεαίδεςgenannt (Hesych.) — dargestellt wurden. Ahn-do lieh berichtet Pausanias 2, 38, 2, dafs dieargivische Hera durch ein alljährliches Badim Quell Kanathos zur Jungfrau werde, wassich am besten aus einer alljährlich stattnn-denden Ceremonie erklärt. Wahrscheinlichbadete die Priesterin der Hera am Jahresfesteder Göttin das Bild derselben im Wasser diesesQuells (Förster a. a. 0. 18 A. 1). Die in Sparta ,Byzanz, Kreta und nach Hionysios von llafo-harnassos (2, 30) in ältester Zeit wohl allg e '50 mein in Griechenland übliche Sitte, die Brautzu rauben, ist deutlich im platäischen Hieros-gamos ausgesprochen, denn nach Plutarchoswurde die in Euboia erzogene Jungfrau Hera vom Zeus geraubt und in einer natürlichenGrotte des Kithairon verborgen (Plut. b. Ensch-pr. ev. 3, 1, 4), ein sicherlich uralter Myth°®>gegen den die spätere von Pausanias 9, 3,berichtete, aber von Plutarchos ausdrückhc jals ευη&έστερος μν&ος bezeichnete Degen60 nicht in Betracht kommen kann (anders För^ ea. a. 0. 25 A. 7). Ein ganz ähnlicher Myth u .scheint auch anderswo existiert zu haben,wenigstens zeigte man auf Euboia eine Braugrotte (νυμφικόν Έλνμνιον) und fabelte veinem Hierosgamos (Schol. ad Arist. Pac. H JSoph. fr. 401 Nauch. Steph. Byz. s. v. Κάρνατος /twährend zu Hermione, wo ebenfalls der Hozeit der Hera gedacht und eine Hera J- e