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Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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2111-2112
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2111 Hera (in d. Kunst; Blütezeit)

(Overbeck S. 18b) wird von Furtwängler (Ber-liner Vasensamml. No. 3164) als Bild der Ar-temis (?) aufgefafst. Das archaische Agalmaim Friese von Phigalia (abgeb. Overbeck S. 21)ist nicht mit Sicherheit als Idol der Hera zubezeichnen.]

§ 3. Die Heradarstellungen derBlütezeit und Nachblüte der Kunst,a. Plastik. Die von Tzetzes, Chil. 8, 332dem Pheidias zugeschriebene Hera hat Förster(N. Rhein. Mus. 1883, S. 440) als ein willkür-liches Phantasiegebilde des späten Schrift-stellers erwiesen. Über das nicht genauer be-schriebene Bild am Bathron des olympischenZeus vgl. Paus. 5, 11, 8. Zweifelhaft ist dieStatue der Hera von Alkamenes in einemvon Mardonios verbrannten und später ohneThüren und Dach dastehenden Tempel derHera am Wege aus dem Phaleron nach Athen (Paus. 1 , 1 , 5: καθά λέγουσιν,Αλχ.αμένουςεατ'ιν εργον). An einem Goldelfenbeintischevon Kolotes in Olympia: Hera, Zeus , dieGöttermutter, Hermes und Apollon mit Arte-mis ; ob der Hochzeitszug beim ιερός γάμοςdargestellt war, ist wegen Zerrüttung desTextes mindestens zweifelhaft (Paus. 5, 20, 2).Hera Teleia in Plataiai von dem in seinerExistenz mehrfach bestrittenen Praxitelesdem Alteren: Paus. 9, 2, 7 (την δε ' ΉρανΤελείαν χαλονβι, πεποίηται δε όρ&όν μεγέ&ειάγαλμα μέγα λί&ον δε άμφότερα (Statue derRhea) τον Πεντεληβίον, ίΐραξιτέλονς δέ έατινέργα). Der der Hera geweihte Hekatompedosin Plataiai wurde von den Thebanern nach01. 88 erbaut; die Statue des Praxiteles warTempelstatue, und es ist deshalb wahrschein-lich, dafs sie bald nach Vollendung desHeiligtums aufgestellt 'wurde (Kroker, Gleich-namige griech. Künstler S. 47; Klein, Arch.Epigr. Mitth. aus Oesterr. 3 1879 p. 811;anders Brunn, Ber. d. bayr. AJcad. 1880, S.443; auch Köhler bezweifelt Mittheil. d. athen .Inst. 9, S. 78ff. die Existenz eines altern Praxi-teles, ohne jedoch die für diesen ins Gewichtfallende Datierung der Hera Teleia zu berück-sichtigen). Über erhaltene statuarische Nach-bildungen s. u. Von demselben älteren Praxi-teles stammte vermutlich die zwischen Athena und Hebe thronende Hera in Mantineia : Paus.8, 9, 3. Kroker, a. a. 0. S. 49. Nach Klein( Archäol.-epigraph. Mittheil, aus Oesterreich 1880, S. 14) und Overbeck (Gr. Plast. I 3 , S.380) war auch die Hera unter den zwölfGöttern im Tempel der Artemis SoteiriE inMegara (Paus. 1 , 40, 3) ein Werk des älterenPraxiteles (anders Brunn und Kroker a. a. 0.).Am bekanntesten war im Altertum die Hera-statue des Polyklet, an die sich das wich-tige Problem knüpft, ob wir in bekanntenerhaltenen Köpfen eine Nachbildung besitzenoder nicht. Eine ausführliche Beschreibunggiebt Paus. 2, 17, 4: Das Bild der Hera sitztauf einem Throne von ansehnlicher Gröfse,aus Gold und Elfenbein, ein Werk des Poly-klet; sie trägt einen Kranz (Stephanos ), aufdem die Chariten und die Horen dargestelltsind, in der einen Hand hält sie einen Granat-

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apfel, in der andern ein Scepter, auf dem einKukuk sitzt. Neben der Hera soll ein Bildder Hebe gestanden haben, ein Werk des Nau-kydes, ebenfalls von Gold und Elfenbein.Maxim. Tyr. (Dissert. 14, 6) nennt die Hera :IeukcoIej/os, ilstpavroTtrjxvg (verstärktes Xsvx.),evärug (schönäugig oder schön von Antlitz),evsifiwv (schön bekleidet), ßaaiUng (auf einemThrone sitzend). Nach dem Epigramm des Par-10 menion (Anthol. Gr. 2, 185, 5 : ai 8 vnb xbX-noig ayvaßtoi liOQrpai Ztj vl rpvXaaaofisd'a) warenHals und Nacken entblöfst. Autonome Münzenvon Argos (Overbeck, Münztafel 2, 69; Journalof hellen, stucl. 6, p. 83, dazu Taf. 55, J 14)zeigen den Kopf im Profil, doch ist es, da dieStempelschneider der Blütezeit ihre Originalesehr frei kopierten, nicht geraten, den Typusdes Kopfes der polykletischen Statue unmittel-

Münzen γοη Argos

(nach Overbeck, K. M. Hera , Münzt. 2, 6 u. 3, 1)·

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bar daraus abzuleiten. Von entscheidenderWichtigkeit für die Gesamtauffassung der p°"lykletischen Statue sind zwei Münzen der Kaiser -zeit mit dem Kopfe der Julia Domna und desAntoninus Pius (Overbeck, Münztafel 3, 1,Gardner, The numismatic chronicle N. S. 1®>Taf. 12 u. S. 239. Journ. of hellen, s tud. üp. 83, dazu Tafel 55, J 12 u. 15). In derrechten Hand hält die Göttin einen Granat"40 apfel, das Scepter ist mit der Linken hoch -gefafst, der Chiton reicht bis an den Halsund läfst die Arme unbedeckt. Den Unter-körper bedeckt ein faltiges Himation, desseneiner Zipfel auf der linken Schulter ruht. B e (merkenswert ist, dafs die Göttin keinen Schleie 1trägt. Die Münze des Antonin zeigt vor Hei adie Hebe, zwischen beiden den Pfau, den Hadrian weihte (Paus. 2, 17, 6, vgl. auch n.). Der argivische Heratempel war nach dem Brande 01.89ißo neu aufgebaut und etwa 01. 90 vollendet worden(nach Plinius war dies die Blütezeit Polykl et '®vgl. bes. Overbeck S. 41 ff.). Aus der alter ^Blütezeit wird noch eine Hera des Kall 1machos (jungem Zeitgenossen des Pheidia 8 !mit dem Beinamen Νυμφευόμενη (also γ Λ .η Γ .scheinlich in bräutlicher Kleidung mit SchleieOim Heratempel zu Plataiai genannt (Pews- J2, 7). Nichts Näheres wissen wir überWerke der folgenden Perioden. Eine Hera6oLysippos (,',Ήρα Σαμία, später in Konstatinopel, Cedren. Comp. hist. p. 322 B) ist zW S 0J1 _haft; eine ehemals auf der Agora von Kstantinopel befindliche, später eingesphmow ^kolossale eherne Statue (ης η κεφαλή μ°γ 1 ? ,τράσι βοών υποτράχοις ζεύγμαΰΐν sls τ< ί JriL·.παλάτιον άποκεχόμισταή bezeugt Michaelbei Fabric. Bibi. Gr. 6, p. 406. ÜberHera des Baton (aus der Diadochenzeitr =>