^405 Hermes (in d. arcli. Kunst)
jl’üfse, wie es scheint, mit Sandalen bekleidet, n d m der L. das teilweise zerstörte Kerykeion^ er des Reliefs neben deut-en Spuren streng altertümlicher Gebunden-eit eine merkwürdig freie und selbständigeehandlungsweise im einzelnen bekundet, soauch die Figur des Hermes in ihreresamterscheinung durchaus die Kennzeichen,? s Archaismus an sich, mit denen wiederume verhältnismäfsig lebendige Bewegung der 10ri^u' 1 sow ^ e 4ie geschickte, beinahe male-sobe Anordnung der lose übergeworfenenniarnys einen seltsamen Gegensatz bildet.w eifelhaft bleibt wegen des arg fragmen-®rten Zustandes, ob wir auf dem Reliefi Sybel, Catal. d. Sculpt. Athens 5040 (abg.j, ?p 0r · d. Inst. tav. 13) in der spitzbärtigen,j, ‘bg bewegten Figur mit aufgebundenem***, Petasos und ärmellosem Chiton H. zuani ünei1 ^ a ^ en oder nicht vielmehr einen 20^ aern Gott oder Heros; hingegen ist er aufRe?· der Mitte des 5. Jahrh. an-
s^örigen, unteritalischen Terracottarelief (abg.
6a Sp. i 33 i f,) durch Petasos und Kerykeionaj 1 } . charakterisiert. — Auf einer Reihe sog.ß chaistischer Reliefs erscheint Hermes in1 Jv^d'zügen oder im Verein mit anderen Gott-els en ' Ich nenne die folgenden: a) eine auffj r Akropolis gefundene, mit vier Götter-jSiren geschmückte Basis (einer Statue?), abg. sod. Inst. 6 tav. 45. Overbeck, Plastik 1,a 44. — b) das Relief eines Tempelbrunnens,j e s Korinth in englischem Privatbesitz mitUna ^ ars tellung der Vermählung des Herakles,4er Hebe, abg. D. a. K. 1, 42. — c) diejcjP'tolinische Brunnenmündung B. a. K. 2,
4ie ^ em von ^ Göttern, vielleicht4a f^fiihrung des Herakles in den Olymp^ (stellend (vgl. Friederichs- Wolters 424). —2 '. ei n Relief in Villa Albani mit dem Hoch- 40jj- Szu g des Zeus und der Hera , Overbeck,s ; g ^Mythologie Taf. 10, 29. — e) der borghe-^ pog. Zwölfgötteraltar im Louvre (wahr-a ®)nlich jedoch eine Dreifufsbasis), abg. B.
(Up L 12. Was das Äufsere des Gottes aufWeif 611 Kcliefs betrifft, so erscheint er, so-k e 4ies der zerstörte Zustand einiger er-es nen . häfst, auf b und e bärtig (auf a isthoi* We iielhaft, doch berechtigen die Wieder-4-i'a *^ er Kigur auf einer capitolinisehen boK eÜ ^VmcieZmawM, Mon. ined. 1, 38, einemAümi * n ^Kla Albani bei Zoega 100 und der4-du i 0ra ^ es ® os ihios (s. I). a. K. 2, 602) zu derarif 1 ' m ®> dafs auch hier Hermes bärtig war),^ärt' übrigen jugendlich. Entsprechend dera ftio^ en ^Klung ist sein Haar auf b krobylos-Vou ö , auf gebunden, auf a in Locken geordnet,ziei-n - ? nen eine rings den Kopf umgiebt, anderec gedreht auf die Schultern fallen; aufÜVr ü d dagegen trägt er nach Art der 60ers c r - n kurzgelocktes Haar. Völlig nacktkich? 111 ^ er a B e i n au f c ) während sonst einese(v. Chlamys in mannigfaltiger Anordnungeinzige Bekleidung bildet. Von Attri-p,· T bemerkt man auf c, d und e das
h, ^4 i au f c geflügelt), das er auch gewifs auffe in _ es aufgemalt gewesen sein wird, trug,r au f d, b und e Fufsflügel, welche auf
das Kery-
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den beiden letzten Reliefs eine eigentümliche,stark stilisierte und unschöne Form haben,schliefslich auf c allein den Petasos. Aufdiesem Denkmal, welches sich von allen ammeisten der späteren Auffassung von der Ge-stalt des Hermes nähert, zerrt der Gott ganzin der Weise der älteren Kunst, welche esliebt, Götter in einem mehr gemütlichen Ver-hältnis zu ihren Lieblingstieren darzustellen,einen Ziegenbock an den Hörnern vorwärts.
Es dürfte hier der geeignetste Ort sein,einige Darstellungen des Hermes auf ge-schnittenen Steinen zu betrachten. Voranstelle ich einen Scarabäoid aus Ghalcedon, derkürzlich aus der Sammlung des Grafen Tyskie-wicz in Paris in das Berliner Antiquarium ge-langte (Inv. S 4618). Der Stein ist von wunder-voller und bis in die kleinsten Einzelheitensorgfältiger griechischer (ionischer) Arbeitetwa aus dem zweiten Viertel des fünften Jahr-hunderts. Dargestellt ist Hermes jugendlich,doch von kräftigem Körper, mit kurzgelocktemHaar und nackt bis auf ein schmales Chlamy-dion, dessen Zipfel über beide Oberarme inzierlichen, regelmäfsigen Zickzackfalten nachvorn herabfallen. Der Gott, der sich auf dasrechte Knie niedergelassen und die Linke mitausgestrecktem Zeigefinger erhoben hat, trägt·auf dem Kopf einen flachen Hut mit schmalerKrempe, in der Rechten ein langes Kerykeion.Eine genaue Wiederholung dieser Darstellungauf einem etruskischen Scarabäus (Cade s 7,L. 22. abg. B. a. K. 2, 312), wo der Gott inder Linken ein Perlenhalsband (?) hält. DieSituation auf beiden Steinen ist nicht völligklar. Kniet Hermes und ist er auf dem Sca-rabäus als „verstohlener Liebhaber, Liebes-bote“ oder gar als „Dieb des Schmuckes“gedacht, wie Wieseler zu B. a. IC 2, 312vermutet, oder ist er laufend dargestellt indem bekannten archaischen Schema als der„behende, unermüdlich dienstbeflissene Bote“,siehe E. Curtius, Bie knieenden Figuren d. alt-griech. Kunst p. 9? Möglich immerhin, dafsdies des Künstlers Auffassung war, notwendigist es nicht, vielmehr möchte ich mit lioerte(A. Z. 1877, p. 114 Anm. 17) und Wieseler a.a. O. glauben, dafs nur das Bedürfnis nachmöglichst gewissenhafter Raumfüllung dieseetwas gezwungene Stellung veranlafste. Dreiandere Gemmen bespreche ich ihres gleichen In-haltes und ihrer gemeinsamen Herkunft wegenim Zusammenhang (a = Cades 8 C, 68 — b =8 C, 86, abg. B. a. K. 2, 331 — c = 8 C, 87). Essind etruskische Scarabäen, auf denen Hermesin seiner Eigenschaft als ipv%OTio jijros darge-stellt ist. So wenigstens haben ihn Tölken,Erklärend. Verz. d. geschnitt. Steine 2, 60 undWelcher, A. B. 2, p. 323 fg. auf b gedeutet,während andere ( O. Müller zu B. a. K. 2, 331)mit Unrecht einen Hermes ipvxaytayog in ihmerkennen wollten. Den Gott als Totenbelebersehe ich auf Steinen wie B. a. K. 2, 332 u. 332 a(siehe auch Cades 8_C, 78 — 81); hier handeltes sich aber um die Psychopompie. Auf bund c trägt Hermes die Psyche in Gestalteiner kleinen Figur, auf a wird durch denauf seiner rechten Schulter sitzenden Schmetter-
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