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Hippotes
Hippothoon
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id est Hcrophilam Troianam Marmensi filiamet Symmachiam Hippotensis filiam, quae Ery-thris progenita etiam Cumis est vaticinata. Vgl.dazu Alexandre in seiner Ausgabe der Ora-cula Sibyllina vol. II, p. 14: „Ipsa vox Hippo ■tensis, si a graeco auctore desumpta est, apertevitium sonat: 'Ιππότης fortasse graece scriptumfuerit. Est quoque Hippotas, Aeoli pater siveavus, de quo nos aliquid ad Cumanam“ ; vgl.p. 55. [Drexler.]
Hippotes {'Ιππότης, der Reitersmann). Soheilst 1) der Yater des Winddämons Aiolos (s. d.)mit Bezug auf die Schnelligkeit, mit der derWind wie ein schneller Reiter dahinsaust {El.H. Meyer, Indog. Myth. 2 S. 451 ff.); daher heifstMelanippe (Schwarzrofs) die Mutter des Aiolos .Aiolos hat deshalb von Homer an den BeinamenΊπποτάδης, Od. 10, 2. 36. Ap. Eh. 4, 778. 819.Ovid . Met. 4, 663. 11,431. Eust. z. Od. 1644,9.Schol. Od. 10, 2. Serv. Verg. Aen. 1 , 52. Davon den Mythographen der Winddämon Aiolosvielfach mit Aiolos , dem Sohn des Hellen,dem Stammvater der Aiolier, vermengt wordenist, so ist auch Hippotes in die Familie diesesAiolos eingedrungen, infolge dessen eine grol'seVerwirrung der Genealogie entstanden ist, ausder man auf künstliche Weise sich herauszu-finden vergebens versucht hat. Diod. 4, 67giebt z. B. dem Aiolos I., dem Sohne desHellen, einen Sohn Mimas, dessen Sohn Hip-potes mit Melanippe den Aiolos II. zeugte,von dessen Tochter Arne Aiolos III. geborenward. Aber diesen Aiolos III., den Urenkeldes Hippotes nach 4, 67, macht er 5, 7 zum Sohndes Hippotes. Vgl. Ovid . Met. 14, 224. Diod.5, 81. Eustath. u. Schol. Od. 10, 2; s. Aiolos .Müller, Orrihom. 138. Völcker, Iapet. Geschl. 12$.— 2) Sohn des Phylas und der Leipephile, Toch-ter des Iolaos {tlesiod b. Paus. 9, 40, 3), Ur-enkel des Herakles, der mit den Doriern nachder Peloponnes zog. Zu Naupaktos, wo dieDorier übersetzen wollten, tötete er einenSeher des Apollon, Karnos aus Akarnanien ,weshalb Unheil über das Heer kam und Hip-potes nach einem Spruch des delphischen Gottesauf 10 Jahre verbannt ward. Von seinemUmherschweifen in der Fremde hatte sein SohnAletes (s. d.), der später Korinth eroberte, denNamen. Apollod. 2, 8, 3. Paus. 3, 13, 3. Diod.5, 9. Et. M. v. ’ΑΧήτης. Konon narr. 26. Schol.Pind. Ol. 13, 17. Nach einer auf Aristoteles zurückgeführten Erzählung soll Hippotes, als eran dem Melischen Busen eine Kolonie gründenwollte (eis αποικίαν οτεΧλόμενον),. und die Me-lier unter dem Vorwand, dafs ihre Schiffe leckund ihre Frauen krank seien, mitzufahren sichweigerten, diesen geflucht haben, dafs ihreFahrzeuge durchlöchert und sie Sklaven ihrerFrauen sein sollten, worauf das Sprichwortentstand τό ΜηΧιακόν πΧοΐον {επι των αγανζεόντων πΧοίων); Phot. Lex. p. 594, 8. Suid.s. v. ΜηΧιακόν. Apostol. Prov. 19, 89. Pro-verb. Vat. Append. 44. — Diogenian. 7, 31 läfstbei ähnlicher Gelegenheit die Lakedaimonierden Fluch gegen die Melier aussprechen.O. Müller, Dor. 1, 85 nimmt, die Kolonie-führung beiseite lassend (oder die Worte είςαποικίαν στεΧΧ. anders erklärend?), diesen
Hippotes für den in der Fremde schweifendenSohn des Phylas. C. Müller, Fragm. hist. gr-2 p. 150, 143 verweist auf Tzetz. Lylc. 1388 ,wo ' Ιππότης b ’ΛΧήτης Führer einer Kolonienach Knidos heifst. Wahrscheinlich ist hierzu schreiben: 'Ιππότης b ’ΑΧήτον, so dafs dieser
Hippotes ein Enkel des erstgenannten Hippotes
wäre und eine Familie in Knidos ihr Ge-schlecht auf den Herakliden Hippotes zurück-10 führte; Diod. 5, 9. — Müller, Dor . 1, 124 „glaubtkaum“, dafs dieser Gründer von Knidos, dasallgemein für eine Kolonie der Lakedaimoniergalt, mit dem Ahnherrn der korinthischenHerakliden identisch ist. — 8) König vonKorinth , Sohn des Kreon; er nahm (was sonstseinem Vater zugeschrieben ward) den y° rAkastos flüchtigen Iason mit Medeia bei sichauf und gab diesem seine Tochter zum Weibe,weshalb Medeia ihre Kinder mordete. Schul■20 Eur. Med. 20. Diod. 4, 55. Hygin. f. 27-Müller, Orchom. 272. [Er ist dargestellt au*einer Vase bei 0. Jahn, Beschreibung der Vasen-sammlung König Ludwigs. München 1854 V’260—62 nr. 810, durch die Beischrift ΙΠΠΟΤΗ*kenntlich gemacht, eilt „mit Hut, Clilanrf®und Schwert versehen herbei und sucht nihbeiden Händen den verderblichen Kopfputz [d erSchwester] abzureifsen“. Drexler.] — 4) BiP"potes, auch Hippoteus oder Ipsostratos (HipP°(30 stratos?) geschrieben, ein vornehmer Trojaneizur Zeit des Laomedon, welcher seine Tochte 1 'Egesta (Segesta ), damit sie nicht wie Hesion edem Seeungeheuer geopfert werde, in diFremde schickte. Sie kam nach Sizilien, yv 0sie dem Flufsgott Krimisos den Akestes od® rSegestes gebar. Serv. Verg. Aen. 1, 550. 5, 3°·e — 5) s. Hippotos. — 6) s. Hippostratos. [Stoll. JHippothoe (Ιπποίΐόη) , 1) Nereide, B eS "Theog. 251 ; Völcker, Lapet. Geschl. 147;
40 mann, Op. Ac. 2, 166; Braun, Gr. Götterl. §
— 2) Danaide , vermählt mit dem Aigyptw® 11Obrimos, Hygin, F. 170. — 3) Amazone, 111der Begleitung der Penthesileia vor Troja , vonAchilleus getötet, Hygin. F. 163; Quint. £>w 1 ·1, 44. 532; Tzetz. Posthorn. 176. — 4) Tochteides Pelias und der Anaxibia, der T. des Bia 9 >oder der Philomache (Phylomache), der T.Amphion, Schwester des Akastos und “ eAlkestis, Apollod. 1, 9, 10; Tzetz. Lyk. 175. Π"50 5) Tochter des Perseiden Mestor und “Lysidike, der T. des Pelops, von Poseido^nach den Echinadischen Inseln entführt, Y°,den Taphios, den Vater des Pterelaos, mit izeugte, Apollod. 2, 4, 5; Tzetz. Lyk. 932.
Schol. Ap. Eh. 1, 747 heifst der SohnHippothoe Pterelaos und dessen Sohn Taphioder Taphos. Nach Schol. II. 19, 116 ist HipP 0 'thoe Gemahlin des Pterelaos. [Stoll.] ., nHippothoon (Ιππο&όων), Sohn des Posei“
60 und der Alope, der Tochter des KerkyHeros Eponymos der attischen Phyle HipPthoontis, der zu Athen ein Heroon hatte, 1 a ‘1, 5, 2. 38, 4. 39, 3. Hellanikos b. Harp» Α -ν. ’ΑΧόπη. Et. Μ. v. 'Ιππιό&ων. Hesych. T? 1 *&οώντειον. Demosth. Epitaph, p. 1398 R el ®s. Alope. Welcher, Zeitschr. f. a. Kunst,Preller 1, 483. Er heifst auch bisweilen HipPthoos, Hygin. F. 187. 252. [Stoll.]