Band 
Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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2693-2694
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Hippothoos

Hisagus

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Hippothoos (Imtö&oog), 1) Sohn des Aigyp-tos, vermählt mit der Danaide Gorge , Apollod.2 > 1, 5. 2) Sohn des Hippokoon, Spartaner,Apollod. 3, 10, 5. 3) Sohn des Kerkyon,Enkel des Agamedes, Urenkel des Stymphalos ,/ater des Aipytos, nach Agapenor Herrscherln Arkadien , wo er seinen Sitz nicht in Tegea,sondern in Trapezus nahm, Teilnehmer an derEalydonisehen Jagd, Paus. 8, 5, 3. 45, 4; Hygin.F. 173. Ov. Met. 8, 307. Nach ihm war eintadtquartier von Tegea 'Imto&oitig benannt,Paus. 8, 53, 6; Curtius, Pelop. 1, 257; Bursian,Geogr. v. Gr. 2, 218, 4. 220. [ G. I. Schwedler, Ber ehus Tegeaticis, Leipziger Studien z. cl. Philol.® (1887) p. 277; 27981, 291-93. Drexler.]Sohn des Priamos, II. 24, 251; Apollod. 3,12, 5; Tzetz. Hom. 448; Posthorn. 49. 5) SohnOes Lethos, Führer der Pelasger aus Larissa (inEieinasien bei Kyme ). Er wurde von dem Tela-®°nier Aias getötet, als er die Leiche des Pa-woklos wegschleppen wollte, II. 2, 842. 17,288. 6) Sohn der Megaira, der Tochter desAutolykos, welche sich wegen des Todes ihresLohnes tötete, Hygin. F. 243. Siehe Hippo-damos, Hippothoon, Hippotos. [Stolh]Hippotion (TzmortW), 1) ein Phryger,y?r Troja von Meriones getötet, Vater des"torys und Askanios, II. 13, 792. 14, 514.Ein Kentaur, von Herakles getötet, Diod .4 > 12. [Stoll.]

. Hippotos ('iTinarog), Sohn des Herakles undeiner Thespiade (Pyle ?), Apollod. 2, 7, 8.,yer Name scheint verderbt; Heyne schlägt vor/irjrdrjjg oder 'litnixag zu schreiben, anderelTTrö'ö'oos. [Stoll.]

Hippozygos, Hippozyx, s. Hippokrates .

[Stoll.]

Hippurjos (/TtTTovQiog). Der Fiufsgott'UTTOTPIOC (jetzt· Keuplü Su, Bamsay, Journ.°f hell. Stud. IV p. 377; Olivier liayet et AlbertThomas, Milet et le golfe Latmique I. Paris1877. 4°. p_ ß) erscheint gelagert auf dem Re-T^rs von Münzen von Blaundos in Phrygien vnahe der lydischen Grenze, dem heutigen Sulei-^anli), die im Obv. das Haupt des AHMOC^igen ( Harduin, Op\ sei. p. 35; Spanhemius,A praestantia et usu num. ant. I p. 625;Ins. Pembrolce II PI. VII, 5; Haym, Thes. Brit.V, 120, PL XII, 2 = Mionnet IV, 21, 107;f elchel, B. N. V. III p. 95; Rasche I p. 1551;

^ p. 324; Eclhel, B. N. V. III p. 95; Mion-IV, 21, 104107; Rayet a. a. O. p. 6 Fig. 5;-.Addington, Rev. num. 1852 p. 27 nr. 2; Cat.

über. London 1862 p. 66 nr. 706; Bouthowshi,p numism. I p. 626627, vv) oder das desn 7 l l'Ppus iun. (Waddington a. a. 0. p. 2728r vJ.)· [Drexler.]

H*ppvi ros (pnnovQos), ein Anführer des mit®iiades gegen Dionysos verbundenen indischenHumes der Ovccxo%olxca, Nonn. Bion. 26, 98.

. [Steuding.]

.Hirpi Sorani. Noch in der Kaiserzeit be-alDn( d - ie dafa den Opfern, welche

^ (jährlich dem Gotte vom Berge Soracte imvon Falerii gebracht wurden, die An-jj.hörigen der Priesterfamilien, die den Namenhr? l i. Soraui führten, unter den übrigen Opfer-Küchen auch den ausführten, dafs sie über

brennende Holzscheite schritten. Es galt diesfür ein besonderes Wunder und die genanntenPriesterfamilien waren darum ein für allemalvon Kriegsdienst und anderen Lasten durchSenatsbeschlufs befreit ( Verg. Aen. 11, 785 tf.Plin. n. h. 7, 19. Solin. 2, 26); doch hatteVarro es herausgebracht, dafs sie sich durch einebesondere Salbe gegen Beschädigung durchdas Feuer zu schützen wufsten (Serv. Aen. 11,10 787). Für die Erklärung des Gebrauches beriefman sich darauf, dafs birpus im Dialekt derSamniten 'Wolf bedeute (Paul. p. 106. Strab.5, 4, 13), und wufste eine wunderbare Geschichtezu erzählen (Serv. Aen. 11, 785): bei einemdem Dis pater auf dem Soracte dargebrachtenOpfer seien plötzlich Wölfe hervorgebrochenund hätten das Opferfleisch aus dem Feuergeraubt; als die opfernden Hirten ihnen nach-eiiten, seien sie an eine Höhle gekommen, die20 einen tödlichen Dunst aushauchte, der nichtnur die Verfolger umbrachte, sondern sich auchals Pest über die ganze Gegend verbreitete;diese sollte nach einem Orakelspruch nur dannbewältigt werden können, wenn sie den Wölfengleich würden, d. h., wie der Erzähler in ra-tionalisierender Deutung hinzusetzt, si raptoviverent. Die letztgenannte Deutung ist natür-lich eine willkürliche, vielmehr kann dies Nach-ahmen der Wölfe nur auf ein Einhergehen inso Wolfsfellen gehen, was als Sühngebrauch ver-ständlich ist; doch ist die ganze Erzählungdes Servius nicht ohne Bedenken, einmal weilsie den Gebrauch des Schreitens über dasFeuer nicht erklärt, sodann wegen ihrer auf-fallenden Übereinstimmung mit den Gebräuchenim Kulte des Zeus Lykaios in Arkadien (Lit-teratur bei I. Preller, Griech. Mythol. I 4 p. 127 ff.,vgl. P. Welzel, de Iove et Pane dis Arcadicis,Breslau 1879); vielleicht ist das Ganze nur40 eine willkürlich herangezogene Analogie. DasSchreiten über brennende Scheite ist natürlichauch als Lustrationsritus aufzufassen, wie jaein solcher zu dem Wesen des Gottes vomSoracte vortrefflich pafst. [Nach W. Mann-hardt (Ant. Wald- u. Feldhulte S. 318 ff.), dernamentlich den verwandten Johannisbrauch desLoup vert von Jumieges vergleicht, stelltendie Hirpi Sorani, d. i. dieWölfe des Sonnen-gottes, wahrscheinlichdie durch das Sonn-50 wendfeuer laufenden Getreidewölfe dar; manerwartete von dem Durchlauf dieserWölfe durch das FeuerGesundheit, Freisein undBefreitwerden von Seuchen als Wirkung.Roscher.] [Wissowa.]

Hisagus(?). Serv. Aen. 4, 377 erzählt, weil derFiufsgott Hisagus bei dem Streit des Poseidonund der Athene um den Besitz von Athen derAthene das Land zugesprochen, habe Poseidon im Zorn den Boden durch Dürre heimgesucht.60 Der einwandernde Danaos fand daher das Landwasserlos und sandte seine Tochter Aynymoneaus, Wasser zu suchen u. s. w. Diese letztereGeschichte spielt in Argos (s. Amymone ), undman mufs daher wohl für Hisagus den FiufsgottInachus setzen und annehmen, dafs der Streitdes Poseidon und der Athene um Athen ver-wechselt ist mit dem des Poseidon und der Hera um Argos. S. Apollod. 2, 1 , 4 u. 3,14, 1 . [Stoll.]

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