Hiscilla
Histiaia
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Hiscilla (?) heilst bei Hygin . P. Astr. 2, 14eine Tochter des Myrmidon, welche demTriopasden Phorbas gebar. Der Name ist verderbt,entweder aus Hyscilla(?) ( Gerhard, gr. Myth. 2p. 229) oder aus Ischylla (vgl. d. Art. Phorbas 1unter a). [Stoll.J .
Hispania, die als Gottheit personiflcierteProvinz, wird vielfach auf Münzen dargestellt.Der Kopf derselben mit der Beischrift Hispanauf einem Denar der gens Postumia aus dem ioJahre 74 v. Chr. ( Eclchel, d. n. v. 5 S. 288. Ba-belon, monn. d. I. rep. Rom. 2 Postumia 8 S. 381)zeigt eigentümlich gesträhntes,ungeordnetes Haar (siehe Ab-bildung), wie es' wohl dieSpanierinnen zu tragen pflegten(Martial. 10, 65, 7), doch könntedies auch in Verbindung mitder Verschleierung des Hinter-„. . ..... hauptes als Zeichen der Trauer 20
Hispania, Münze ,, r * 0 ,
der Postumia (vgl. 8 elten · Auf Denaren aus denBabeion, Norm, de Jahren 46 — 45 v. Chr. reichtia rep. r. 2 p. S8i), die mit Lanzen und Schild odernach einem Ori- auch nur mit einer Lanze be-ginalabgufs. waffnete, mehrfach auch mitder Mauerkrone geschmückteHispania Baetica dem landenden Cnaeus Pom-pejus dem jüngeren eine Palme oder die Hand(. Babeion a. a. 0. 2, Poblicia 10 S. 335 =Pompeia 9 S. 344. Minatia 1 f. = Pompeia 10 f. 30S. 345). Auf anderen Denaren derselben Familienerscheint neben Hispania Baetica noch dieknieende und dem Cnaeus Pompejus die Waffenausliefernde Hispania Tarraconensis (ebendaPomp. 12 f. = Min. 3 f.), einmal führt erstereeinen caduceus, letztere Trophäe und Kranz(ebenda 14 = 5).
Auf den Münzen der Kaiserzeit erhält Hi-spania neben Kriegskleid, Schild und Lanzennoch Ähren, Mohn, Olivenzweig, Kranz und ioein Kaninchen (vgl. Strabo 3, 2, 6 S. 144 u. a.)als wechselnde Attribute ( Eckhel, d. n. v. 6,294. 338. 495. 7, 5. Cohen, med. imp} 1 Galba73 ff. S. 324 f.; vgl. Octave Auguste 109 S. 79. —Vespasien 201 S. 382. — 2 Antonin 413 S. 310),und zwar ist sie meist stehend oder schreitend,seltener nur im Brustbild dargestellt, oder siesitzt und stützt sich auf den Berg Kalpe(. Eckhel 6, 495. Cohen 2 Adrien 821 ff. S. 175).Auch wird sie mit Gallia verbunden ( Cohen 1 50Galba 73 S. 324) oder als Hispania CluniaSul[picia] mit langem Gewand, Mauerkrone,Füllhorn und Palladium versehen (ebenda 86).Der früher als Hispania gedeutete Kolossalkopfdes Louvre, abgebildet bei Visconti, Monum.Borgh. S. 266, Tafel 38. Müller -Wieseler,DenJcm. 2, Tafel 75 nr. 970, dessen Haar mitOlivenzweigen und Weinranken geschmücktist, darf nicht auf dieselbe bezogen werden,da das links unten am Halse dargestellte 60rattenartige Tier mit kurzen Ohren vielleichtein Murmeltier oder eine Haselmaus, keines-falls aber ein Kaninchen vorstellen kann.Vgl. auch Braun bei Wieseler a. a. O. 2 S. 73.Bei Claudian . 22, 228 ff. erscheint Hispaniamit einem Olivenkranz im Haar und dunkel-gelbem Gewände’ das mit dem Golde des Tagusverziert ist. (Vgl. Purgold, Arch. Bern , zu
Claud. u. Sidcn. S. 15 f.) [Über die vielleichtHispania darstellende liegende, mit Blätternund Früchten bekränzte Gestalt auf dem Schildedes Theodosius s. Hübner, d. ant. Bildw. inMadrid S. 215. Roscher.] [Einen bequemenÜberblick der Münzen mit Darstellung derHispania erhält man durch Rasche, Lex. II, 2,p. p. 333—339, Suppl, II p. 1410—1412, undbesonders durch A. Heiss, Description gen. desmonnaies ant. de l’Espagne p. 443—452 „mon-naies romaines concernant VEspagne“, PI. LXW—LXVIIl. Über eine Reisemünze Hadrians ,auf welcher J. Friedländer eine Löwin nebender Hispania erkennen will vgl. o. SalletsZeitschr. f. Num. II 1875 p. 113—114. Drexler.]
[Steuding.]
Histiaia (laricua), 1) Tochter des Hyrieus,nach welcher die Stadt Histiaia im nördlichenEuboia benannt sein soll, Schol. 11. 2, 537·Eustath. Hom. 280, 20. Nahe bei Histiaia lagdie Ortschaft ’&psös, welche im J. 445 mitHistiaia zu einer Ortschaft vereinigt wurde(. Bursian, Geogr. 2, 407); ’ilgsös aber soll voniilptW den Namen erhalten haben, der hie 1 'auferzogen worden sei ( Strab. 10, 446). Des-halb vermutet Baumeister (Euboia 58 Anm. 51)in Hyrieus, dem Vater der Histiaia, den Orion.Doch können Histiaia und Orion, die Vertreterder Schwesterstäclte, auch Geschwister sein,Kinder des Hyrieus. Orion ist ja Sohn desHyrieus. [Die Nymphe Histiaia sieht man amdem Revers von Silbermünzen der Stadt HistiaiaEuboeae (nicht Thessaliae, wie Borrell, Nun 1 ·Chron. II p. 235 wollte) auf dem Hinterteil einesSchiffes sitzend, langbekleidet, das aufgebun-dene Haar hinten von einem Band ( Weü) odereiner Weinrebe {Cat. Brit. Mus.) umwunden, dieRechte an den Rumpf des Schiffs gelegt, dieLinke an dem (nach Friedländer zur Aufrichtn»oeines Tropaions [vgl. Head u. Gardner: „trophy-stand“] ) mit einer Querstange versehenen Mast-
bäum. Frühere Publikationen ( Rasche, Eckhe{>Mionnet) lassen sie irrig auf dem Vorderteides Schiffes sitzen und ein schwellendes Segebwofür das in gefiederte Zinken auslaufendSchiffsende fälschlich angesehen wurde, halten·Auf einem Exemplar des Britischen Museum 3Cat. Gr. C. Central Greece p. 129 nr. 48, B ·XXIV, 10 hält sie einen Thyrsos in der RechtemAuf einem zuerst von Komnos nach einemExemplar bei Lambros mitgeteilten Stück i sder Name IIT1AIA beigeschrieben, Reo. nuw1865, PI. VII nr. 10; Weil in v. Sallets Ztscluf. Num. I 1874 p. 186 (Abbildg.); Head, 3·· f 1p. 308. Dadurch ist jede andere DeutungFigur, wie z. B. die Panofkas, V. d. Einfl-Gotth. auf d. Ortsnamen {Abh. d. Berl. A ■1840). Berlin 1842. 4°. p. 31, Tafel III, 2Aphrodite Euploia, ausgeschlossen. Den 0 . edieser im C. G. C. Brit. Mus. in die a
von 313 bis 265 und 196 bis 146 gesetzten ( Pläfat den Typus zwischen 294—287 e ntstanund dem des auf einem Schiff sitzenden ApoJauf Tetradrachmen des Antigonos na-chgebi ^sein) Münzen nimmt ein Frauenkopf niit Dringen, Halsband, Weinrebe und wechselnHaaranordnung {.,hair in net, or sphendo ’hair rolled“) ein, der von Weil als der „e 1