2705
Homonoia
Homoroka
*2706
Auf einer Münze des Gordianus Pius vonTitane haben wir mit der Beischrift TTITANCOONΟΜΟΝΟΙΑ nach Mi. S. V 490, 1241: „La For-tune debout, tenant de la in. dr. un gouvernail,et de la g., une corne d’abond.; eile est placeee ^tre deux colonnes, surmontees chacune d’untrenie, tenant une volle en/lee par les vents; auP le ds de la Fortune, un Hon“; dagegen Cave-doni, Spicil. num, p. 146—147 erklärt, sich aufdie Beischrift stützend, die Gestalt für die ioHomonoia der Pitaneer, indem er das Steuer-ruder sieh auf „das gute Regiment und dierechte Verwaltung, wodurch die bürgerlicheEintracht entsteht und aufrecht erhalten wird“beziehen läfst (vgl. ob. Sp. 918 die Münze desOaligula mit Darstellung seiner Schwestern
Securitas, Concordia und Fortuna).
Sitzend, in einem vielsäuligen Tempel, inder Rechten eine Schale, in der Linken das°cepter (für das Scepter vgl. oben Concordia 20SP· 918), erscheint H. auf einer Münze des L.i(® rus von Nicomedia mit der Umschrift'WOM · ΝΕΩΚΟ[ΡΩΝ] ΟΜΟΝΟΙΑ, eine Dar-stellung, welche auf die Existenz eines Tempelsr ®°ttin in Nicomedia schliefsen läfst. Gleich- .ulls sitzend, doch mit einem Modius auf demaupt, nnd nicht in einem Tempel sieht mandie ΟΜΟΝΟΙΑ · ΝΙΚΑΙΕΩΝ auf einer Münze deruha Domna von Nicäa; s. Dumersan , Descr.u Cab. Allier de Hauteroche PI. XI nr. 6, wo- soach Mi. S. V 113, 618, sowie, unter Zufügungines Altars, auf einer Münze der Plautillaon derselben Stadt, Mus. Theupoli p. 992,onach Masche III, 1 p. 1401 nr. 5 und Mi. S.
I w?’.. 710 ’ v F L -EcfcfteZ, D. N. V. II p. 429.u Nicäa scheint überhaupt, worauf auch dieP erwähnten Münzen mit dem Typus dergehenden H. hinweisen, der Kult dieser Gott-®tt angesehen gewesen zu sein. In seinerede an die Nicäenser über die Eintracht 40uch Beilegung des Haders ruft Dio Ghryso-oinus p. 485 neben Dionysos , dem Propator,er.akles dem Ktistes der Stadt, neben Zeus„ oi } eus i Athene, Aphrodite , Philia und Nemesisg °n Homonoia um Erhaltung des einträchtigenj^mies unter der Bürgerschaft an. Auf demst V ' , e . 1Iler autonomen Bronzemünze von Seba-j r °.P°li s Cariae (nicht Ponti, wie man früherg^t^uhm. vgl. Head, Η. N. p. 427, 530)
pSttii
sich mit der Beischrift ΟΜΟΝΟΙΑ die 50
L , n sitzend, in der R. eine Schale, in derrj ® ln Füllhorn, Sestini, Leit, e Miss. Num.mt. ix p 19) Tab IIt 1 _ Ex Mug _ M ' Duci
nach Mi. S. IV 455 - 56 , 208 .
erscheint, durch die Umschrift OMO-ail £ gesichert, der Typus der sitzenden Göttinisi uie^andrinischen Kaisermünzen und zwar
r g · — “ w ie Concordia mit Beischrift auf dener , 18c “ ei1 Kaisermünzen, s. oben Sp. 917) zu-Lr u . ®r Nero. Potin-Miinzen mit dem Datum 1de„ ?, ei g en sie auf einem Stuhl, die Schale inZ n Wehten, die Linke auf den Stuhl gestützt,lMn a p · 22 nr · 7 i VI, 63,160; Sestini, Mus.64 »q e r i if' HI Cont. p. 14 nr. 3 = Wiezay nr.dem Urf uar dent II, 25, 665. Ebenso solche mitim T i nxa *-E, Mus. Theupoli p. 1101, wonachTqt Isaurus Morellianus II p. 126, III Nero,XV, 2 , Masche, Lex. III, 2 p. 115 u. Zoega
p. 24 nr. 23; Mi. VI 66, 180; Cat. Thomson I, 1p. 189 nr. 2072; Feuardent II, 27, 685.
Auf Potin-Miinzen des Titus mit dem DatumLB, Thes. Morellianus II p. 392, III, Titus Tab.XIV fig. 8, wonach bei Rasche III, 2 p. 115 u.Zoega p. 48 nr. 9; Mi. VI 86, 355; vgl. 356 ausMus. Sanclem. N. Sei. II p. 144 ohne Datum;Feuardent II 40, 826; oder mit dem Datum LI - ,Khell, Ad num. imp. rom. aurea et arg. aVaillantio edita Suppl. p. 41 (Cab. Ariosti),wonach Masche a. a. 0.; Zoega p. 48 nr. 10;Mi. VI 86, 359, 360;. Feuardent II, 40, 827hält sie in der Rechten einen Olivenzweig.Auf Grofsbronzen des Aelius mit der UmschriftΔΗΜ · eZOTC · YTTAT · B · ΟΜΟΝΟΙΑ hat sie inder Rechten eine Schale, der linke Arm istmit dem Ellenbogen auf ein aufrecht am Bodenstehendes Füllhorn gestützt, Zoega p. 162 nr.2—4, vgl. 5, Tb. IX, 11; Mi. VI 207, 1377—79;Mamus I p. 370 nr. 1; Sestini, Mus. Hed. III.Cont. p. 32 nr. 2. 3; San Clemente II p. 214,Tab. XXI, 145; Mus. Ihorvaldsen p. 296 nr. 296 ;Cat. de Magnoncour p. 99 nr. 771; Cat. DeMoustier p. 87 nr. 1340; Cat. Greau p. 261 nr.3115; Feuardent II 101, 1540, PI. XXI; 1541.
Wenn Fclthel, D. N. V. IV p. 332 und nachihm Peter oben Sp. 920 H. auf Alexandrinerndes Titus und Aelius Ähren halten läfst, sohat er wohl irrig, den Zweig auf Münzen desTitus für eine Ähre angesehen; zwar giebtauch San Clemente der H. auf der Münze desAelius Ähren in die Linke, aber seine Ab-bildung zeigt nichts davon. Entsprechend dervon Peter oben Sp. 921 angeführten Darstellungder Concordia exercituum unter dem Symbolder verbundenen Hände, erscheint auf Silber-münzen des Nerva von Caesarea Cappadociaedie OMON(OIA) · CTPAT(IAC) durch „zwei ver-schlungene Hände, dahinter eine auf einer Prorastehende Standarte“ ausgedrückt, Loebbeclce,v. Sallets Ztschr. f. N. XII 1885 p. 349, derdamit die römischen Münzen Nervas Cohen II 2p. 3—4 nr. 24—36 vergleicht, Head, Η. N.p. 633; vgl. Friedländer, Mepert. p. 327, derauch Mi. S. VII, 666, 42 OMON CTPAT stattTTPON CTPAT lesen will. Auch auf Gemmenfinden sich als Symbol der Eintracht zwei ver-bundene Hände mit der Beischrift ΟΜΟΝΟΙΑ,z. B. Panoflca, Gemmen mit Inschriften. Berlin 1852. 4° p. 115, Taf. IV, 30, St. Petersburg ;A Cat. of engraved gems in the Brit. Mus. p. 214nr. 2147. Drexler.] [Stoll.]
Homophrosyne ('Ομοφροσύνη) , die personi-ficierte Eintracht, als Göttin zusammen mitHarmonia bei Coluth. Mapt. Hel. 183. Einβωμός ' Ομοφροσύνης bei Agathias Anth. Pal. 7,551,8. Vgl. Homonoia und Concordia . [Höfer.]Homoroka (Ομόρωχα) , Beherrscherin derMonstra des babylonischen Chaos nach Berosus ,Babyloniaca lib. I, 1, 4, Müller, F. H. G. IIp. 497: άρχειν δε τούτων πάντων Όμόρωχα(Όμόρχα Scalig., Baudissin, Stud. I ρ. 12)·είναι δε τούτο Χαλδαϊστϊ μεν Θαλάτ&, 'ΕΧΧη-νιστι δε με&ιρμηνενεσ&αι άάΧαοοα, vgl. Müllera. a. 0. ρ. 498, Movers, Phoen. I p. 270, 279 f. —Geizer, zum Cultus der assyrischen Aphrodite,Zeitschr. f. äg. Spr. u. Altertumslcde 1875 p.131, Fr. Lenormant, Comment. de Berose p. 86,