Band 
Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
Seite
2707-2708
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Honorinus

Honos

2708

Gas. Arch. 1876 p. 61, G. Bawlinson, Herodot1 p. 610 finden sie wieder in der von Nebu-kadnezar ( Ouneiform Inscr. of Western AsiaI, 65 Col. 2. 1. 52, Gott . Abh. 1850 Tf. IV,Col. II, 52) als um Uruk, bi-i-li-it Uruk an-gerufenenMutter von Erech,Herrin vonErech (Oq%6ti) (vgl. Fr. Lenormant, ArtemisNunaea, Gas. Arch. 1876 p. 12), welche in demvon A. H. Sayce, Transactions of the Soc. ofhihi. Arch. III p. 196, 197, Lenormant, Gas. ioArch. 1876 p. 5960 u. in Die Magie undWahrsagehunst der Chaldäer p. 117, Geiser p.129 übersetzten Täfelchen aus der BibliothekAsurbanipals, welches die verschiedenen Auf-fassungen des Venusgestirns Dilbat (AsXscparbei Hesych.) aufzählt, Cuneif. Inscr. of W. As.III, 53, [3237] 35 genannt wird:Das Ge-stirn Dilbat bei Sonnenuntergang: die Göttinvon Uruk mit Namen. Wenn die Göttin vonAkkad , das Gestirn Dilbat bei Sonnenaufgang 20(34) die lichte Seite des Venussterns, der be-deutendsten Offenbarung der weiblichen Gott-heit, vertritt, so stellt die Göttin von Uruk die dunkle Seite derselben dar, Geiser p. 131,Lenormant, Gas. Arch. 1876 p. 62, Com. deBerose p. 86.

Einen Zusammenhang zwischen der UmUruk und der Aphrodite vom Eryx auf Sicilienwollen Holm, Bursians Jahresber. üb. d. Fort-schritt d. cl. A. W. I 1873 p. 79 u. Geiser, 30Ztschr. f. äg. Spr. 1875 p. 24 Anm. 2 erkennenauf Grund der dreibuchstabigen, phönicischen,zuerst von Adrien de Longperier bei Salinas,Scoverta del nome fenicio di Erice, Estr. dallArchivio Storico Siciliano Anno I p. 2 TpSErech gelesenen Revers - Aufschrift einerkleinen Silbermünze. [Drexler.]

Itonorinus s. Indigitamenta.

Honos. Es ist nach der Entwicklung derälteren römischen Geschichte durchaus verstand- 40lieh, dafs von den zahlreichen Abstraktionen vonBegriffen, denen die Römer zufolge einer tiefin ihrer ganzen Religionsanschauung begrün-deten Neigung göttliche Verehrung angedeihenliefsen, die Personifikationen von auf den Kriegbezüglichen Begriffen die früheste und ausge-dehnteste Verehrung fanden. Unter denselbennehmen, was Anzahl der Tempel und Umfangihres Kultus anlangt, Honos mit der ihm engverbundnen Virtus, die Verkörperungen krie- 50gerischen Ruhmes und kriegerischer Tüchtig-keit, eine der ersten Stellen ein. Der ältestevon den römischen Tempeln des Honos warvielleicht der vor der porta Collina , den mangestiftet hatte, weil man an einem dort be-findlichen Altar ein Blechplättchen mit derInschrift 'Honoris gefunden hatte [Cie. deleg. 2, 58); in neuerer Zeit hat eine ebendortgefundene an Honos gerichtete altlateinischeDedikationsinschrift (C. I. L. VI 3692) die coErinnerung an dieses Heiligtum aufgefrischt.Ein zweites und zwar das bei weitem be-kannteste Heiligtum des Honos war von Q.Pabius Maximus Verrucosus im Kriege gegendie Ligurer geweiht ( Cie. de nat. deor. 2, 61)und vor der porta Capena angelegt worden.Später gelobte M. Marcellus in der Schlachtvon Clastidium und nachher nochmals nach

der Einnahme von Syrakus einen Tempel desHonos und der Virtus und wollte dieses Ge-lübde so erfüllen, dafs er den Honos-Tempeldes Fabius Maximus erneuerte und ein Bildder Virtus hinzufügte. Da aber die Pontificessich aus rituellen Gründen einer derartigenVereinigung verschiedener Gottheiten wider-setzten, baute Marcellus daneben einen eigenen,aber mit dem der Honos verbundenen Tempelder Virtus, der 205 v. Chr. eingeweiht wurde(Liv. 27, 25, 7. 29, 11, 13. Valer. Max-1, 1, 8. Blut. Marc. 28, vgl. Becher, Topogr-S. 509 ff.); dieser Tempel war mit vielen deraus Syrakus entführten Kunstschätze (vgl·z. B. Liv. 25, 40, 2. 26, 32, 4. Cic. Verr. 4,121) und auch mit Ehrenstatuen (Ascon. p. 1}Kiefsl.) geschmückt und bildete schon seitFabius Maximus den Ausgangspunkt für di eTransvectio equitum an den Idus des Quintihs(Aurel. Vict. ill. 32); Vespasian liefs ihn einerRestauration unterziehen und durch CorneliusPinus und Attius Priscus ausmalen (JPlin. n-h-35, 120). Das erste und wohl einzige Heilig'tum der Virtus allein soll Scipio Numantinesangelegt haben (Flut, de fort. Bom. 5). währendman im letzten Jahrhundert der Republik wiederzu dem bewährten Gebrauche (vgl. Symtn. (p-1, 21. Aug. c, d. 1, 12) die Heiligtümer vonHonos und Virtus lokal zu verbinden zurück-kehrte. Vor allem ist hier der von Mariusvielleicht auf dem Capitol (aber etwas niedrige 1 'gelegen, Fest. p. 344; jedoch vgl .Jordan, Top 0 'graphie 1,2 p.43ff.) aus der cimbrischen Beuteerbaute Tempel zu nennen ( C. I. L. 1 p. 29Becher, Topogr. S. 405 ff.), ein Werk des Bau-meisters C. Mucius und wegen seiner schönenVerhältnisse berühmt ( Vitr. 3, 2, 5. 7 praef·)·Endlich befand sich ein Heiligtum des Hon° sund der Virtus auch unter den von Pompeiu®auf der Höhe seines Theaters erbauten Tempelnder Stiftungstag fiel auf den 12. August. (Fo&·Amit. 12. Aug.), während der Hauptfesttag derbeiden Gottheiten seit dem J. 737 u. c. durchAugustus auf den 29. Mai festgesetzt war (A 0Cass. 54, 18. C. I. L. 1 p. 394). AufserbaloRoms kennen wir eine aedes Honoris nur 111Puteoli aus der dortigen lex parieti faciund 0vom J. 649 u. c. ( C. I. L. 10, 1781, 2 Z. 10)Über den Kult des Honos wissen wir nicb" 3Näheres, nur wird berichtet,dafs man dem Honos mit un-bedecktem Haupte, also graecoritu ; opferte (Flut. Q. B. 13),sowie dafs mit der Gründungdes marianischen TempelsSpiele gestiftet worden waren(Cic. Sest. 116. Schol. Bob. p. d virt« 8

305 Or.). Die Ausbreitung des ( n a°h einem Man 2 'Kultus wird durch zahlreiche abdruck imiiooj-Inschriften aus allen Teilen Blumen)·des römischen Reiches be- , s

zeugt: häufig sind auch hier Honos und Virtverbunden (C. I. L. 3, 3307. 8, 6951), doenfindet sich auch sehr oft Honos allein ( C 1- f

з, 6009, 9. 8, 6950. C. I. Bhen. 340), oft autindividualisiert als Honos legionis,

и. a. (C. I. L. 3, 5123. Orelli-Uenzen l» 1 "5793); dagegen ist das Vorkommen von Vir